Serneus, Prättigau, am 7. November 2019
Author Archives: hansdurrer
Julian Barnes: Der Lärm der Zeit
Es gibt ein Foto von Schostakowitsch, auf dem er wie mein Vater aussieht, ein nicht unwesentlicher Grund, weshalb mich dieses Buch interessiert. Dann aber auch, weil ich einiges von Julian Barnes gelesen habe und ihn einen guten Schriftsteller finde. Und nicht zuletzt, weil mich die Frage, um die es in diesem Roman wesentlich geht – …
Serneus
Serneus, Prättigau, am 7. November 2019
Salman Rushdie: Joseph Anton
„Hinterher, als die Welt um ihn herum explodierte und die todbringenden Krähen sich im Schulhof auf dem Klettergerüst versammelten, wurmte es ihn, dass er den Namen der BBC-Reporterin vergessen hatte, die ihm sagte, sein altes Leben sei vorbei, für ihn beginne eine neue, eine dunklere Existenz.“ Wer so seine Autobiografie beginnt, hat meine vollste Aufmerksamkeit …
Susch
Susch, Engadin, Graubünden, am 4. November 2019
Sanne Blauw: Der grösste Bestseller aller Zeiten (mit diesem Titel)
Die 1986 geborene Sanne Blauw ist Ökonometristin und Journalistin und hat über den Zusammenhang von Ungleichheit, Vertrauen und Glück promoviert, lese ich im Klappentext. Und wundere mich wieder einmal, worüber man alles dissertieren kann („Vertrauen und Glück“ sind für mich keine Begriffe, die sich für wissenschaftliche Analysen eignen, da sie nicht messbar sind) und lerne …
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Zernez
Zernez, Graubünden, am 4. November 2019
Annalena McAfee: Zeilenkrieg
Honor Tait, 80, ist Journalistin, „eine übelwollende Fremde“ also, die man einst dem New Journalism (subjektiv, mit Sachverstand, engagiert) zurechnete, der mittlerweile von einem noch neueren abgelöst worden ist, die auf Tamara Sim, 27, trifft, ebenfalls Journalistin, welche sie für ein Magazin porträtieren soll. Da treffen ganz verschiedene Welten aufeinander: die beiden verstehen sich nicht …
Zernez
Zernez, Graubünden, am 4. November 2019
Siddhartha Mukherjee: Der König aller Krankheiten
Welch monumentales Werk! Schon das Format, fast schon ein Coffee-Table-Book, allerdings mit nur wenigen Bildern. Und dann der Umfang – 570 Seiten, ohne den überaus beachtlichen Anhang. Das Vorwort stammt von Fritz Pleitgen, dem Präsident der Deutschen Krebshilfe e.V., der feststellt: „Dieses Buch ist für jedermann geschrieben – insbesondere für Patienten, aber auch für Ärzte und …
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