Steven Pinker: Aufklärung jetzt

Wer könnte nicht für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt sein, war einer meiner ersten Gedanken, als ich dieses umfangreiche Werk zur Hand nahm. Der Ökonom Friedrich Hajek bemerkte dazu 1960: „Wenn alte Wahrheiten ihren Einfluss auf das Denken der Menschen behalten sollen, müssen sie von Zeit zu Zeit in der Sprache und den Begriffen der …

Daniel Gascón: Der Hipster von der traurigen Gestalt

Ein wohlmeinender Naivling aus der Stadt zieht aufs Land. Warum jemand von der Stadt aufs Land zieht, hat natürlich unterschiedliche Gründe, Geld und Liebeskummer figurieren dabei meist prominent. Im Falle von Enrique ist es die Ex-Freundin, die er zu vergessen versucht. Die Selbstverständlichkeiten der Stadt, von Hola Coffee zu Email Empfang, sind auf dem Land …

Thomas Clayton Wolfe: Die Geschichte eines Romans

Als dieser Titel in der Verlagsvorschau meine Aufmerksamkeit fand, war mir nicht bewusst, dass es sich beim Autor um den berühmten Thomas Wolfe von „Schau heimwärts. Engel“ und von „Zeit und Strom“ (der in meiner noch ungelesenen Version „Von Zeit und Fluss“ heisst) handelt. Auch war mir nicht bekannt, dass er nicht einmal 38 Jahre …

Véronique Bizot: Eine Zukunft

Es dauert, bis ich in den Text reinkomme – die Bandwurmsätze sind gewöhnungsbedürftig. Doch einmal drin, liest sich dieser Roman flüssig. Paul, Ingenieur von Beruf, wird von seinem Zwillingsbruder per Brief gebeten, im Haus, das er gerade verlassen hat, nach dem Rechten zu sehen, er befürchte einen möglichen Rohrbruch. Um den es dann, wie zu …

Julie Otsuka: Solange wir schwimmen

Gleich mit den ersten Sätzen entwickelt dieser Roman einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann: Man befindet sich in einer Welt strenger Regeln, die von allen eingehalten werden, auch wenn sich der individuelle Charakter eben doch zeigt. Ich wähnte mich in einem science fiction. Ein Schwimmbad, das tief unter der Erde liegt und in …

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