Diesem Roman ist ein mir unverständliches Zitat (an der Sprache liegt es nicht) aus dem Rolling Stones-Song You can’t always get what you want (die Denker unter den Rockmusikern sind nicht besonders zahlreich, jedenfalls wenn man die Songtexte zum Massstab nimmt) vorangestellt, denn mit Täuschung (worum es in dem Zitat vermutlich geht), hat dieser gut …
Author Archives: hansdurrer
Am Wegrand
Sargans, am 28. Juni 2023
Helena Janeczek: Das Mädchen mit der Leica
Kein Genre, das ich problematischer erachte als die Biografie, abgesehen vielleicht von der Autobiografie, denn anzunehmen, ein Leben erfassen zu können, ist nachgerade grotesk, da dies implizit behauptet, zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden zu können und es eine Folgerichtigkeit gebe, obwohl man doch nicht einmal zu sagen vermöchte, was einem vor drei Minuten durch den …
Mulhouse
Mulhouse, am 29. Juni 2023
Christian Kraus: Tiefer als der Abgrund
Wer regelmässig Buchbesprechungen veröffentlicht, kriegt manchmal von Verlagen unaufgefordert Bücher zugeschickt. Da ich in der Schweiz meinen Wohnsitz habe, sind es meist Bücher mit einem Schweiz-Bezug, was ich einigermassen einfallslos finde. Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass eine Pressefrau (es sind fast immer Frauen, die in der Presseabteilung von Verlagen arbeiten), sich etwas gedacht hat …
Mulhouse
Mulhouse, am 29. Juni 2023
C. K. McDonnell: Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht
Autor C. K. McDonnell, so der Klappentext, sei auch als Stand-up-Comedian aktiv. Das erklärt auch seine Gabe, im Alltäglichen das Komische zu sehen. Ob sie ihm eine Frage stellen dürfe, fragt die Krankenpflegerin Schwester Birgit im Hospiz, wo Paul ehrenamtlich Bewohnern zuhört. „Warum fragen die Leute das immer?“, entgegnete er. „Erstens – du hast damit …
Weiterlesen C. K. McDonnell: Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht
Welpe
Welpe, Santa Cruz do Sul, am 28. Dezember 2021
Leslie Jamison: Der Gin-Trailer
Zu Leslie Jamisons Themen, mit denen sie sich schreibend auseinandersetzt, gehört wesentlich die Sucht. Sie tut dies in Form des Sachbuchs, mittels Essays oder, im vorliegenden Fall, als Roman. Mit Sucht ist hier nicht primär eine Substanzabhängigkeit gemeint, sondern eine Lebenshaltung, die sich dadurch auszeichnet, dass nichts jemals genügt. Jamisons Schreiben zeichnet sich dadurch aus, …
Locarno
Locarno, am 27. Juni 2023