Tanja Maljartschuk: Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus

Tanja Maljartschuk, 1983 in der Ukraine geboren, 2011 nach Wien emigriert, „ist inzwischen neben einer der wichtigsten ukrainischen Autorinnen auch zur bedeutenden Schriftstellerin deutscher Sprache geworden. Sie wurde u.a. mit dem Bachmann-Preis 2018 und dem Usedomer Literaturpreis 2022 für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.“ Ich nehme das einigermassen verwundert zur Kenntnis. Einerseits, weil diese Zuschreibungen im Superlativ …

Thomas Metzinger: Bewusstseinskultur

„Wir müssen uns ehrlich machen.“ So beginnt dieses Buch. Wir sind also nicht ehrlich, schliesse ich daraus, sondern müssen es erst noch werden. Das verlangt eine Anstrengung, eine praktische, keine, die sich auf Kopfeinsichten beschränkt. Angesichts der menschlichen Neigung zum Selbstbetrug ist das kein geringes Unterfangen. „Seit einem halben Jahrhundert wissen wir, dass das alte, …

Funny van Dannen: Angst vor Gott

Der englische König begegne der Schweiz mit sehr viel Sympathie, lautete letzthin eine der Schlagzeilen des Boulevardblattes Blick, die den Schweizer Botschafter in London zitierte. Womit wieder einmal demonstriert wäre, wie unglaublich kompetent die Medien ihre Informationsaufgabe nehmen und wie überflüssig der Schweizer Botschafter in London ist. Natürlich meine ich das nicht im Ernst; natürlich …

Jasmin Darznik: Was wir sahen, was wir träumten

Als ich vor mehr als zwanzig Jahren eine Magisterarbeit über Dokumentarfotografie schrieb, gehörte Dorothea Lange zu den Fotografinnen, die mich beeindruckten. Vor allem geblieben ist mir ihr Satz, dass die Kamera sie das Sehen gelehrt habe, eine Aussage, die ihre Biografin Jasmin Darznik im vorliegenden Buch sehr schön ergänzt. „Will man ein wahrhaft gutes Bild …

Sabine Hossenfelder: Mehr als nur Atome

Diesem Werk ist ein Zitat von Carl Sagan vorangestellt, das die Grundhaltung der Autorin Sabine Hossenfelder, geboren 1976, zur Zeit Research Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies, sehr schön zusammenfasst: „Es ist weitaus besser, das Universum so zu begreifen, wie es wirklich ist, als in Täuschungen zu verharren, so befriedigend und beruhigend sie auch …

Chris Offutt: Ein dreckiges Geschäft

Der Auftakt ist eindrücklich, denn da wird aus der Sicht des 23jährigen Taxifahrers Albin, der einmal davon geträumt hat, Rennfahrer zu werden, seine Heimatstadt geschildert – es ist nicht das Amerika, das wir aus Fernsehserien kennen. Mick Hardin, Mordermittler bei der Army, Irakkrieg-Veteran, geschieden, abhängig von Schmerzmitteln, ist zurück in Rocksalt, einer Stadt mit drei …

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