Irene Dische: Die militante Madonna

So recht eigentlich interessieren mich Transsexualität und Genderthemen so ziemlich gar nicht, doch wenn Irene Dische darüber schreibt, dann gebe ich mir einen Ruck (und das ist selten genug). Diesem Buch ist übrigens ein Inhaltsverzeichnis beigegeben, dem Text nicht etwa voran, sondern nachgestellt. Warum? Rätseln sollen andere, mir ist nur aufgefallen, dass die meisten Kapitelüberschriften …

László Krasznahorkai: Herscht 07769

„Die Hoffnung ist ein Fehler“ ist diesem Bandwurm ohne Punkt, dafür mit vielen Kommas, bei dem ich anfangs dachte, das kann ich unmöglich lesen, denkt denn dieser Autor nicht an den Leser (oder die Leserin), vorangestellt? Mehr als vierhundert Seiten am Stück! Eine Zumutung! Doch schon bald merkte ich, dass dieser Text einen Sog entfaltet, …

Ray Monk: Wittgenstein

Die Originalausgabe dieser philosophischen Biografie, die zeigen will, „wie das Werk aus diesem Menschen hervorquoll“, erschien 1990, als ihr Autor gerade mal 33 Jahre alt war. Umso erstaunlicher, wie einfühlsam und differenziert, wie klug und, ja, lebensweise, er bereits auf den ersten Seiten die Familie Wittgenstein schildert. Beim vorliegenden Buch handelt es sich um die …

Joseph O’Neill: Der Hund

Joseph O’Neills „Niederland“ hat mich beeindruckt, weniger der Geschichte als vielmehr einzelner Szenen wegen. Ich habe sie mir mit Bleistift angekreuzt und lese sie jetzt von Neuem. Eine lautet so: „Sie sei mit mir verheiratet geblieben, äusserte sie in Gegenwart von Juliet Schwarz, weil sie sich dafür verantwortlich fühle, mir durchs Leben zu helfen, und …

Mark Honigsbaum: Das Jahrhundert der Pandemien

Dieses Buch beginnt wie ein Thriller. Die Küste von New Jersey. Sommer 1916. Ein Hai greift an … Und was, so werden sich einige vermutlich fragen, hat das mit Pandemien zu tun? Es gibt viele Zusammenhänge, die wir uns weigern zu sehen. Weil wir in Gewohnheiten gefangen sind, es uns nicht gegeben ist, über den …

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