Anne Enright: Die Schauspielerin

Schauspieler sind Süchtige, sage ich zu einer Freundin, abhängig von Zuneigung und Beifall. Was mich an ihnen fasziniert, erwidert sie, ist ihr Eintauchen in andere Leben. Mir gefiel ihr Einwand, die beiden Auffassungen schliessen sich ja nicht aus. Dies die Ausgangslage als ich Anne Enrights Die Schauspielerin (der schön gestaltete Umschlag, insbesondere das mich sehr […]

Anna Quindlen: Der Platz im Leben

Charlie und Nora Nolan sind seit über fünfundzwanzig Jahren verheiratet, leben in New York, mit den typischen Problemen von Leuten, denen es finanziell gut geht; ihre Zwillinge sind auf dem College. Charlie hat die Angewohnheit, Wörter zu Sätzen zu machen, mit Punkten dazwischen. „Du. Bist. Toll“, sagte er, als sie sich kennenlernten. Und Nora dachte […]

Debra Jo Immergut: Die Gefangenen

Frank ist Gefängnispsychologe, die ihm zugewiesene Miranda wegen Mordes zu 52 Jahren Haft verurteilt. Er kennt sie aus Schulzeiten und war damals von ihr auf eine Art besessen wie es meist nur Pubertierende sind. Sie kennt ihn nicht, weiss nichts davon, als sie ihm zur Therapie zugewiesen wird. Er weiss, dass er nicht therapeutisch tätig […]

Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau

Mein liebster Satz von Clarice Lispector ist Liberdade é pouco. O que eu desejo ainda não tem nome. Wo ich ihn her habe, weiss ich nicht mehr, doch er prägt mein Bild dieser 1920 als Tochter jüdischer Eltern in der Ukraine geborenen und im ärmlichen Nordosten Brasiliens aufgewachsenen Frau, die Jura studierte, als Lehrerin und […]

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