Karl Ove Knausgård: Lieben

„Lieben“ ist mein erstes Knausgård-Buch. Vermutlich ist es ja keine besonders gute Idee mit dem zweiten Roman (sein Vorläufer heisst „Sterben“) eines auf sechs Bände angelegten Projekts zu beginnen, doch ich bin sofort drin in der Geschichte, denn da beschreibt einer das Leben, so wie es ist, in allen Details. Das Buch handelt vom Leben …

Paul Collier / John Kay: Das Ende der Gier

Im Vorwort gehen die beiden Autoren auch auf SARS-CoV-2 ein. „Die Erfolge der Reaktionen sind in hohem Masse davon abhängig, ob eine Gesellschaft eher gemeinschaftsorientiert oder individualistisch und ob die Regierung dezentralisiert oder zentralisiert ist.“ Dabei weisen sie auch darauf hin, dass „Länder mit stärkerem Zusammenhalt und dezentraler Regierung wie etwa Deutschland, die Schweiz, Dänemark …

Hervé Guibert: Zytomegalievirus

Der Schriftsteller Hervé Guibert liegt, geschwächt von einer HIV-Infektion, im Krankenhaus. Eine Herpesvariante, das Zytomegalievirus, bedroht ihn mit dem Erblinden. „’Wenn das Zytomegalievirus aus irgendeinem Grund nicht so früh entdeckt worden wäre, dann hätte ich das Auge verloren, wäre das eine Frage von Monaten gewesen, von Wochen oder von Tagen?‘ ‚Von Tagen‘, antwortet sie. Vielleicht …

Gerd Gigerenzer: Bauchentscheidungen

Würde ich auf meinen Bauch hören, würde ich Bauchentscheidungen nicht lesen. Wenn mich nämlich der Klappentext informiert, dass der Autor ein weltweit renommierter Psychologe ist und das Gottlieb Duttweiler Institut ihn „als einen der 100 einflussreichsten Denker der Welt“ bezeichnet habe, sagt mir meine Intuition, dass wer mit solch eitlen Zuschreibungen hausieren geht, in einer …

Karl Hepfer: Verschwörungstheorien

Wir wissen nicht, woher wir kommen, nicht, was wir hier sollen, nicht, was nachher kommt. Wir sind also ziemlich verloren und so suchen wir Ordnung und Stabilität, ja mehr noch, Gewissheit. Nun ist, ausser dass wir sterben werden, so recht eigentlich gar nichts gewiss, was uns jedoch nicht davon abhält, um jeden Preis irgendwo Halt …

James Hamblin: Natürlich waschen!

James Hamblin, gemäss Klappentext „ehem. Arzt“, arbeitet heute als Autor, leitender Redakteur bei The Atlantic und Dozent an der Yale School of Public Health. Es ist das erste Mal, dass ich jemanden als „ehem. Arzt“ charakterisiert sehe – und ich finde das bemerkenswert, positiv bemerkenswert, denn es ist selten, dass jemand, der studiert hat, sich …

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