Paolo Cognetti: Acht Berge

Als Kind ging Pietro mit Vater und Mutter zu Berge. Beide gingen anders, ihrem Charakter und ihren Neigungen entsprechend – der Vater, ein einzelgängerischer, sturer Kämpfer, die Mutter, die die Weiden, Wildbäche und Wälder unter zweitausend Metern den grossen Höhen vorzog, umgänglich und auf ihre Art beharrlich Pietro, der eine einsame Kindheit gehabt hatte und …

Dominique Manotti / DOA: Die ehrenwerte Gesellschaft

Es sei gleich gesagt: Das ist ein super Polit-Thriller, der 2011 den ‚Grand Prix de la littérature policière“ für den besten französischen Kriminalroman erhielt und jetzt neu aufgelegt wurde. Die 1942 in Paris geborene Dominique Manotti, ehemalige Professorin für Wirtschaftsgeschichte, schätze ich schon lange, vor allem ihres Stakkato-Stils wegen, der mich jedes Mal mit französischen …

Paul Collier: Exodus – Warum wir Einwanderung neu regeln müssen

Paul Collier ist Professor für Ökonomie und Direktor des ‚Centre for the Study of African Economies‘ an der Universität Oxford. Man darf also davon ausgehen, dass er sich nicht nur über Einwanderung, sondern auch über afrikanische Verhältnisse kenntnisreich äussern wird. Und so ist es dann auch. Die Frage „Ist Migration gut oder schlecht?“ sei die …

Brigitte Schwaiger: Wenn Gott tot ist

Brigitte Schwaigers erstes Buch, „Wie kommt das Salz ins Meer“, verkaufte sich allein im deutschsprachigen Raum über 500’000 Mal. Dieser Erfolg, so Benedikt Föger, der Verleger des Czernin Verlags, im Vorwort zu „Wenn Gott tot ist“, habe unter anderem zum Vorschein gebracht, dass sie an Depressionen und einer schizoiden Persönlichkeitsstörung litt. Die Autorin hat sich …

Frédéric Beigbeder: Oona und Salinger

Dieses Buch wird vom Verlag als Roman bezeichnet, doch es ist kein rein fiktives Werk, vielmehr handelt es sich um „Faction“ und das meint, so der Autor: „Die Orte existieren (oder haben existiert), die Figuren sind real, die Ereignisse authentisch und die Daten in Biografien oder Geschichtsbüchern nachprüfbar. Der Rest entspringt meiner Vorstellungskraft …“. „Oona …

Frank Schirrmacher: EGO – Das Spiel des Lebens

„Wir sollten nicht zu entdecken versuchen, wer wir sind, sondern was wir uns weigern zu sein.“ Der Satz stammt von Michel Foucault und ist Frank Schirrmachers „EGO. Das Spiel des Lebens“ vorangestellt. Aus gutem Grund, denn wir sind ausgesprochen schlecht beraten, wenn wir dem gegenwärtigen Diktat der Ökonomie, das uns nur noch als „homo oeconomicus“ …

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