La Spezia, Ligurien, am 27. Oktober 2019
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J.G. Ballard: High-Rise
Fällt der Name J.G. Ballard, fällt auch unweigerlich das Wort Dystopie, denn in seinen Romanen – jedenfalls in denen, die ich kenne – brechen regelmässig die Barrieren der Zivilisation, löst sich die gewohnte Ordnung auf, gelten die vertrauten Regeln nicht mehr. High-Rise erschien ursprünglich 1975, könnte jedoch auch aus dem 2005 oder 2035 stammen. Denn Ballards …
Bonassola
Bonassola, Ligurien, 27. Oktober 2019
Anna Karolina Larsson: Der Pavian
„Schnell, witzig und ganz schön hart … Ein sensationelles Debüt aus Schweden“, preist der Verlag diesen Thriller. Und hat Recht damit, da stimmt alles, wirklich alles. Worum geht’s? Amanda und ihre ältere Schwester Sanna wachsen in einem kleinen Ort in Östergötland in einer für schwedische Verhältnisse relativ anormalen Familie auf: ihre Eltern sind nicht geschieden, sie …
Kopenhagen
Kopenhagen, Frederiksberg, Dänemark, 2016
Max Frisch: Entwürfe zu einem dritten Tagebuch
Anlässlich der Veröffentlichung dieses Tagebuchs publizierte die Weltwoche einen Artikel darüber, wer denn nun eigentlich die Deutungshoheit über Frisch habe, Professor Muschg oder Professor von Matt. Ganz so, als ob es einer Autoritätsdeutung bedürfe. Nun ja, ich kann selber lesen und mir auch selber eine Meinung bilden. Und diese weicht von derjenigen des Herausgebers von …
Lukmanier
Stausee auf dem Lukmanier, Schweiz, Oktober 2016
Unter der Haut: Eine literarische Reise durch unseren Körper
Die Bücher, die mich bereits auf den ersten Seiten lachen und zustimmend nicken lassen, sind selten, sehr selten. Es liegt an Sätzen wie etwa diesem: „Was an den Eingeweiden oder der Hirnschale macht uns zu dem, was wir sind?“ Er stammt aus der Einleitung von Thomas Lynch; ich selber wäre wohl gar nie auf so …
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Santa Cruz do Sul
Santa Cruz do Sul, Brasilien, Januar 2019
Ariadne von Schirach: Die psychotische Gesellschaft
„Diese Welt verschlägt mir den Atem. Man kommt gar nicht mehr hinterher mit dem Mitdenken und Mitfühlen, und doch beginnt jede Veränderung mit dem Annehmen und Beschreiben dessen, was ist“, hält Ariadne von Schirach treffend fest. Nur hält sie sich selber nicht dran und beginnt stattdessen mit einer Zuschreibung. Konkret: Sie behauptet, die gegenwärtige „Auflösung …
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