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Erste Schritte

Stephen Amidon: Das Ende von Eden

Ein ungemein packender Einstieg, ein rasanter Erzählstil voller Witz, der sich auch so toller Ausdrücke bedient wie „Armleuchter“, und Schilderungen enthält, die mich laut heraus lachen lassen. „Sein Blick war fest auf die Cops gerichtet, seine Stirn so stark gerunzelt, dass es aussah, als befände er sich im Anfangsstadiums eines Schlaganfalls. Er sagte kein Wort, …

Garry Disher: Barrier Highway

Constable Paul Hirschhausen (Hirsch) ist für eine verschlafene Ortschaft auf dem Land zuständig, wo die Menschen genauso leben und sterben wie in der Stadt, und wo es auch zu den zahlreichen unerfreulichen Ereignissen kommt, ohne die der Mensch offenbar weder sein kann noch will. Und auch auf dem Land gilt, was in den Städten gilt: …

Amanda Cross: Tödliches Erbe

Amanda Cross ist ein Pseudonym, hinter dem sich eine feministische Literaturwissenschaftlerin verbirgt, die von 1926 bis 2003 lebte und an der Columbia University in New York unterrichtete. Übersetzt wurde der vorliegende Kriminalroman von der diplomierten Übersetzerin Monika Blaich (geboren 1942) und dem gelernten Zeitungsredakteur Klaus Kamberger (geboren 1940), wie der Verlag wissen lässt. Dies ist …

Alexander McCall Smith: Der talentierte Herr Varg

Dass Alexander McCall Smith, emeritierter Professor für Medizinrecht an der Universität Edinburg, Träger von dreizehn Ehrendoktorwürden sowie Verfasser von über achtzig Romanen, einen Kriminalroman über einen talentierten Kriminalpolizisten namens Ulf Varg schreibt, der in Schweden lebt, ist irgendwie naheliegend, weil der Autor selber ein überaus talentierter Mann ist, der lange in Botswana gelebt hat, und …

Tove Alsterdal: Sturmrot

Im Alter von 14 gesteht Olof Hagström in Ådalen im Norden Schwedens, die 16jährige Lina Stavred ermordet zu haben. Als er 23 Jahre später auf dem Weg nach Stockholm bei seinem Elternhaus vorbeischaut, findet er seinen Vater tot vor, ermordet mit einem Jagdmesser. Kurz darauf steht das Haus in Flammen, der Sohn wird verletzt im …

Alan Parks: Bobby March Forever

Der erste Satz sei entscheidend, sagen die einen, der erste Absatz die andern. Im Falle von Bobby March Forever sind es für mich die ersten eineinhalb Seiten, die mich reingezogen haben. Dann war mir klar, dass ich es mit einem aussergewöhnlichen Buch zu tun habe, der Atmosphäre wegen, die es vermittelt. Und dies trotz der …

Garry Disher: Kaltes Licht

Der Auftakt überzeugt, zieht mich sofort rein in die Geschichte: Im Garten der Wrights auf der Blackberry Hill Farm südöstlich von Melbourne hat sich eine Schlange eingenistet. Eingefangen wird sie von zwei herbeigerufenen Schlangenfängern, die dabei auch auf ein Skelett stossen – ein Fall für Sergeant Alan Auhl, der aus der Pensionierung in den Dienst …

Ursula Hasler: Die schiere Wahrheit

Von Friedrich Glauser habe ich einiges gelesen, vor vielen Jahren – ich habe nur äusserst vage Erinnerungen daran; von Simenon habe ich auch einiges gelesen, das meiste ebenfalls vor vielen Jahren, doch mein letztes Buch von ihm liegt kaum ein Jahr zurück – gleichwohl, auch hier: nur sehr, sehr vage Erinnerungen. Mit anderen Worten: Ich …

Chris Offutt: Unbarmherziges Land

Ein guter Krimi zeichnet sich wesentlich dadurch aus, dass der Text Bilder im Kopf hervorruft, die einen gleichsam vor Ort mit dabei sein lassen. Im Falle von Chris Offutts Unbarmherziges Land hatte ich das Gefühl, neben dem alten Mann auf der Suche nach Ginseng durch den Wald zu gehen, so anregend war das geschildert. Dann …

Liam McIlvanney: Ein frommer Mörder

Dieser Krimi, ausgezeichnet mit dem schottischen Krimipreis, spielt im Glasgow der 60er-Jahre und basiert auf dem historischen Fall des Serienkillers Bible John. Verfasst wurde er von Liam McIlvanney, der als Professor für Schottland-Studien an der Universität von Otago, Neuseeland, lehrt. Detective Inspector Duncan McCormack, Asthmatiker und ursprünglich aus den Highlands, soll den Glasgower Kollegen bei …