Dr. Anna Lembke: Die Dopamin-Nation

Der Einstieg in dieses Buch ist ausgesprochen gelungen, denn die Autorin tut zweierlei: Sie beschreibt ihren Arbeitsplatz, an dem sie ihre Patienten empfängt. Und sie macht deutlich, dass die Psychiaterin Dr. Anna Lembke und die private Anna Lembke zwei verschiedene Personen sind und getrennt wahrgenommen gehören.  „Diesem Buch liegt die Absicht zugrunde, die neurowissenschaftlichen Mechanismen …

Gary Shteyngart: Landpartie

New Yorker Kultautor, lese ich im Klappentext, und befürchte die damit einhergehende bemühte Originalität – und so ist es dann auch (eine Scheune, „die so rot war, dass es schon ans Patriotische grenzte.“ „Dee Cameron fuhr wie eine Tochter der beiden Carolinas, die Haupt- und Nebenstrassen eine natürliche Verlängerung ihrer in Sandalen steckenden Füsse.“), doch …

Prisca Roth: GENUA – La Superba

Martin, der in Ligurien, in der Nähe von Genua, viel Zeit verbringt, hat mir von diesem Buch geschwärmt und auch erzählt, die Autorin verbringe ihre Zeit zwischen Haldenstein und Genua. Da ich selber solche Hin-und-Her-Phasen kenne – einst zwischen Bangkok und Sargans, heutzutage zwischen Santa Cruz do Sul und Sargans – , stelle ich mir vor, die …

Emmanuel Carrère: Yoga

Positiver eingestimmt könnte ich ein Buch kaum angehen, denn ihm ist dieses Zitat aus dem Thomas-Evangelium Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, dich retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du nicht hervorgebracht haben wirst, dich töten vorangestellt, genau wie meinem Thriller Herolds Rache. Ich habe …

Tina Brown: Palace Papers

Unter den Journalismus-Definitionen gehört „Nichts als Klatsch“ zu denen, die mir geblieben sind. Eine andere „Die wortreiche Beschreibung von Ereignissen, die auch ohne diese stattfinden“ liesse sich genauso auf das vorliegende Werk anwenden. Nur: Beide Definitionen gehen vollkommen an dem vorbei, was entscheidend ist – dass Klatsch spannend und unterhaltsam sein kann, auch wenn wir …

Meg Lowman: Der unentdeckte Kontinent

Als ich vor einigen Jahren anfing Bäume zu fotografieren, hielt ich das für eine Entdeckung. Eine Durchsicht von älteren Fotografien belehrte mich eines Besseren – ich hatte immer schon Bäume fotografiert. Mit anderen Worten: Mir scheint, unsere Gewohnheiten sind uns selten wirklich bewusst; etwas Neues zu entdecken kommt nicht oft vor. Womit ich zu Meg …

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