Rients R. Ritskes: Lerne zu denken, was du denken willst

Warum sollte ich ein Zen-Buch von einem Holländer lesen? Wäre es nicht gescheiter, mich mit einschlägigen Werken von Japanern zu beschäftigen? Nun ja, eines meiner ersten Zen-Bücher stammte auch von einem Holländer (Janwillem van de Wetering: Der leere Spiegel), und Japaner sind mir nicht unvertraut (Daisetz Teitaro Suzuki, Shunryu Suzuki); dazu kommt:: Der Blick von …

Clarice Lispector: Wofür ich mein Leben gebe

Clarice Lispector, 1929 in der Ukraine geboren, im Nordosten Brasiliens aufgewachsen, hat Jura studiert, als Lehrerin und Journalistin gearbeitet, lebte als Diplomatengattin auch in Bern und starb im Alter von 56 Jahren in Rio de Janeiro. Ihre Erzählungen haben mich begeistert, Benjamin Mosers Biografie über sie ebenso, doch was es genau ist, das mir ihr …

Konstantin Wecker / Bernard Glassman: Es geht ums Tun und nicht ums Siegen

Buchtitel sind häufig irreführend, so auch dieser. Denn wer sich, wie der Klappentext behauptet, eine „leidenschaftliche Anstiftung, sich einzumischen, der nie der Humor oder die Bodenhaftung abhandenkommt“ erwartet, wird einigermassen verblüfft sein, dass er hier die meiste Zeit etwas ganz anderes vorgesetzt bekommt. Zuallererst eine Einführung von Christa Spannbauer, die darin ihrer Bewunderung für den …

Shunmyo Masuno: Zen Your Life

Als ich dieses Buch zur Hand nehme, frage ich mich unwillkürlich, ob es nach all den Büchern über Zen, die ich gelesen habe, wirklich noch ein anderes braucht. Doch, ja, denn obwohl ich, wie ich glaube, für mich Wesentliches über Zen begriffen habe, muss ich immer wieder daran erinnert werden, da ich allzu leicht und …

Leonard Cohen: SO LONG

Mit Leonard Cohen verbinde ich in erster Linie die Songs Suzanne und So long Marianne sowie Raubdrucke seiner Texte, die ich im damals geteilten Berlin erstanden hatte. Obwohl ich keinen Zugang zu diesen Texten hatte, fühlte ich mich trotzdem in guter Gesellschaft, denn da war so ein Nimbus um diesen attraktiven Mann, von dem ich …

Fleur Sakura Wöss: Innehalten

So recht eigentlich sagt der Titel „Innehalten“ schon alles, denkt es so in mir, bevor ich das Buch überhaupt aufgeschlagen habe, und bin dann positiv überrascht, wie viel man dazu noch sagen kann. Von Martin Heidegger habe ich einmal gelesen, dass er darüber gestaunt habe, dass es tatsächlich etwas gibt und nicht vielmehr nichts. Daran fühlte ich …

Bernard Glassman: Anweisungen für den Koch

Es gibt Bücher, die will man, kaum hat man ein paar wenige Seiten gelesen, unverzüglich weiterempfehlen. Dazu gehört Bernard Glassmans Anweisungen für den Koch. Weil man da so wunderbar nützliche Sätze findet wie etwa diesen: „Der wahre Zen-Koch benutzt, was vorhanden ist, und macht das Bestmögliche daraus, statt sich darüber zu beklagen, was er alles nicht hat, oder …

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