Clarice Lispector: Wofür ich mein Leben gebe

Clarice Lispector, 1929 in der Ukraine geboren, im Nordosten Brasiliens aufgewachsen, hat Jura studiert, als Lehrerin und Journalistin gearbeitet, lebte als Diplomatengattin auch in Bern und starb im Alter von 56 Jahren in Rio de Janeiro. Ihre Erzählungen haben mich begeistert, Benjamin Mosers Biografie über sie ebenso, doch was es genau ist, das mir ihr …

Jenny Lund Madsen: 30 Tage Dunkelheit

Ich bin sofort drin in diesem Text, in dem eine kommerziell wenig erfolgreiche Schriftstellerin anlässlich einer Buchmesse in Kopenhagen mit einem auf dem Markt sehr erfolgreichen Krimiautor aneinander gerät. Bei den wirtschaftlich Erfolgreichen, argumentiert die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix, „gibt es Antworten, gute Menschen und böse Menschen, Probleme, die alle gelöst werden. In Hannahs Romanen gibt …

Joël Dicker: Die Affäre Alaska Sanders

Die zunehmende, teilweise selbst geschaffene Komplexität unseres Lebens macht uns unter anderem bewusster, dass wir so recht eigentlich immer orientierungsloser werden. Zu wissen, wer wir sind, scheint dringender denn je – und dies führt unter anderem dazu, dass einige ganz besonders Verwirrte glauben, nur ein Schwarzer könne über Schwarze schreiben, nur eine Lesbe sich zu …

Peter Stamm: In einer dunkelblauen Stunde

Im Schweizer Fernsehen, ein Dokumentarfilm über den Schweizer Schriftsteller Peter Stamm. Wie porträtiert man einen Mann, der schreibt? Die beiden Filmemacher, eine junge Frau namens Andrea und ein junger Mann mit Namen Tom, zeigen ihn beim Gehen, beim Reden, beim Besuch von Becketts Grab in Paris. Besonders aufregend ist das nicht, doch die Dokumentation gefällt …

Rebecca Solnit: Orwells Rosen

Nach einem anstrengenden Jahr war Rebecca Solnit nicht nur erschöpft, sondern ernsthaft krank und hätte sich eigentlich zu Hause erholen sollen, doch sie hatte vertragliche Verpflichtungen für Lesereisen in England, deren Nichteinhaltung sie teuer zu stehen gekommen wäre, und so raffte sie sich auf zu dieser am liebsten abgesagten Reise, und entdeckte, was sie gar …

Hervé Guibert: Zytomegalievirus

Der Schriftsteller Hervé Guibert liegt, geschwächt von einer HIV-Infektion, im Krankenhaus. Eine Herpesvariante, das Zytomegalievirus, bedroht ihn mit dem Erblinden. „’Wenn das Zytomegalievirus aus irgendeinem Grund nicht so früh entdeckt worden wäre, dann hätte ich das Auge verloren, wäre das eine Frage von Monaten gewesen, von Wochen oder von Tagen?‘ ‚Von Tagen‘, antwortet sie. Vielleicht …

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