Ines Calic: Commissaria Markulin und Der kalte Sog des Meeres

Seit Ines Calics erstem Krimi über die Commissaria Markulin zieht es mich nach Istrien; dieser neue Band, der auch eine Liebeserklärung an Istrien ist, hat dieses Gefühl noch verstärkt.

Ines Calic beschreibt Istrien „als die neue, die noch ursprüngliche Toskana*, wo Italienisch und Kroatisch gleichberechtigte Sprachen sind, obwohl seit der Besatzung durch die italienischen Faschisten ein Schatten über allem liegt, was irgendwie Italienisch ist. Den häufigen, völlig unnötigen Gebrauch verschiedener kroatischer und italienischer Ausdrücke, die dann auch noch übersetzt werden, fand ich allerdings ziemlich bemüht.

Seit ihr Mann in Zagreb Opfer einer Autobombe wurde, arbeitet Commissaria Markulin als Ermittlerin in Pula, wo sie mit ihrem Sohn und ihrem Grossvater zusammen auf dem Gut der Familie wohnt. Wie die Autorin dieses Pula, eine Hafenstadt, beschreibt, etwa die Morgenstimmung im Herbst, lässt einen sich nicht nur mit vor Ort wähnen, man bedauert, dass man es alleine in Gedanken ist.

Der Unternehmer Jakov Tadic wird tot im Meer treibend aufgefunden. Commissaria Markulin und Komesar Baban werden beauftragt, sich des Falles anzunehmen. mit der gebotenen Sorgfalt selbstverständlich, denn der Mann hatte Geld, und auf nichts wird mehr Rücksicht genommen, denn Geld beherrscht bekanntlich die Welt.

In Zagreb treffen sich bei einer Einladung ein Anwalt, ein Bankier und der Justizminister; der Gastgeber informiert sie über einen texanischen Investor, der nächstens erwartet wird. Sehr schön führt Ines Calic hier vor, wie es auf der Welt zugeht: Geld verbündet sich mit Geld, die gegenseitige Unterstützung hat geschäftliche und nicht etwa persönliche Gründe, der finanzielle Profit steht über allem. Der Politik kommt bestenfalls eine untergeordnete Rolle zu; der Justizminister ist, wie Politiker generell, nur gerade das offizielle Feigenblatt.

Was hat der texanische Investor für Interessen? Bei der Pressekonferenz fragt eine gut informierte Journalistin: „Wie können Sie garantieren oder ausschliessen, dass in diesen von einem amerikanischen Geschäftsmann finanzierten Labors keine militärischen Technologien oder Güter entwickelt oder hergestellt werden?“ Commissaria Markulin und Der kalte Sog des Meeres ist ein höchst aktueller Krimi, in dem auch gezeigt wird, wie das Grosskapitel international Schlupflöcher sucht, und Europa sich von den USA abhängig macht.

Wirtschaftlich Erfolgreiche sind von Gier getrieben, die sie oft nicht einmal sich selber zugeben wollen, also bemühen sie sich um den zivilisierten Anschein, machen Einladungen, tun dem einem diesen und dem andern jenen Gefallen, verpflichtet sich die Leute. Commissaria Markulin will sich nicht darauf einlassen; ihr Grossvater, ein ehemaliger Partisanenkämpfer, beschwört sie, sich rauszuhalten, die Finger davon zu lassen. Gleichzeitig sagt er ihr: „Wer sich zum Schaf macht, den fressen die Wölfe.“

Geschichte, Kultur, Architektur, Korruption, Vetternwirtschaft, Geldflüsse aus der EU – die Istrien-Einblicke könnten umfassender nicht sein. Dabei macht Ines Calic deutlich, dass die Menschen durchaus wissen, was vor sich geht – auch ohne die Details zu kennen. Iva Markulin hingegen weiss Konkretes – und sie ist entschlossen, dagegen vorzugehen.

Commissaria Markulin und Der kalte Sog des Meeres handelt auch von Prostitution, Menschenhandel sowie der Medienmanipulation und klärt damit über ganz vieles auf, das die Welt von heute prägt. Die Botschaft könnte eindeutiger nicht sein: Es gilt, sich zu wehren. Übrigens wird nicht nur Istrien, sondern auch Triest sehr einnehmend geschildert.

Fazit: Abwechslungsreich, unterhaltsam, spannend und vielfältig informativ.

Ines Calic
Commissaria Markulin und Der kalte Sog des Meeres
Ein Istrien-Krimi
Rowohlt Polaris, Hamburg 2026

Michael Idov: Das Riga-Komplott

An Bord eines Linienfluges von Istanbul nach Riga ist auch der russlandkritische Blogger Anton, der dort vom CIA-Station-Chief Ari Falk erwartet wird, als über Belarus („… nur auf dem Papier ein souveräner Staat. In Wahrheit war es eher ein Testlabor für die russische Regierung, um zu sehen, mit wie viel Terror gegen die eigene Bevölkerung man davon kam.“) plötzlich Kampfjets aufsteigen und das Flugzeug zur Landung zwingen.

In Minsk muss sich Anton per Video als amerikanischer Agent zu erkennen geben. Auch hört er Schüsse, die einem mitreisenden Ehepaar in einer benachbarten Zelle gegolten haben. Anton kommt frei und wird zurück nach Istanbul geschickt, wo ihn Ari Falk erwartet. Kurz darauf wird Anton von Krämpfen geschüttelt und stirbt, auch Aris Gesundheit ist massiv beeinträchtigt. Gift natürlich, die Russen.

Wie in jedem guten Thriller, so lernt man auch in Das Riga-Komplott einiges über das politische Geschehen, das ja wenig mit dem Theater der Polit-Talkshows zu tun hat, sondern nichts anderes ist („ob nun Zar, Kommunisten oder postmoderne Machthaber“) als das rücksichtslose Durchsetzen von Machtinteressen. „… hatte die unausgesprochene Übereinkunft zwischen dem russischen Volk und seinen Herren immer darin bestanden, dass die eine Seite wegschaute, während die andere alles stahl, was nicht niet- und nagelfest war.“

Man erfährt in diesem Thriller nicht nur Nützliches über Geheimdienste und ihre Methoden, auch über Aspekte der Thriller-Psychologie werden wir (schmunzelnd. wie ich mir vorstelle) aufgeklärt. „Nach fünfundvierzig Jahren im Dienst durchschaute der Stellvertretende Direktor die Motive anderer, bevor sie es selbst taten – weil es, seien wir ehrlich, gar nicht so viele mögliche Motive gab.“ Und wir lernen, dass in Riga alle Russisch mit leichten Akzent sprechen, „sogar die in Riga lebenden Russen.“

Dann wird die CIA-Station in Riga angegriffen. Falks Mitarbeiter sowie die beiden Attentäter kommen ums Leben, ihm selber gelingt die Flucht. In London sucht er einen IT-Experten auf, der weiss, welche Information für wie viel wo zu holen sind.

Das Riga-Komplott operiert mit verschiedenen Erzählsträngen, die nicht immer plausibel zusammengeführt werden. Da begeht ein russisch-amerikanischer Milliardär in der Nähe von Albufeira Selbstmord, seine Tochter glaubt jedoch nicht daran und sucht ihn in Tanger, wo Ari Falk aus dem Nichts auftaucht und sie vor einem Killer in Sicherheit bringt!?

Nichtsdestotrotz: Das Riga-Komplott liest sich gut, liefert hilfreiche Einsichten („Weil er selbst ein überehrgeiziger Nachwuchsagent mit ausgeprägtem Hochstapler-Syndrom war, erkannte Falk diese Eigenschaften auch bei anderen.“), ist unterhaltsam, und besticht durch vielfältige Einsichten in Russisches. Michael Idov ist ein ausgezeiczhneter Beobachter. „Es war die Art Wut, die die Erkenntnis, dass die andere Seite teilweise recht haben könnte, begleitet.“

Übrigens: Autor Idov ist ein kulturell bestens informierter Mann. So geht Ari Falk in Tanger William S. Burroughs durch den Kopf. Und der Mann, zu dem der CIA den jungen Paul Obrandt schickt, stuft diesen als Anhänger von Ayn Rand ein, die er unter ihrem ursprünglichen Namen auftreten lässt. „Eigentlich denke ich, dass Ms Alissa Rosenbaum dem Kapitalismus mehr geschadet hat als Lenin.“ Zudem lässt er Paul diesen wirklich schlauen Satz sagen: „Sämtliche kulturellen Fragen sind Klassenfragen.“

Fazit: Clever aufgebaut, rasant erzählt, reich an überraschenden Wendungen; besonders gekonnt ist, wie die Spannung gegen Schluss gesteigert wird.

PS: Gewundert habe ich mich über solch unsinnige bzw. ungelenke Sätze wie: „Im Gegensatz zu seinen Kollegen warf er keine Augen, sondern war eine Art Geldbote“ (S. 34) oder (im Flugzeug) „Unübersehbar waren sie nicht Einzigen, die sich einen Platz in der ersten Reihe erkauft hatten.“ (S. 35). Für einen angesehenen Verlag ist das befremdlich.

Michael Idov
Das Riga-Komplott
Thriller
Suhrkamp, Berlin 2026

Ralf Langroth: Schwarzer Samstag

Im Nachkriegsdeutschland der 1960er sind ehemalige Nazis in der Regierung in führenden Ämtern präsent. Adenauers Staatssekretär Globke, Geheimdienstchef Gehlen und andere mehr. Es sind die vielfältigen Bezugnahmen auf die Gräueltaten der Nazis, die diesen Thriller vor allem lesenswert machen. Dabei ist überaus verdienstvoll, dass der Autor uns wiederholt die Typen in Erinnerung ruft, an denen „zu viel Nazischmiere klebte.“ Weniger gelungen ist die Darstellung der verschiedenen Charaktere, und insbesondere der zwischenmenschlichen Beziehungen, die eigenartig seelenlos rüberkommen.

Die Geschichte liest sich flüssig, ist abwechslungsreich, doch gewisse Szenen sind wenig durchdach. Etwa wenn der Autor seinen Kriminalrat Philipp Gerber sagen lässt: „Glauben? Ich bin nicht religiös und warte lieber auf die Fakten. Aber Sie sollten sich keine Vorwürfe machen. Das sagt mir mein Instinkt.“ Nun ja, der Glaube an seinen Instinkt kommt einem religiösen Glauben schon ziemlich nahe …

Philipp Gerber hat mit einer Waffenlieferung nach Havanna zu tun, während seine Frau, die Journalistin Eva Herden, zur selben Zeit nach Havanna geschickt wird, um Fidel Castro zu interviewen. So aufklärend Ralf Langroth zu erzählen weiss, die Schilderung der Liebesbeziehung der beiden ist ziemlich unbedarft. Und obwohl die beiden erst gerade geheiratet und es ganz wunderbar miteinander haben, sind sie offenbar um einiges intensiver mit ihren jeweiligen Jobs verheiratet (?!).

Als Thriller, der ohne wirkliche thrills auskommt, ist Schwarzer Sonntag wenig überzeugend, spannend sind jedoch die vielfältigen Bezugnahmen auf die Zeitgeschichte, die der Autor an ganz unterschiedlichen Personen festmacht. Ein Angehöriger der Waffen SS, der als pädophiler Vergewaltiger in Erscheinuntg getreten war; der amerikanische Justizminister Robert Kennedy, der gegen den Willen des Gouverneurs von Mississippi, mit Hunderten von FBI-Agenten und einer Pionierkompanie der Armee, ein Bundesgerichtsurteil durchsetzte. Und und und …

Sehr gelungen ist auch die Geschichte von Freder Guthmann, dessen Bruder 1945 von den Russen als Kriegsverbrecher verhaftet und abgeführt wurde. Freders Wunsch ist es, Polizist zu werden, wozu er sich nicht durch Ausbildung und Anpassung empfiehlt, sondern durch Eigeninitiative und uneigennütziges Handeln.

Auch erfahren wir wie sogenannt angesehene Leute Dreck am Stecken haben (was wohl niemanden überraschen, doch einleuchtend vorgeführt wird); und wir kriegen einiges vom sozialistischen Kuba mit, das sich damals zu etablieren suchte.

Mit Hilfe der Sowjets ist Kuba dabei Abschussrampen für russische Atomraketen zu installieren. Die Amerikaner glauben nicht zulassen zu können, was sie selber den Russen zumuten (die Amis haben Jupiter-Raketen in der Türkei stationiert). Evas Interview mit Castro wird wegen einer Fernsehansprache John F. Kennedys unterbrochen. „Eva konnte sich nicht vorstellen, dass Kennedy log, nicht vor den Augen der Welt. Ebenso wenig konnte sie sich vorstellen, dass die in diesem Raum versammelten Anführer des Revolutionsregimes nichts von den sowjetischen Raketenstellungen gewusst hatten.“ Man beachte die Formulierung: „konnte sie sich nicht vorstellen.“ Eine solche Geschichtsschreibung lasse ich mir gerne gefallen!

Autor Langroth erweist sich, vor allem im zweiten Teil, als begabter Geschichte-Aufklärer, wobei ausgesprochen wohltuend ist, dass er die Dinge beim Namen nennt und seine Haltung zeigt (das ist der Vorteil des Thriller-Genre). So etwa, wenn er anlässlich der Spiegel-Affäre anmerkt:“ … jetzt sah es ganz so aus, als veranstalte die Regierung Adenauer, angestachelt vom umstrittenen Verteidigungsminister Strauss, etwas, das den Methoden der Nazis sehr nahe kam.“

Fazit: Unterhaltsame historische Aufklärung, die auch Verblüffendes über die Kubakrise von 1962 zu berichten weiss.

Ralf Langroth
Schwarzer Samstag
Thriller
Rowohlt, Hamburg 2026

Tuomas Oskari: Im Sturm der Macht

Diesem Thriller sind Fakten vorangestellt: Am Kongress der International Association of Democratic Lawyers (IADL) im Oktober 2000 in Havanna, unterzeichneten die versammelten Juristen ein Abschlussdokument, in dem sie ihre Mitglieder aufforderten, sich dem unregulierten Kapitalismus und der neoliberalen Globalisierung in den Weg zu stellen. Mit anderen Worten: Im Sturm der Macht ist ein Thriller, der sich wesentlich mit den von Menschen geschaffenen und einer kleinen Elite dienenden Verhältnissen auseinandersetzt. Und dies ist sehr, sehr ungewöhnlich für einen Thriller – und überaus begrüssenswert!

Der ehemalige finnische Ministerpräsident Leo Koski wird von einem einflussreichen Anwalt aus seinem spanischen Exil zurück nach Finnland gelockt. Er soll seiner ehemaligen Konkurrentin und heutigen Geliebten, Emma Erola, die sich vor Gericht verantworten muss, beistehen. Doch dann zeigt sich, dass nicht der Anwalt, sondern jemand Unbekannter Leo Koskis Rückkehr veranlasst hat.

Es ist dies ein Kennzeichen von Tuomas Oskaris Thrillern, das er bereits in Tage voller Zorn verwendet hat: Die Strippenzieher agieren im Verborgenen. Ein Verschwörungstheoretiker ist der Autor jedoch beileibe nicht, vielmehr zeigt er gekonnt auf, dass wirtschaftliche Interessen (sprich Gier) besonders die Menschen leiten, denen es wirtschaftlich bestens geht.

Gleichzeitig geschehen noch ganz andere Dinge: Ein hoher Richter wird von einem rechtsextremen Killerkommando, das von einem Ex-Polizisten angeführt wird, der seine Befehle anonym erhält, ermordet. Dieser anonyme Einflüsterer (eine weitere Spezialitat des Autors) plant Grosses, doch die dafür vorgesehene Gruppierung wird von einer Wissenschaftlerin ausspioniert, die allerdings auffliegt. Erst zum Schluss wird enthüllt, wer an den Strippen zieht.

Im Sturm der Macht ist spannend erzählt, reich an überraschenden Wendungen, und als Polit-Thriller insofern aussergewöhnlich, weil das, was zurzeit die Welt umtreibt (in diesem Falle: die Migration und der Rassismus von Rechts) viel Raum einnimmt. Dabei zeigt sich, dass die Rechten den Puls der Bevölkerung bestens spüren, ihn allerdings zu Zwecken verwenden wollen, die so ziemlich gar nicht im Interesse der Bevölkerung liegen. Das Gleiche gilt auch für die Linke, wie dieser Thriller zeigt.

Dass die Demokratie in Gefahr sei, hat jeder, der Medien konsumiert, schon einmal gehört. Dass vor allem die Kreise, die in den Institutionen ihr Auskommen finden, glauben, der Staatsapparat würde diesen Angriffen standhalten können, sollten diesen Thriller lesen, der unter anderem unterstreichtt, dass dieser Apparat keinewegs von der Politik unabhängig agiert, sondern von ihr instrumentalisiert wird.

Besonders aufschlussreich ist, wie Tuomas Oskari den gegenwärtigen historischen Umbruck in Europa schildert, den er mit der Geschichte Kubas vergleicht, das etliche solcher Umbrüche erlebt hat. „Es hatte Reichtum und Armut in ihren extremsten Formen gesehen. Harmonie und Kämpfe. Spannungen und ihre unerwartete Entladung. Kuba war Heimstatt für Piraten und Schmuggler und hatte später im Kalten Krieg eine zentrale Rolle gespielt als ein Ort, an dem sich die Ideen aus Ost und West begegneten.“ Im Sturm der Macht bietet auch vielfältige politische Aufklärung, auch auf spielerische Art und Weise. So tritt etwa eine kubanische Scharfschützin auf, die Fotos schiesst … Ein Hinweis fürs Lektorat:: La Zorra y el Cuervo heisst nicht Der Fuchs und der Rabe, sondern Die Füchsin und der Rabe.

Tuomas Oskari ist ein Aufklärer. War es in Tage voller Zorn die Ökonomie, die er den Lesern (und Leserinnen) nahebrachte, ist es diesmal die Geschichte: Die Parallelen zwischen Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen und heute sind in der Tat augenfällig.

Im Sturm der Macht ist sowohl packender Polit-Thriller, berührende Liebesgeschichte wie auch überzeugendes Plàdoyer, sich für mitmenschliche Werte zu engagieren. Grossartig!

Tuomas Oskari
Im Sturm der Macht
Thriller
Lübbe, Köln 2023

Jacob Weinreich / Lars Findsen: Dunkelmann

Was mir zuerst auffällt: Die Buchgestaltung ist echt toll: Dunkler Farbschnitt, durchschnitten von gelben Linien, mit denen auch der Titel gestaltet worden ist. Sehr gelungen, sehr ansprechend.

Die junge Agentin Maja Birk ist auf Erkundungstour in der Türkei, was den Autoren Lars Findsen, lange Jahre Chef des dänischen Geheimdienstes, und Jacob Weinreich, Autor verschiedener Bestseller und Drehbücher (so der Klappentext), auch die Gelegenheit zum Zitieren des türkischen Sprichwortes Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod gibt, eines ziemlich morbiden Satzes, der die philosophische Wahrheit sehr eigenwillig bzw. sehr türkisch wiedergibt: „Es gibt nichts Gefährlicheres als am Ziel zu sein. Das Wichtigste ist immer weiterzumachen, in Bewegung zu bleiben, Schritt für Schritt, Tag für Tag.“

Überaus treffend wird auch die Türkei als ein riesiges, chaotisches, lautes und oft unmögliches Land, „das sich nie so richtig entscheiden konnte, ob es nun zu Europa, dem Nahen Osten oder einer ganz anderen Region gehörte. Ein Land, das wie ein enfant terrible mit seiner Position am Rande der westlichen Zivilisation regelrecht prahlte.“ Treffender geht kaum!

Dann werden Maja und ihr Kollege Ramin, der einen USB-Stick mit chinesisch-iranischen Gesprächen aus dem Iran geschmuggelt hat, auf der Fahrt vom Osten der Türkei nach Antalya von der Strasse gedrängt. Ihre Mission scheint gescheitert. Maja wacht in einem Spital auf; auch Ramin habe überlebt, wird ihr gesagt. Majas Kollege Daniel Hartmann muss in Kopenhagen Majas Lebensgefährten Jonas über den Unfall informieren. Es sind auch solche realistischen Szenen (Jonas will partout nicht einsehen, weshalb er nicht persönlich mit Maja sprechen kann), die diesen Thriller von vielen anderen, in denen so etwas gar nie zur Sprache kommt, unterscheiden.

Dunkelmann, ganz im Gegensatz zu den meisten Thrillern, ist nah an der Realität, und ganz besonders nahe an der Realität der Geheimdienste, deren Aufgabe in Demokratien, die Transparenz verlangen, nicht gerade einfach ist. Auch kommt der Alltag der staatlichen Institutionen prominent zur Sprache: Die politischen Manöver, die persönlichen Intrigen, der Neid und die Missgunst.

Daniel Hartmann, mit einer Journalistin verheiratet, die sogenannt Geheimes nicht geheim lassen will, hat Asienwissenschaften studiert, zuerst mit dem Fokus auf Japan, später dann auf China. Dunkelmann bringt wesentliche Aspekte der Weltpolitik auf den Punkt. „Wenn die USA ein hart zuschlagender Boxer sind, der darauf abzielt, durch einen Knock-out zu gewinnen, dann ist China ein raffinierter Schachspieler. Noch dazu ein ziemlich erfolgreicher.“

Eine chinesische Delegation wird in Kopenhagen erwartet, die sich auffällig für ein Forschungsprojekt zum Nordpolarmeer von Grönland interessîert. Ein Mitglied, den die Delegation angemeldet hat, scheint jedoch gar nicht zu existieren. Daniel Hartmann bemüht sich, die chinesische Doktorandin Jia Ling anzuwerben, allerdings ohne zu wissen, dass sie bereits für China spioniert.

Dunkelmann ist nicht nur ein packender Thriller, sondern bietet auch fundierte politische Aufklärung. So wurde etwa Jia Ling beigebracht, dass die Demokratie zum Scheitern verurteilt ist. „Wie soll ein Politiker die richtigen Entscheidungen treffen, wenn er immer befürchten muss, abgewählt zu werden? Gerade die vernünftigsten Entscheide sind bei der Bevölkerung oft unbeliebt, aber eine Gesellschaft ist abhängig von der Vernunft. Darum ist Demokratie im Kern ein irrationales Konstrukt, das letztlich zu einer verkommenen und nutzlosen Gesellschaft führt.“

Zudem ist Dunkelmann auch witzig. Da Jonas, der so ziemlich gar nicht damit klarkommt, dass Maja über das, was sie tut, Stillschweigen zu bewahren hat, insistiert er auf eine Paartherapie, der Maja schlussendlich zustimmt. „Die Frau ist fast zu schön, um Paartherapeutin zu sein, denkt Maja. Es erscheint ihr jedenfalls nicht gerade hilfreich für ein zerrüttetes Paar, das hier auf dem Sofa sitzt, wenn der Kerl nur noch Augen für die Therapeutin hat.“

Dieser Fall für Birk und Hartmann, so der Untertitel, ist ungemein vielschichtig und ausgesprochen lehrreich sowie hervorragend geeignet, Klischeevorstellungen zu korrigieren. So erfährt man etwa, dass Chinesen so uniform gar nicht sind, wie wir uns das in der Regel vorstellen: Jia Ling fragt sich, weshalb ihr Bruder Cheng nie Zweifel am System hat. Weil er wisse, so Cheng, dass das System ihn brauche, und sie auch. Doch Jia scheint nicht so systemtauglich wie die meisten, sei es in China oder anderswo.

Fazit. Ein aussergewöhnlich fesselnder Thriller über die dunkle Politik der Grossmächte, sowie darüber, dass das Private auch politisch und das Politische auch privat ist.

Jacob Weinreich / Lars Findsen
Dunkelmann / Ein Fall für Birk und Hartmann
Thriller
Scherz, Frankfurt am Main 2026

Hans Rosenfeldt: Die Farm der Mädchen

Zwei schwangere Frauen sind auf der Flucht, die eine verliert ihr Kind im Wald, sie hetzen weiter. Die Polizistin Hannah Wester, deren Mann, ebenfalls Polizist, im Dienst erschossen wurde, kommt nach einer Auszeit zurück zur Arbeit. Soweit die Ausgangssituation.

Hannahs Mutter war sehr eigen, ihr Vater ist nicht mehr richtig im Kopf, sie plant ihn unmündig erklären zu lassen. Ein spielsüchtiger, verschuldeter Gynäkologe, der in den Handel mit Kindern verstrickt ist, und dessen Boss von ihm verlangt, dass er das tote Baby im Wald aufspürt. Autor Hans Rosenfeldt lässt Die Farm der Mädchen ziemlich verwirrend angehen; ich jedenfalls brauche so meine Zeit, bis ich die grossen Linien verstehe, die verschiedenen Rückblenden erleichtern die Lektüre auch nicht gerade.

Als Thriller überzeugt mich Die Farm der Mädchen wenig, doch die einzelnen Episoden find ich packend und gelungen. Wie etwa der spielsüchtige Gynäkologe sich selber von jedem Unsinn zu überzeugen weiss, ist überaus typisch für Süchtige. Gekonnt führt Hans Rosenfeldt den Selbstbetrug, den wohl verbreitetsten Charakterzug, an zahlreichen Beispielen vor. Am Polizisten, der seiner Freundin, die unbedingt Kinder haben will, nicht gestehen kann, dass er sich hat unterbinden lassen. Am Vater von Hannah Wester, der sich in eine psychische Krankheit rettet, die als Capgras-Syndrom bezeichnet wird. An den beiden aus Moldawien stammenden jungen Frauen Natalia und Dardana, die auf ein besseres Leben hoffen und für Fremde Kinder austragen. Am Staatssekretär im Aussenministerium, der erpresst wird.

Die Farm der Mädchen ist ein Lehrstück über Geld und Gier, die beiden Antreiber des kapitalistischen Systems, dargestellt am Kinderhandel. Moral ist keine Triebfeder des modernen Lebens, in dem der Imperativ ‚Ich will‘ dominiert. Und dass dabei die Reichen in den reichen Staaten (in diesem Fall Schweden), die Armen in den armen Staaten ((in diesem Fall Moldawien) ausnehmen, wobei Verbrecherbanden und Killer als Mittler fungieren, geschieht auch ohne irgendwelche Skrupel.

Hans Rosenfeldt beherrscht das Thriller-Handwerk. Ständig wechselnde Schauplätze, verschiedene Alltagsschicksale wechseln sich ab mit spannungsgeladenen Begegnungen – das wird routiniert erzählt. Ein Airbnb, das ganz anders aussieht als die Werbung, Drogen, Klein- und Grosskriminelle – nichts, das man für Geld nicht tun würde und bekommen könnte. Kaum etwas, das die moderne Welt auf Trab hält, wird ausgelassen, was auch dazu beiträgt, dass sich in Thrillern oft ein realistischeres Bild unserer Zivilisation zeigt, die dies allerdings nur dem Namen nach ist, als es die Medien und noch so viele akademische Forschungen zustande bringen.

Eine undurchsichtige verbrecherische Organisation, die im Kinderhandel aktiv ist und an die Mafia erinnert, eine eiskalte Killerin mit Herz, Polizisten mit persönlichen Problemen, wohlangesehene Bürger mit Suchtproblemen, randständige Drogensüchtige, und und und – Die Farm der Mädchen lässt so ziemlich gar nichts aus, was einem Thriller ganz viele thrills verschafft.

In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte enorm an Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich, die vermeinlich gewonnenen Gewissheiten lösen sich auf. Und recht vieles kommt so ganz anders als dass man es sich vorgestellt hat.

Hans Rosenfeldt
Die Farm der Mädchen
Thriller
Rowohlt, Hamburg 2026

Moa Berglöf / Joakim Zander: Die Stockholm Protokolle

Moa Berglöf arbeitet als Redakteurin, Joakim Zander gelernter Jurist, verfügt über Erfahrungen aus der Europapolitik und ist Autor von Ein ehrliches Leben. Mit Die Stockholm Protokolle legen die beiden einen Thriller vor, der in der Medienwelt und der Politik angesiedelt ist, zwei Gebieten also, in denen sie sich auf vertrautem Terrain befinden, was man bereits auf den ersten Seiten merkt, in denen auch der gnadenlose Konkurrenzkampf sowohl in der Politik als auch in der Medienbranche zur Sprache kommt.

Die Protagonisten der Stockholm Protokolle sind die Investigativjournalistin Julia und ihr Mann Alfred, der gerade zum Pressesprecher des Ministerpräsidenten gewählt wurde, was, wie Julia argwöhnt, wohl in erster Linie einem strategischen Kalkül zu verdanken ist, um sie kaltzustellen, weil die Politikmaschinerie ihre Recherchen, insbesondere die über den Ministerpräsidenten, fürchtet. Am Rande: Pressesprecher werden offenbar Vogelscheuchen genannt. „Der Pressesprecher des Ministerpräsidenten hat den Job, die Vögel zu verscheuchen, sie nicht landen und mit ihren Schnäbeln nach Samen picken lassen. Wer weiss schon, was sie dann finden?“

Es ist eine spannende Geschichte über die Machenschaften, die hinter der öffentlichen Fassade vor sich gehen. Sicher, dass die Politik ein Drecksgeschäft ist, das wussten wir, wie jedoch das Autorenpaar das politische Haifischbecken schildert, ist derart detailliert und kenntnisreich erzählt, dass man ein veritables politisches Aufklärungsbuch in Händen hält, notabene ein überaus packendes.

Angetrieben von Missgunst, Neid und Gier sind Politiker in einer sehr eigenen Welt unterwegs, die mit dem, was sie zu sein vorgibt (den Bürgerwillen nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen), nicht einmal ansatzweise etwas zu tun hat. „Sie sind in der Politik gross geworden, sie kennen jedes kleine Detail darüber, wie das Machtspiel funktioniert, seit sie klein gewesen sind. Sie können nichts anderes.“ Sie fühlen sich der sogenannt obersten Liga zugehörig, wissen sich zu verkaufen und verachten die Wähler.

Zu den eindrücklichsten Szenen in diesem Thriller gehören die unablässigen Kämpfe um einen Platz im Scheinwerferlicht bzw. nahe beim Ministerpräsidenten. Selten wurde mir so deutlich vor Augen geführt, dass Politik nichts als eitles Theater ist, bei dem es wesentlich um Kontakte und Beziehungen, um Loyalität geht. „Was man über wen weiss. Und wozu man mit diesem Wissen bereit ist.“

„Man weiss bei einem Meeting nur, dass es nicht über das gehen wird, was sie sagen.“, gehört zu den Sätzen, die man sich merken sollte. Weil dies auch auf die Nachrichten zutrifft, die nie davon berichten, worum es wirklich geht. Nicht, weil dauernd an Verschwörungen gebastelt wird, sondern weil Leute, die von Aufmerksamkeit und Macht nicht genug kriegen können, Süchtige sind. Und Sucht, die täglich praktizierte, auch wenn viel darüber zu lesen ist, ist tabu.

Julia ist nicht nur schmutzigen Geschäften auf der Spur, Alfred nicht nur dabei, sich die skrupellosen Methoden des Politikbetriebs anzueignen, beide sind auch Eltern von zwei kleinen Kindern, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Ein Thriller, der den Alltag nicht ausblendet. Eine Rarität!

Politiker, die aufsteigen, lassen nicht nur ihre Vergangenheit, sondern oft auch Weggefährten hinter sich. Zu den Weggefährten, die Ministerpräsident Christian Bratt in Brüssel zurückgelassen hat, gehört auch sein Assistent Fredrik Krantz. Als gewiefte Intestigativjournalistin ist sich Julia sicher, dass es da einige Verletzungen gegeben hat und offene Rechnungen zu begleichen sind. Sie schafft es, dass Krantz sich bereit erklärt, mit ihr zu sprechen.

Zwischenzeitlich macht Alfred in seinem neuen Job Erfahrungen, die seine Neugier anstacheln. Als er und Julia schliesslich ihre unabhängig voneinander gewonnenen Erkenntnisse teilen, dämmert es ihnen, dass sie selbst zur Zielscheibe geworden sind …

Die Stockholm Protokolle führt mitreissend vor, wie es hinter den Kulissen der inszenierten Politik zu und her geht. Und macht dabei auch klar, dass die offiziellen Aushängeschilder vor allem der Ablenkung dienen, da die medial aufbereitete Politik allein der Täuschung dient.

Ein packendes, grandioses, politisches Lehrstück, unbedingt empfehlenswert!

Moa Berglöf / Joakim Zander
Die Stockholm Protokolle
Gefährliche Beziehungen
Rowohlt, Hamburg 2026

M.W. Craven: Die Witwe

Nach Der Gourmet und Der Kurator ist Die Witwe mein dritter Krimi von M.W. Craven, in dem DS (was vermutlich für Detective Sergeant steht) Washington Poe und die Analytikerin Tilly Bradshaw die Hauptrollen spielen. Auch der MI5 sowie die FBI-Agentin Melody Lee spielen prominent mit in dieser spannend erzählten Geschichte voller überraschenden Wendungen. Die Witwe wurde von der britischen Crîme Writers‘ Association 2023 zum besten Thriller des Jahres gewählt.

Zum Auftakt steht Poe vor Gericht. Die Gemeinde will ihn von ihrem Gebiet, wo er ohne Bewilligung eine Scheune umgebaut hat, weghaben. Wie das ausgeht soll hier nicht verraten werden, doch soll Poes Geisteshaltung geschildert werden, auf dass sich dem geneigten Leser nicht nur erschliessen möge, weshalb M.W. Craven ein begnadeter Krimi-Autor ist, sondern auch aufzeigt, dass wir uns an Absuditäten gewöhnt haben, die uns als normal verkauft werden. Etwa, dass englische Richter Perücken tragen. Oder „dass Polizisten grundsätzlich mit Misstrauen begegnet wurde, wenn sie als Zeugen aussagten.“ Oder „dass es sogenannten Experten erlaubt wurde, Entscheidungen zu zerpflücken, die innerhalb eines Sekundenbruchteils getroffen worden waren.“ Poe kotzt das an. Es sollte uns alle ankotzen.

Eigenwillig und unangepasst ist dieser Washington Poe. Seine Kollegin Tilly Bradshaw ist dann noch einmal eine andere Kategorie von eigen, da sie, hochintelligent, immer ausspricht, was ihr gerade so durch den Kopf geht. Das ist den wichtigtuerischen Diplomaten eindeutig vorzuziehen. Doch Tilly ist auch sonst aussergewöhnlich, sie verfügt über ein exzellentes Gedächtnis und über analytische Fähigkeiten, die ziemlich einzigartig sind.

Es sind diese beiden Charaktere, die diesen Kriminalroman wesentlich prägen und ihn zu einer packenden Lektüre machen, stehen sie doch für vieles, was wir in unseren normierten Leben vermissen.

Worum geht es? Ein Mord in einem Hinterhof-Bordell in Carlisle, für den sich auch das FBI interessiert. Eine Keramikratte wird am Tatort vorgefunden. Tilly erinnert sich an einen viele Jahre zuückliegenden Banküberfall, bei dem ebenfalls eine Keramikratte zurückgelassen wurde. Da gibt es offenbar einen Zusammenhang, doch was für einen? Und weshalb micht sich der MI5 und das FBI ein?

Die sogenannten Führer der Welt werden in Cumbria für einen ihrer Gipfel erwartet. Deshalb wird auch das FBI aktiv. Als Rückversicherung, damit nichts schiefgeht. Der Tote war Helikopterpilot mit eigener Firma, die er zusammen mit einem Partner betrieb, und sollte beim Politikergipfel zum Einsatz kommen. Doch der Tote war nicht irgendein Helikopterpilot …

Die Witwe ist ein vielschichtiger Text, der unter anderem von Antiquitätenschmuggel, Hehlerei, dem Afghanistan-Krieg sowie vom Handel mit vom Gesetz Verbotenem erzählt, bei dem (wie fast immer) die Falschen kriminalisiert werden. „Nicht die Plünderer sind das Problem, sondern die Sammler. Genau wie bei Kokain erzeugt die Nachfrage das Angebot.“

Eigenwilligen Menschen wie Poe und Tilly ist es nicht gegeben, mit anderen gut zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese anderen geniessen ihren Respekt. Das trifft auf die FBI-Agentin Melody Lee zu, auf die meisten MI5’Agenten, und speziell die Agentin Hannah Finch, hingegen nicht (sie läutert sich im Verlaufe der Geschichte). Interessant ist auch, dass Autor M.W. Craven das obere Führungspersonal als kompetent schildert, was in der Realität definitiv selten der Fall ist.

Neben den originellen Hauptfiguren sind es die Alltagsdetails, die diesen Kriminalroman auszeichnen. „Paulina Tuchlin war Polin, lebte jedoch mit einer rechtmässigen Aufenthaltsgenehming im UK. Das war das Erste, was sie sagte, als sie in das saubere, moderne Vernehmungszimmer trat.“ Oder: „Das erste Anzeichen dafür, dass sie sich dem Schauplatz des Gipfels näherten, erblickten sie, als sie an einer kleinen Schar Demonstranten vorbeikamen.“

Fazit: Originell und packend, mit meinungsstarken und gewitzten Protagonisten.

M.W. Craven
Die Witwe
Kriminalroman
Droemer, München 2026

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Erste Schritte