Von Sargans aus gesehen, am Morgen des 31. Oktober 2021
Author Archives: hansdurrer
Tom Buk-Swienty: Die Löwin
Das ist ein wahrhaft monumentales Buch: umfangreich (über 700 Seiten Text), voller eindrücklicher Bilder, schwer in der Hand liegend – nur schon das Darin-Blättern ist eine Freude, der exzellenten Buchgestaltung wegen. Dieses Werk ist auch ästhetisch eine Perle! Auch der Einstieg ist aussergewöhnlich. Tom Buk-Swienty, geboren 1966, studierter Historiker, heute als freier Autor und Dokumentarfilmer …
Der Himmel über Sargans
Der Himmel über Sargans am Morgen des 20. Oktober 2021
David Sheff: Gefangen und Frei
„Ich sitze auf einem schlichten Schalenstuhl aus Plastik einem Mann namens Jarvis Jay Masters gegenüber. Wir unterhalten uns über meine Idee, ein Buch über ihn zu schreiben, und ich möchte wissen, was er von ihr hält. Ich betone, dass ich, wenn ich mich wirklich darauf einlasse, nichts verheimlichen werde – weder seine guten noch seine …
Sargans
Sargans, am 16. Oktober 2021
Jörg Römer und Christoph Seidler (Hg.): Von oben
Wir leben in ego-zentrischen Zeiten. Ehrfurcht ist dem modernen Mensch abhanden gekommen, nicht nur ist ihm alles selbstverständlich, er glaubt auch, auf so ziemlich alles ein Anrecht zuhaben. Und so trampelt er denn auch auf diesem Planeten herum, wie es ihm so passt. Nach mir die Sintflut, traut man sich zwar nicht zu sagen, doch …
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Am Wegrand
Sargans, Bahnweg, am 17. Oktober 2021
Irene Dische: Die militante Madonna
So recht eigentlich interessieren mich Transsexualität und Genderthemen so ziemlich gar nicht, doch wenn Irene Dische darüber schreibt, dann gebe ich mir einen Ruck (und das ist selten genug). Diesem Buch ist übrigens ein Inhaltsverzeichnis beigegeben, dem Text nicht etwa voran, sondern nachgestellt. Warum? Rätseln sollen andere, mir ist nur aufgefallen, dass die meisten Kapitelüberschriften …
Der Himmel über Sargans
Der Himmel über Sargans am 13. Oktober 2021, so gegen 16 Uhr.
László Krasznahorkai: Herscht 07769
„Die Hoffnung ist ein Fehler“ ist diesem Bandwurm ohne Punkt vorangestellt, dafür mit vielen Kommas, bei dem ich anfangs dachte, das kann ich unmöglich lesen, denkt denn dieser Autor nicht an den Leser (oder die Leserin)? Mehr als vierhundert Seiten am Stück! Eine Zumutung! Doch schon bald merkte ich, dass dieser Text einen Sog entfaltet, …