Bern Wabern, am 19. Juli 2023
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Kate Summerscale: Das Buch der Phobien & Manien
„Wir werden alle getrieben von unseren Ängsten und Sehnsüchten, und nicht selten sind wir sogar ihre Sklaven.“ Mit diesem Satz beginnt Kate Summerscale Das Buch der Phobien & Manien. Eine Geschichte der Welt in 99 Obsessionen. Es war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, der im Jahre 1786 den Anstoss gab, derartigen Fixierungen Namen zu geben. …
Saint-Ursanne
Saint-Ursanne, am 6. November 2023
László Krasznahorkai: Im Wahn der Anderen
Das ist, nach Herscht 07769, mein zweites Buch von László Krasznahorkai. In die erste Erzählung komme ich zuerst nicht rein, in die zweite und die dritte hingegen sofort, und wie schon bei Herscht 07769 bin ich verblüfft, dass mich diese Bandwurmsätze, die viel Konzentration erfordern, nicht schnell aufgegeben lassen, denn Geduld ist gar nicht mein …
Santa Cruz do Sul
Santa Cruz do Sul, am 14. Dezember 2022
Annie Ernaux: Die Jahre
Annie Ernaux, geboren 1940, die sich als „Ethnologin ihrer selbst“ bezeichnet, erhielt 2022 den Nobelpreis für Literatur. Mein Verhältnis zu Trägern und Trägerinnen des Literaturnobelpreises ist gespalten. Ich glaube, sie schätzen zu müssen, doch es ist selten, dass ich es auch tue. Zu vielen habe ich schlicht keinen Zugang (jedenfalls nicht zu den Büchern, die …
Klosters Platz
Klosters Platz, am 17. November 2023
Charles Willeford: Filmriss
Elmore Leonard, dessen Bücher ich einst gefressen habe, schwärmte von Charles Willeford, dessen „Auch die Toten dürfen hoffen“ ich sogar zweimal gelesen habe, einmal auf Englisch und einmal auf Deutsch, und das ist mir bei einem Krimi, soweit erinnerlich, noch nie passiert. Übrigens: Charles Willeford starb 1988 und nicht 1998, wie der Verlag irrtümlicherweise angibt …
Klosters Platz
Klosters Platz, am 17. November 2023
Nele Pollatschek: Kleine Probleme
Witzig, philosophisch, klug, „gehört zu den klügsten, die es hierzulande gibt“ und so weiter. Wenn sich Medienkollegen und Medienkolleginnen dergestalt äussern, reagiere ich automatisch skeptisch, was selbstverständlich nicht meint, dass die Medienprominenz, die auf der vierten Umschlagseite zitiert wird, falsch liegt. Nur eben: Die Kriterien der Medienprominenz und meine eigenen könnten weiter gar nicht auseinanderliegen. …