Lawrence Osborne: Welch schöne Tiere wir sind

Auf dem Umschlag wird Lionel Shriver mit den Worten zitiert: „Lassen Sie es mich klipp und klar sagen: Dies ist ein grossartiges Buch.“ Da mich Shrivers Wir müssen über Kevin reden schwer beeindruckt hat, gehe ich „Welch schöne Tiere wir sind“ höchst positiv gestimmt an – und werde nicht enttäuscht. Hydra, Griechenland, Leonard Cohen wohnte …

Georg M. Oswald: Vorleben

Sophia, 38, ist Journalistin, Daniel, 48, ein berühmter Cellist, der sie fragt: „Sie wissen also überhaupt nicht, wer ich bin?“, als sie sich zu ihm an den Tisch gesetzt hatte. So hatten sie sich kennengelernt. Und so kommentiert das der Autor Georg M. Oswald: „Jedes Paar erzählt die Geschichte, wie es sich kennengelernt hat, immer …

Lisa Taddeo: Three Women – Drei Frauen

Die Literatur-Kritik habe sich beinahe durchwegs nur wenig begeistert gezeigt, den Kritikerinnen seien die Frauen viel zu wenig emanzipiert gewesen, so die „Sonntagszeitung“ in Zürich, und „Die Zeit“ schrieb: „Aus feministischer Sicht ist es ein Scheissbuch.“ Ich fühle mich wieder einmal bestätigt – Literatur-Kritik und „Die Zeit“ brauche ich wirklich nicht zur Kenntnis zu nehmen. …

Madlen Ziege: Kein Schweigen im Walde

Begeisterung ist bekanntlich ansteckend und diejenige der Verhaltensbiologin Madlen Ziege springt sofort rüber. Die Wälder, Wiesen und Gewässer ihres Heimatdorfes in Brandenburg charakterisiert sie so: „Hier zirpte, muhte und schnatterte es nur so um mich herum, und ich bemühte mich früh darin, mit meinen Mit-Lebewesen in Kontakt zu treten.“ Auch Völker, die die Natur für …

Lionel Shriver: Eine amerikanische Familie

Nicht wenige haben heutzutage das Gefühl, dass die Dinge aus dem Ruder laufen, die Welt, jedenfalls die gewohnte, dabei ist, sich aufzulösen. Dass Egomanen an der Spitze von demokratisch regierten Ländern stehen, war zwar schon immer so, aber noch nie (so scheint es) haben sie so offensichtlich gewütet. Trotzdem geht es den Menschen in den …

Lionel Shriver: Wir müssen über Kevin reden

Durch ein Interview im Fernsehkanal der BBC bin ich auf Lionel Shriver aufmerksam geworden. Ich erinnere mich nicht mehr, was sie damals gesagt hat, doch geblieben ist mir der Eindruck von einer erfrischend eigenwilligen, höchst differenziert argumentierenden Frau. Geboren 1957 in Maryland, USA, lebt sie mit ihrem Mann, dem Jazzmusiker Jeff Williams, in London und …

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