Jacques Lusseyran: Das wiedergefundene Licht

Dass dies ein aussergewöhnliches Buch ist, war mir bereits auf den ersten Seiten klar. Des Tons, aber auch der Sprache und der Einsichten wegen. Doch vor allem war da eine Lebensbejahung, die mich begeisterte. Er habe eine glückliche Jugend gehabt und nie einen metaphysischen Zweifel gekannt, notiert der Autor. „Gewiss hatte ich – wie alle …

Ralf Langroth: Mauern und Lügen

Ralf Langroth sei das Pseudonym eines erfolgreichen Autors, lese ich unter dem Bild des Autors und frage mich, weshalb jemand, der sich per Foto zu erkennen gibt, sich eines Pseudonyms bedient. Ich habe keine Zweifel, dass es dafür Gründe gibt, schliesslich lässt sich so ziemlich alles begründen. Wie auch immer: Anonymität und Bild finde ich …

Joakim Zander: Ein ehrliches Leben

Simon stammt vom Land, studiert an der juristischen Fakultät in Lund und lebt zusammen mit zwei Kommilitonen aus sogenannt besseren Stockholmer Familien in einer Wohngemeinschaft. Er fühlt sich nicht zugehörig, versucht, seinen ländlichen Dialekt zu verstecken, seine Mitbewohner nutzen ihn aus. Man glaubt schon recht früh zu spüren, dass er zugänglich ist für etwas, von …

Davide Longo: Am Samstag wird abgerechnet

Turin. Commissario Arcadipane wird frühmorgens aus dem Bett geklingelt, muss sich dann aber auf der Strasse um einen Hund kümmern und trifft deswegen mit Verspätung bei seinem im Wagen auf ihn wartenden Kollegen ein. Man lernt so nebenbei, dass es im italienischen Leben Dinge gibt, die nicht aufgeschoben werden können – die Arbeit hingegen schon. …

René Aguigah: James Baldwin

Der Kulturjournalist René Aguigah, Leiter des Ressorts Literatur bei Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, schrieb Teile dieses Buches in Los Angeles, „in Thomas Manns Exilvilla in Pacific Palisades, wo die Bundesrepublik heute eine Residenz für Forschende und Schreibende unterhält“ – vom Amerika, das James Baldwin erlebte, hat er nur gelesen. Eigentlich sonderbar, dass man jemanden porträtieren …

Zora del Buono: Seinetwegen

Zora del Buonos Vater starb 1963 im Alter von 33 Jahren bei einem Autounfall. Was ist wohl aus dem damals 28jährigen Unfallverursacher E.T. geworden, fragt sich die mittlerweile sechzig gewordene Autorin, und macht sich auf die Suche. Soweit der Rahmen dieser Geschichte, die allerdings noch ganz viel anderes erzählt, was hinter- und nebeneinander passiert und …

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