Sopron, Ungarn, am 22. Oktober 2021
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Sylvia Geist: Weisses Wasser
Kanada, auf dem Land. Die kleine Mathilda ist verschwunden. Suchtrupps sind unterwegs, doch wie lange kann ein Kind alleine überleben? Die Einschätzungen liegen naturgemäss ziemlich auseinander, wie das bei Menschen eben so ist. Sensibel und differenziert beschreibt die Autorin Sylvia Geist die unterschiedlichen Charaktere dieses Romans, gelegentlich allerdings mit einer Logik sowie weit hergeholten Vergleichen, …
Andrej Kurkow: Im täglichen Krieg
Wer nicht selber vor Ort ist, kann sich Krieg wohl nicht wirklich vorstellen. Und auch die vor Ort erleben ihn unterschiedlich. Das Bild, das der Schriftsteller Andrej Kurkow vermittelt, macht einen auf Aspekte aufmerksam, von der die Tagesschau, die in der Regel offizielle Verlautbarungen weiterverbreitet, nicht berichtet. Etwa, dass sich Mönche aus dem Höhlenkloster Lawra …
Am Wegrand
Küblis, am 12. September 2023
Kotaro Isaka: Der Profi
Kabuto ist Auftragskiller, seit zwanzig Jahren; seine Aufträge kriegt er von einem Arzt. Ausgeschlossen ist sowas zwar nicht, doch ein besonders realitätsnahes Szenario ist es nicht gerade. Mit anderen Worten: Thriller dienen der Weltflucht. Und manchmal, wie in diesem Falle, lehren sie einen auch etwas über das richtige Leben. Kabuto hat Frau und Sohn und …
Mishima
Mishima, Japan, April 2019
Tahir Chaudhry: Wem diente Jeffrey Epstein?
Vermutlich ist es naiv, anzunehmen, dass man bei einem Titel wie Wem diente Jeffrey Epstein? eine klare Antwort bekommen wird, denn sie gibt es wahrscheinlich nicht. Jedenfalls nicht in diesem Buch, für das sein Autor, der deutsch-indische Journalist Tahir Chaudhry, umfangreiche Recherchen betrieben hat, die er mit Literaturangaben dokumentiert. Sein Wissen, und dies ist die …
Am Wegrand
Sargans, am 19. April 2023
Maud Ventura: Mein Mann
Die Ich-Erzählerin empfindet nach 15 Jahren Ehe die Beziehung zu ihrem Mann als symbiotisch und auch ihre beiden Kinder leben in Symbiose. Zudem bewohnen sie ein wunderschönes Haus. Und auch der Job als Englischlehrerin passt perfekt zu ihr. Besser geht eigentlich gar nicht. Nur eben: So mögen Normalsterbliche denken, sie selber ist ein Kontrollfreak erster …
Aiki Mira: Proxi
Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch ein Zitat von Andreas Eschbach, dessen Die Abschaffung des Todes ich letzthin richtiggehend verschlungen habe. Zu spät habe ich dann bemerkt, dass sich seine Empfehlung auf ein anderes Buch und da vor allem auf die Sprache bezogen hat. Kurz und gut: Nach gut fünfzig Seiten habe ich …