Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): ZFM 30: Was uns ausgeht

Was, um Himmels Willen, bewegt jemanden wie mich, der nur experimentelle Wissenschaft als Wissenschaft gelten lässt (und für methodologische Rechtfertigungsversuche bestenfalls ein müdes Lächeln übrig hat), eine Zeitschrift für Medienwissenschaften zur Hand zu nehmen? So recht eigentlich weiss ich das selber nicht, denn die Medien, die mich einst faszinierten, erlebe ich heutzutage nur noch als …

Christoph Schuch (Hg.): Antisemitismus und Recht

Der vorliegende Band baut auf einer Ringvorlesung an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin auf; die Beiträge, auf Deutsch und Englisch, beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten. Die für mich einzig relevante Frage: Lässt sich mit dem Recht der Antisemitismus bekämpfen? ist jedoch für die Autoren und Autorinnen viel zu konkret, als dass sie …

Geert Lovink: In der Plattformfalle

„Wir wollten die Pandemie nutzen, um uns auszuruhen und weiterzukommen. Das ist nicht gelungen. Die Bequemlichkeit des ewig Gleichen erwies sich als zu stark“, lese ich in der Einleitung. Und: „Wir gaben unsere Machtlosigkeit zu – dass unser Leben unbeherrschbar geworden war.“ Dass jemand den ersten der zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker zitiert, um damit …

Karl Hepfer: Verschwörungstheorien

Wir wissen nicht, woher wir kommen, nicht, was wir hier sollen, nicht, was nachher kommt. Wir sind also ziemlich verloren und so suchen wir Ordnung und Stabilität, ja mehr noch, Gewissheit. Nun ist, ausser dass wir sterben werden, so recht eigentlich gar nichts gewiss, was uns jedoch nicht davon abhält, um jeden Preis irgendwo Halt …

Frederic Hanusch, Claus Leggewie, Erik Meyer: Planetar denken

Der erste Eindruck. Ein clever gestalteter Umschlag, höchst ansprechende und gut platzierte Illustrationen. „Kann es sein, dass wir immer  noch nicht weit genug denken?“, lese ich im Vorwort – und bin gespannt, denn dass man Probleme nicht mir der Art Denken lösen kann, die diese Probleme hervorgebracht haben, wie Einstein bekanntlich meinte, liegt meines Erachtens …

Ursula Prutsch / Enrique Rodrigues-Moura: Brasilien. Eine Kulturgeschichte

„Wir halten es nicht mit Stefan Zweigs Bemerkung, der sagte: ‚Nichts ist so sehr typisch für den Brasilianer, als dass er ein geschichtsloser Mensch oder zum mindesten einer mit einer kurzen Geschichte ist.‘ Im Gegenteil, 515 Jahre sind eine lange Geschichte“, schreiben Ursula Prutsch und Enrique Rodrigues-Moura im Vorwort zu „Brasilien. Eine Kulturgeschichte“. Und sie …

Bernd Kortmann, Günther G. Schulze (Hg.): Jenseits von Corona

Es ist ein eigenartiges Phänomen, dass Studierte zu Allem und Jedem glauben eine Meinung haben zu müssen. Noch eigenartiger ist, dass sie ganz offensichtlich wenig geduldig sind (und da hatte ich doch immer gedacht, Geduld sei notwendig, wenn man etwas à fond studieren wollte) und sich bereits (wir sind doch gerade erst am Anfang) jetzt …

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