Tom Franklin: Wilderer

Tom Franklins Krumme Type, krumme Type hat mich nicht zuletzt auch deswegen beeindruckt, weil ich mich bei den Naturschilderungen so recht eigentlich mit vor Ort fühlte, ein Eindruck, der sich auch bei den vorliegenden Geschichten wieder einstellte. Übrigens: „Ich weiss natürlich, dass Arkansas für die meisten Leuten zum Süden zählt, aber es ist nicht mein …

Percival Everett: Ausradiert

Es gilt eine Entdeckung anzukündigen: „Ausradiert“ von Percival Everett, ein facettenreicher Lesegenuss erster Güte. Die Rahmenhandlung geht so: dem Schriftsteller und Afroamerikaner Thelonius „Monk“ Ellison wird vorgeworfen, dass seine Bücher nicht nur schwer verständlich, sondern vor allem nicht schwarz genug seien, zu wenig Ghettoliteratur eben. Ihm selber ist genau diese (von Kritik und Publikum begeistert aufgenommene) total …

Rolf Lyssy: Swiss Paradise

Wüsste man nicht, dass der Autor dieses autobiografischen Berichts Filmemacher ist, würde man es nach diesem fulminanten Auftakt vermuten: „Ich hätte mich ohrfeigen können. Freiwillig war ich in die Klinik eingetreten, auf Anraten meines Psychiaters Dr. K. Zuvor hatten wir es drei Monate lang mit ambulanter Gesprächstherapie und Psychopharmaka versucht. Vergeblich.“ Wer würde da nicht …

Maja Linnemann: Letzte Dinge

Tod und Bestattungskultur in China“ lautet der Untertitel dieses Buchs von Maja Linnemann, die in ihrer Einführung auch auf einen 2012 erschienen wissenschaftlichen Sammelband hinweist, in dem es um aktuelle Bestattungstrends in Japan, Korea und der Volksrepublik China geht, dessen Titel für den heutigen Umgang mit dem Tod symptomatisch ist:  Invisible Population: the Place of …

Charles Jackson: Das verlorene Wochenende

„Grossartig und erschreckend … der beste Roman über Alkoholismus, den ich je gelesen habe“, soll Kingsley Amis über Charles Jacksons Das verlorene Wochenende  gesagt haben. Mein bester ist er nicht – meiner ist James Freys A Million Little Pieces – doch ein guter, ja ein wirklich guter, das ist Das verlorene Wochenende  schon. Manhattan 1936, die Zeit der Weltwirtschaftskrise (The …

Jack Kornfield: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens

„Die meisten westlichen Menschen haben kein Interesse daran, als traditionelle Priester, Mönche oder Nonnen zu leben; doch viele von uns möchten das Leben in unserer Welt mit einer echten spirituellen Praxis verbinden. Dieses Buch handelt von dieser Möglichkeit“, leitet Jack Kornfield seinen Klassiker Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens  ein. Jack Kornfield trat …

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Erste Schritte