Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten

Sahra Wagenknecht gehört zu wenigen Politikerinnen (Männer eingeschlossen), die ich ertrage, da ich mich von ihr nicht intellektuell beleidigt fühle (die meisten überbieten sich darin, sich anzubiedern, der Mehrheit nach dem Mund zu reden). Dieses Buch, schreibt sie im Vorwort, ist „ein ausdrückliches Plädoyer für eine liberale, tolerante Linke anstelle jener illiberalen Denkströmung, die heute …

Mark Twain: Unterwegs mit den Arglosen

Bei diesem edel gestalteten Band (im Schuber) handelt es sich um die, wie der Untertitel verheisst, „Originalreportagen aus Europa und den Heiligen Land“ aus dem Jahre 1867. Schon die Vorbemerkung  von Alexander Pechmann ist ein Genuss und was dann folgt erst recht. Erste Station sind die Azoren. „Niemand kommt hierher, und niemand geht fort.“ Von …

Sergej Lebedew: Das perfekte Gift

Der ehemalige Geheimdienstagent Wyrin „hatte dem System treuer gedient als andere. Und er war mehr als andere erschrocken, als der Zerfall des Landes einsetzte und es schien, dass nach ihm auch das System zerbräche.“ Seitdem waren drei Jahrzehnte vergangen, er hatte unter Zuhilfenahme der plastischen Chirurgie eine neue Identität angenommen. Rational gesehen fühlte er sich …

James Douglas: Der Fall Amos

James Douglas zu lesen bedeutet nicht nur, sich nicht zu langweilen, es bedeutet, sich bestens zu unterhalten. Dies jedenfalls meine bisherige Erfahrung mit seinen Büchern. Diesmal hat er sich wiederum einiges vorgenommen (wobei: das ist bei ihm so recht eigentlich immer so): „Ein Heilmittel gegen Covid-19, genetisch veränderte Mikroben, verschiedene Mafia-Organisationen. die CIA – und …

John Mair: Es gibt keine Wiederkehr

Der Journalist Desmond Thane lernt „zu Beginn des Krieges, als man Fremde noch ansprechen konnte, ohne mit Argwohn betrachtet oder als Trunkenbold abgetan zu werden“, Anna Raven kennen. „Sie war stark. Sie war ungewöhnlich. Sie zog ihn an.“ Wie der Autor die beiden charakterisiert, zeugt von Intelligenz und Lebenserfahrung.„Seiner Eitelkeit zum Trotz war er klüger …

Sinéad O’Connor: Erinnerungen

Sinéad O’Connors Version von „Nothing Compares 2U“ gehört zu den Liedern, die mich noch immer zutiefst berühren. Natürlich weiss ich nicht, woran das genau liegt, doch als ich jetzt in ihren Erinnerungen lese, wie ihr Vater sie als kleines Mädchen in den Schlaf sang – „Seine Stimme klingt sehr traurig. Er ist oft traurig. So …

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