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Erste Schritte

Rainer Fabian: Das Rauschen der Welt

Bei einem Attentat im fiktiven südamerikanischen Land Matatudo (unschwer als Brasilien auszumachen) hat Kohner, Reporter bei einem Hamburger Magazin (der Autor Rainer Fabian war Stern-Reporter und während 15 Jahren Korrespondent für Lateinamerika) seine Frau Anna verloren. Jahre später wird Kohner eine Kassette mit mysteriösen Alltagsgeräuschen (aus der Grossstadt, aber auch aus dem Urwald) zugespielt. Ist …

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Yoko Ogawa: Der Duft von Eis

Seit ich im Alter von 17 mein erstes Buch über Zen-Buddhismus gelesen habe, fühle ich mich Japanischem emotional verbunden. Ich verbinde damit eine Reduktion auf wirklich Wesentliches – und diese wirkt auf mich ästhetisch, schön und klar. Auch mein bisher einziger Japan-Besuch von vor drei Jahren tat dem keinen Abbruch. Daher mein Interesse an diesem …

Keiichirō Hirano: Das Leben eines Anderen

Kaum etwas ist für uns Menschen so leitend wie unsere Erwartungshaltungen, weshalb ich denn auch, als ich las, dass der Autor Keiichirō Hirano aus Gamagōri stammt, diesen Roman noch positiver angehe als ich das eh schon tue, denn mit Gamagōri verbinde ich gute Erinnerungen, und unter diesen zwei Schnappschüsse einer Tür, an der zuerst eine …

Maja Linnemann: Letzte Dinge

Tod und Bestattungskultur in China“ lautet der Untertitel dieses Buchs von Maja Linnemann, die in ihrer Einführung auch auf einen 2012 erschienen wissenschaftlichen Sammelbande hinweist, in dem es um aktuelle Bestattungstrends in Japan, Korea und der Volksrepublik China geht, dessen Titel für den heutigen Umgang mit dem Tod symptomatisch ist:  Invisible Population: the Place of …

Isaku Yanaihara: Mit Alberto Giacometti

„Es war mir nicht bewusst, aber er hat mich durch seine Art, zu sein und zu denken, enorm beeinflusst“, notiert Isaku Yanaihara auf den ersten Seiten von Mit Alberto Giacometti.  Annette Giacometti, Albertos Witwe, hat dieses Tagebuch, als es in Tokio in den Handel kam, mit einem weltweiten Bann belegt. Vermutlich lag das daran, dass sie …

Mieko Kawakami: Brüste und Eier

Japan fasziniert mich seit meiner Jugend, hauptsächlich des Zen wegen. Seit ich vor eineinhalb Jahren selber für ein paar Wochen vor Ort war und während dieser Zeit Haruki Murakamis 1Q84 verschlang, bin ich Murakami-Fan. Wenn nun also Murakami Mieko Kawakamis Brüste und Eier in den Himmel lobt („So grossartig, dass es mir den Atem raubt“), …

Paul McNeive: Resistent

Es geht um Rache in diesem rasanten Thriller, Rache an den Amerikanern, die den Japanern mit den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki unermessliches Unheil zugefügt haben. Zur Erinnerung: In Hiroshima wurden einhunderttausend Menschenleben ausgelöscht, in Nagasaki fünfzigtausend. Innert drei Tagen. Dazu kamen tausende an den Folgen der Strahlung ums Leben. Reiche japanische Geschäftsleute tun sich …

Keigo Higashino: Unschuldige Täter

Seit ich vor einem Jahr drei Wochen durch Japan gereist bin, lese ich japanische Bücher neu – ständig tauchen Bilder in meinem Kopf auf, wähne ich mich vor Ort und mit dabei. Im Zug, im Hotel, bei den Begegnungen der Menschen. Den Umgang der Japaner mit Fremden erlebte ich als höflich und zuvorkommend, die gegenseitige …

Jean-Philippe Toussaint: Der USB-Stick

Jean Detrez leitet eine Abteilung der Europäischen Kommission für Strategische Zukunftsforschung. Dass er selber nicht sagen kann, was das genau ist (er kann hingegen ausführlich darüber referieren, was es nicht ist), ist so recht eigentlich ein Merkmal bürokratischer Ungetüme, deren Sinn und Zweck der Arbeitsplatzbeschaffung für diplomierte, systemangepasste Menschen ist, für die es sonst keine …

Abt Muho: Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück

Abt Muho, 1968 als Olaf Nölke in Berlin geboren und jetzt mit seiner Frau und seinen drei Kindern im japanischen Antaiji lebend, geht es in seinem Buch Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück um die grossen Fragen unseres Menschseins: Wie wollen wir leben? Und wie wollen wir sterben?  „Es geht dabei um die einzige Frage, die zählt: …