Lee Child: Der Held

Der Untertitel dieses Essays heisst auf Deutsch „Wie Helden die Welt verändern, und warum wir sie heute mehr als je zuvor brauchen“; im englischen Original heisst er: „The enduring myth that makes us human“. Um es höflich zu sagen: Die deutsche Fassung ist eine sehr, sehr freie Übertragung, die einen zu falschen Schlüssen verleitet. Jedenfalls …

Ulrike Draesner: Kanalschwimmer

Die Verlagsmitteilung hatte mich neugierig gemacht: Eine Frau eröffnet ihrem Mann, dass ihr Liebhaber künftig das Haus mit ihnen teilen solle, worauf er ihrem Traum seinen eigenen entgegensetzt: einmal im Leben durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Es dauerte etwas, bis ich in den Text hinein kam, ich hatte gelegentlich Mühe mit der Ausdrucksweise der Autorin …

Nassim Nicholas Taleb: Antifragilität

„Antifragilität“ ist ein umfangreiches Buch, fast 700 Seiten dick; mir gefällt der Untertitel, weil ich ihn verstehe, der Haupttitel sagt mir weniger zu, nicht zuletzt, weil ich ihn zuerst gar nicht verstand und möglicherweise auch deswegen, weil ich immer noch nicht ganz sicher bin, ob ich ihn wirklich verstehe. Auch fragte ich mich, ob da …

Garry Disher: Hitze

„Es lief jetzt schon nicht rund“ lautet der erste Satz. Berufsverbrecher Wyatt, obwohl er dringend einen Job braucht, wird sich auf diese Trottel nicht einlassen. Er sagt es nicht, er handelt entsprechend. Diese Trottel – die Pepper Brüder, der drogensüchtige Syed, Stefan Vidovic – bleiben mit dem wortkargen Eigenbrötler Wyatt („Er offenbarte seine Bedürfnisse nicht. …

Neel Mukherjee: Das Leben in einem Atemzug

Die erste Geschichte dieses Romans handelt von einem Inder, den die zwanzig Jahre im „plüschgepolsterten Westen“ haben „so dünnhäutig wie einen braven, behüteten Erste-Welt-Liberalen werden lassen“ und der nun zusammen mit seinem sechsjährigen Sohn den Taj Mahal besucht, wobei er höchst Verwirrendes erlebt. Unverzüglich fühle ich mich vor Ort und mit dabei, denn was die …

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