Alexej Nawalny: Patriot

Der Auftakt zu diesen Erinnerungen liest sich wie ein Thriller: Aufgrund einer Giftattacke versagen Alexej Nawalnys Sinne den Dienst, er legt sich auf den Flugzeugboden, halluziniert, und erlebt in der Folge eine langwierige Genesung, Das ist derart packend und eindringlich geschildert, man glaubt man sei vor Ort mit dabei. Rückblende. Zu Alexej Nawalnys ersten Kindheitserinnerungen …

Arkadi Babtschenko: Im Rausch

Ich bin sofort drin in diesem Buch, fühle mich gepackt von der knappen no-nonsense Sprache, aber auch von der Realität des russischen Lebens, wo sich die Frage, was man denn gerne mit seinem Leben anfangen möchte, offenbar gar nicht stellt – man macht das, was sich anbietet. Russland sei ein Land im permanenten Kriegszustand, so …

Andrej Kurkow: Tagebuch einer Invasion

Andrej Kurkow ist ethnischer Russe, lebt seit jeher in Kyiiw und ist auch deswegen quasi prädestiniert (ein anderer Grund ist, dass er ein aufmerksamer und nachdenklicher Beobachter ist), sich zum russischen und ukrainischen Nationalcharakter zu äussern. Der Fatalismus, der den Russen eignet, gibt es in der Ukraine nicht. „Ukrainer sind selten niedergeschlagen. Sie sind auf …

Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht

Brüssel, 2019. Die Retrospektive der Schwarzweissfotografien ihrer verstorbenen Freundin Dina, bringt Keto, Ira und Nene zurück ins Georgien von 1991, als das Land sich von der UdSSR befreite und unabhängig wurde. „Dann stellt der Museumsdirektor aus Rotterdam ein paar kunsthistorische Thesen auf, zwei Foucault-Zitate dürfen nicht fehlen, dann folgt irgendein Zitat von Helmut Newton (…) …

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