Peter Burke: Giganten der Gelehrsamkeit

Es sei dies ein Buch „über Einzelpersonen und kleine Gruppen, denen es ebenso um das grosse Ganze wie um Details ging und die sich oft um den Transfer oder die ‚Übertragung‘ bestimmter Ideen und Praktiker von einer Disziplin zur anderen bemühten“, schreibt Peter Burke in seinem Vorwort.Mich haben Universalgelehrte immer schon fasziniert. Das hat auch …

Sebastião Salgado: Mein Land, unsere Erde

„Wer keine Geduld besitzt, kann kein Fotograf sein“, lautet der erste Satz in Sebastião Salgados Autobiografie, Mein Land, unsere Erde, die er zusammen mit der französischen Journalistin Isabelle Francq verfasst hat, die in ihrem Vorwort behauptet: „Eine Fotografie von Sebastião Salgado zu betrachten heisst, die Würde eines Menschen zu spüren.“ Ich stimme zu, denn ich habe …

Benjamin Moser: Sontag

Mein Interesse an diesem monumentalen 800-Seiten-Werk gründet in meiner Auseinandersetzung mit Sontags Ansichten über Fotografie, einer Stelle aus dem Buch ihres Sohnes, David Rieff, worin er vom Sterben seiner Mutter schreibt (sie habe immer gedacht, mit ihrem Verstand würde sie in der Lage sein, auch die Mediziner-Sprache zu verstehen, und war kläglich gescheitert.) und meiner …

John Berger: Der Augenblick der Fotografie

„Am Anfang meines Interesses an der Fotografie stand nicht das Machen und Betrachten von Bildern, sondern das Lesen über sie“, beginnt Geoff Dyer seine Einleitung zu diesem Band mit Essays von John Berger. Mir ging es genau gleich, auch wenn es in meinem Falle nicht die Texte von Susan Sontag, Roland Barthes und John Berger …

Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung

Wer wie der amerikanische Kunsthistoriker Douglas Crimp der Meinung ist, ‚die Fotografie‘ sei letztlich nichts als „eine quantitative Ansammlung photographisch hergestellter Bilder ohne Eigenschaften, die erst durch ihre ideologische oder diskursive Aufladung überhaupt zu etwas werden“, sollte sich die Lektüre dieses Werkes dennoch nicht sparen – einmal, weil das Nachdenken über Fotografie ganz einfach Not …

Salman Rushdie: Joseph Anton

„Hinterher, als die Welt um ihn herum explodierte und die todbringenden Krähen sich im Schulhof auf dem Klettergerüst versammelten, wurmte es ihn, dass er den Namen der BBC-Reporterin vergessen hatte, die ihm sagte, sein altes Leben sei vorbei, für ihn beginne eine neue, eine dunklere Existenz.“ Wer so seine Autobiografie beginnt, hat meine vollste Aufmerksamkeit …

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