Der Gonzen, von Sargans aus gesehen, am 5. März 2020
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Claudia Hammond: Tick Tack
Die Zeit ist relativ, das weiss jeder. Die gute soll so lange wie möglich dauern, die schlechte möglichst schnell vorbei gehen. Dazu kommt, dass wir sie ganz unterschiedlich wahrnehmen – die Stunde, die einem Kind wie eine Ewigkeit vorkommen mag, geht im Alter rasend schnell vorüber. Claudia Hammonds Prämisse in Tick Tack ist die folgende: …
Sargans
Sargans, Schweiz, am 3. März 2020
Young-Ha Kim: Aufzeichnungen eines Serienmörders
Byongsu Kim, 70 Jahre alt, Tierarzt und Serienmörder, besucht einen Lyrikkurs, wo er dazu angeleitet wird, Gedichte zu schreiben. Gleichzeitig wird er mit Alzheimer diagnostiziert. Dies der ziemlich aussergewöhnliche Auftakt zu diesem ziemlich aussergewöhnlichen, philosophischen und witzigen Buch. Er lebt mit seiner Adoptiv-Tochter Unhi, einer Agrarwissenschaftlerin, die an einem örtlichen Forschungsinstitut Planzenkreuzung und Auslesezüchtung („Pflanzen …
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Göteborg
Göteborg, Schweden, am 27. Februar 2020
Lisa Taddeo: Three Women – Drei Frauen
Die Literatur-Kritik habe sich beinahe durchwegs nur wenig begeistert gezeigt, den Kritikerinnen seien die Frauen viel zu wenig emanzipiert gewesen, so die „Sonntagszeitung“ in Zürich, und „Die Zeit“ schrieb: „Aus feministischer Sicht ist es ein Scheissbuch.“ Ich fühle mich wieder einmal bestätigt – Literatur-Kritik und „Die Zeit“ brauche ich wirklich nicht zur Kenntnis zu nehmen. …
Göteborg
Göteborg, Schweden, am 27. Februar 2020
Catherine Gray: Vom unerwarteten Vergnügen, nüchtern zu sein
Ob mich Bücher ansprechen, entscheidet sich manchmal nach dem ersten Satz, dem ersten Abschnitt oder den ersten Seiten. Manchmal aber auch erst nach fünfzig Seiten. Bei Catherine Grays Vom unerwarteten Vergnügen, nüchtern zu sein war es der erste Satz. Dieser zitiert Joan Didion, die einmal gesagt hat: „Ich weiss nicht, was ich denke, bis ich anfange, …
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Göteborg
Göteborg, Schweden, am 27. Februar 2020
Walter Mischel: Der Marshmallow-Test
Walter Mischel, geboren 1930 in Wien und im Alter von acht Jahren mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten nach New York geflohen, hat sich sein Leben lang eine gesunde Skepsis über die Aussagekraft psychologischer Tests bewahrt. Unter anderem auch deswegen, weil er kurz nach der Ankunft in Amerika einen Intelligenztest – auf Englisch – absolvieren …