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Erste Schritte

Karine Tuil: Diese eine Entscheidung

Die Ich-Erzählerin von Diese eine Entscheidung heisst Alma Revel, ist 49, getrennt lebend, Mutter von drei Kindern. Sie arbeitet als Ermittlungsrichterin bei der Terrorbekämpfung, ihr Metier ist die Beweiserhebung, die Abgründe der menschlichen Seele ihr tägliches Brot. „Wir erforschen die Gedanken und Absichten der Täter, wir haben das Bedürfnis nach Erklärungen – aber wozu? Am …

Noam Chomsky / Marv Waterstone: Konsequenzen des Kapitalismus

Der vorliegende Band versammelt Vorlesungen, die die beiden Autoren in den letzten drei Jahren an der University of Arizona gehalten haben. Es handelt sich um den Versuch, den systemischen Grundlagen unserer existenziellen Lebensumstände auf den Grund zu gehen. Der Reichtum der hier präsentierten Informationen ist höchst beeindruckend. „Gesunder Menschenverstand, das Selbstverständliche und die Macht“ ist …

Eberhard Rathgeb: Die Entdeckung des Selbst

Bereits nach den ersten Seiten ist mir klar, dass dies ein wesentliches Werk ist. Genauer: Ein für mich wesentliches, denn wofür Schopenhauer, Nietzsche und Kierkegaard stehen, ist mir nahe. „Die Gedanken der drei Aussenseiter trafen sich in einem entscheidenden Punkt, in der Ansicht, dass ein Leben gelebt werden muss, um verstanden werden zu können.“ Das …

Anne Applebaum: Die Verlockung des Autoritären

Unsere Zivilisation ist ein höchst gefährdetes Gebilde, das aus nicht viel mehr als einer sehr dünnen Schicht angelernten Verhaltens besteht, die jederzeit durchbrochen werden kann. So oder ähnlich äusserte sich Johannes Mario Simmel einmal, zumindest erinnere ich es so. Daran musste ich bei Anne Applebaums Die Verlockung des Autoritären immer wieder denken. Es ist ein …

Alexander Bogner: Die Epistemisierung des Politischen

Wäre der Untertitel nicht gewesen, den ich verstanden habe, hätte ich mir dieses Buch niemals vorgenommen, denn ich verstehe seinen Titel nicht. Im Gegensatz zu meinen Jugendjahren fühle ich mich deswegen zwar nicht blöd, doch mein Respekt für Leute, die sich so ausdrücken, hält sich in Grenzen. Und so befürchtete ich einen dieser akademisch unlesbaren …

Gilbert Keith Chesterton: Wenn ich nur eine einzige Predigt halten könnte

„Man nennt ihn den Apostel des gesunden Menschenverstands“, lese ich im Vorwort von Matthias Matussek zu diesen Essays und das gefällt mir, sehr sogar, denn wenn etwas in unserer Welt der Spezialisten Not tut, dann ist es zweifellos der gesunde Menschenverstand. Nur eben: Wäre dieser verbreiterter, wären ganz viele Spezialisten (unter anderem auch viele Therapeuten) …

Leonard Cohen: SO LONG

Mit Leonard Cohen verbinde ich in erster Linie die Songs Suzanne und So long Marianne sowie Raubdrucke seiner Texte, die ich im damals geteilten Berlin erstanden hatte. Obwohl ich keinen Zugang zu diesen Texten hatte, fühlte ich mich trotzdem in guter Gesellschaft, denn da war so ein Nimbus um diesen attraktiven Mann, von dem ich …

Sylvia Vetta: Pinselstriche

Sylvia Vetta schreibt seit 1998 für „The Oxford Times“ über Kunst und Antiquitäten. Der Kontakt mit Künstlern um Ai Weiwei inspirierte sie zu dieser fiktiven Künstlerbiografie, in der sie die Künstlerin ‚Kleiner Winter‘ im kalifornischen Berkeley ein Buch für ihre in Amerika geborene Tochter schreiben lässt. „Du warst ein so liebes Mädchen, Sara, aber Kinder …