Hans Ulrich Kempski berichtet

Journalismus, wie ein geflügeltes Wort sagt, sei „the first draft of history“ und der Journalismus von Hans Ulrich Kempski ist noch ein bisschen mehr, nämlich ein ziemlich ausgereifter Entwurf, der den Historikern nicht nur die Arbeit leicht macht, sondern sie ihnen so recht eigentlich abnimmt. Das liegt daran, dass Kempski ein ungemein genauer, ja detailbesessener …

Vincent Deary: Wie wir sind

An ein Buch, das als „atemberaubende Entdeckungsreise“ (The Guardian) gepriesen wird, geht man mit gespannter Vorfreude heran. Doch wenn dann von demselben Buch auch noch behauptet wird, es „könnte ihr Leben verändern“ (The Observer), weicht die Vorfreude einer schwer zu bändigenden Skepsis (war der Rezensent vielleicht dreiundzwanzig und für ernsthaftere journalistische Arbeiten ungeeignet?). Und dann …

Caroline Fourest: Generation Beleidigt

Die ersten zwei Sätze der Einleitung bringen es auf den Punkt: „Im Mai 1968 träumte die Jugend von einer Welt, in der es verboten ist zu verbieten. Die neue Generation denkt nur daran, zu zensieren, was sie kränkt oder ‚beleidigt‘.“ Soll man da wirklich ein Buch drüber lesen? Wäre nicht gescheiter, sich einfach von diesen …

Ted Lewis: Schwere Körperverletzung

Ted Lewis wurde 1942 in Manchester geboren, studierte an der Hull Art School, arbeitete in der Werbung und wird zur britischen Noir-Schule gezählt. Er „starb überraschend im Jahr 1982“, lese ich in der Kurzbiografie des Verlages. Als ich dann jedoch aus dem Vorwort von Derek Raymond erfahre, dass Lewis offenbar ein schwerer Alkoholiker („Und keiner …

Jürgen Leinemann: Höhenrausch

In seinem Buch „Höhenrausch. Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker“ hat der deutsche Historiker und langjährige Spiegel-Autor Jürgen Leinemann der Herkunft und Lebensgeschichte der politischen Akteure wie auch den sozialen Rollen, die sie spielen, nachgespürt. Und er hat, weil er nicht nur genau zu beobachten weiß, sondern oft auch Zusammenhänge bemerkt, die von viel Menschenkenntnis zeugen, Schilderungen …

Stefan Müller / Katja Gelbrich: Interkulturelle Kommunikation

Zuerst aufgefallen ist mir, dass dieses Buch von einem emeritierten Lehrstuhlinhaber für Marketing (Stefan Müller) und einer Lehrstuhlinhabern für Internationales Management (Katja Gelbrich) verfasst worden ist, von Leuten also, die nicht unwesentlich mit Fragen des Verkaufens befasst sind und damit speziell geeignet scheinen, sich über interkulturelle Kommunikation auszulassen. Es ist denn auch nicht verwunderlich, dass …

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