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Erste Schritte

Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst

Anlass, mir dieses Buch vorzunehmen, war der Titel, denn ich kenne diesen Satz, allerdings auf Englisch, ich habe ihn sogar einem Kapitel meines Thrillers Herolds Rache vorangestellt. Ein hilfreicher Satz für Leute, die unter Süchten leiden, weil er deutlich macht, dass Süchtige (und alle anderen auch, aber eben nicht immer mit destruktiven Konsequenzen) jeden Unsinn zu glauben …

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Andrea Jungaberle: Yoga, Tee, LSD

Bewusstseinsveränderung in Wissenschaft und Alltag“ heisst der Untertitel, der erste Satz dann jedoch: „Warum befasse ich mich eigentlich mit Bewusstseinserweiterung“? Ist Bewusstseinsveränderung und Bewusstseinserweiterung dasselbe? Ist es nicht, wie der nachfolgende Satz verdeutlicht. „Als Anästhesistin und Notärztin bin ich hauptberuflich eher Expertin für den kunstvollen Bewusstseinsverlust.“ Schon verblüffend, dass mich die Verbindung Anästhesie/Bewusstsein erstaunt, dabei …

Candice Fox: Dark

„Ich blickte direkt in die Mündung einer Waffe. Auf leisen Sohlen war sie hereingeschlichen.“ Ein gelungener Einstieg, wenn auch sprachlich eher suboptimal. Eine Waffe auf leisen Sohlen? Es war nicht das einzige Mal, dass ich sprachlich über diesen Text stolperte, doch wurde dies wettgemacht durch die clevere, frische, rasante und äusserst packende Handlung. Keine Frage, …

Holly Whitaker: Quit Like A Woman

Wieso soll ich mir ein Buch antun, dessen Titel mir schon klar macht, dass ich nicht das Zielpublikum bin? Und dann diese saublöde Mode, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen, eine Fantasielosigkeit sondergleichen; der Untertitel im englischen Original The Radical Choice To Not Drink In A Culture Obsessed With Alcohol hätte mich übrigens um …

Vlada Mättig / Katharina Vogt: Rauschlos glücklich

An Bekenntnisbüchern herrscht in unseren Selbstdarstellungszeiten wahrlich kein Mangel. Um auf dem sogenannten Markt zu bestehen, muss man sich was einfallen lassen. Und genau das haben Vlada Mättig und Katharina Vogt, Freundinnen seit Kindheitstagen, getan. „Dieses Buch erzählt die Geschichte ihrer Freundschaft, die den Alkohol bezwungen hat – und es macht Mut, sich Konventionen und …

Toby Muse: KOKAIN

„Der tödliche Weg des KOKAINS aus dem Dschungel in die Grossstadt“  heisst der Untertitel dieses hoch gepriesenen Werkes (unter anderen von John Lee Anderson, einem Nordamerikaner, der sehr viel von Lateinamerika versteht und „Che – Die Biografie‘ geschrieben hat), doch ich frage mich, weshalb der Weg, den das Kokain nimmt, eigentlich relevant sein soll. Ist das …

Marion Zechner: Bewölkt aber trocken

„Ein Roman-Debüt, in dem tiefer Ernst und überbordernder Witz auf grossartige Weise zusammenkommen“, lese ich auf dem Buchumschlag. Da habe ich offenbar ein ganz anderes Buch gelesen. Auf mich wirkte die Lektüre extrem detailreich (jeder Gedanke, welcher der Protagonistin durch den Kopf geht, scheint ihr wert, aufgezeichnet zu werden – sogar was es in der Klinik …

Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten

Sahra Wagenknecht gehört zu wenigen Politikerinnen (Männer eingeschlossen), die ich ertrage, da ich mich von ihr nicht intellektuell beleidigt fühle (die meisten überbieten sich darin, sich anzubiedern, der Mehrheit nach dem Mund zu reden). Dieses Buch, schreibt sie im Vorwort, ist „ein ausdrückliches Plädoyer für eine liberale, tolerante Linke anstelle jener illiberalen Denkströmung, die heute …

Michael McCarthy: Faltergestöber

Dass es exponentielles Wachstum gibt, ist mir erst in der Corona-Zeit wirklich bewusst geworden, obwohl ich das berühmte Seerosenbeispiel schon lange kannte. Dass sich die Weltbevölkerung in nur vierzig Jahren, von 1960 bis 2000 von drei auf sechs Milliarden verdoppelt hat, ist mir jedoch überhaupt nicht klar gewesen. „Im Jahrzehnt darauf kam eine weitere Milliarde hinzu …

Jia Tolentino: Trick Mirror

Eigenen Angaben zufolge ist die 1988 geborene Jia Tolentino seit ihrem zehnten Lebensjahr internetsüchtig. Die anfängliche Begeisterung hat sich allerdings gewandelt. So um 2012 geschah das, vermutet sie. „Während wir früher die Freiheit hatten, online wir selbst zu sein, waren wir nun online an uns selbst gekettet, und das machte uns unsicher.“ Vor allem aber …