Harald Lesch / Klaus Kamphausen: DENKT MIT!

Gleich vorneweg: Mich braucht man nicht zu überzeugen, dass Wissenschaft eine nützliche Sache sein kann, doch ich bin gespannt, was für Argumente die beiden Autoren vorbringen. Deshalb lese ich dieses Buch, das mich immer mal wieder überrascht – die Lektüre lohnt also!

Auf die erste Überraschung treffe ich bereits im Vorwort. Von ethischen Leitlinien und Handlungsempfehlungen sollten sich Naturwissenschaftler fern halten, würden Geisteswissenschaftler argumentieren, denn: „Was wissen denn die über das Leben, das Gute, das Böse, das Richtige, das Falsche, über Freiheit und Unfreiheit.“ Als einer der in Geisteswissenschaften ausgebildet ist, sich jedoch nicht als Geisteswissenschaftler versteht (ich habe das meiste, was ich an der Uni gelernt habe, längst vergessen und bedauere das nicht), sehe ich das genau umgekehrt: Ich traue der Empirie weit mehr als der Vorstellung.

Eine der erfreulichen Folgen von Covid-19 ist die Tatsache, dass Wissenschaft und Forschung (für den Moment) im öffentlichen Diskurs den Platz einnehmen, den sie schon längst hätten einnehmen sollen. Jedenfalls sehe ich das so. Auch natürlich, weil mich Meinungen (die gratis für jedermann zu haben sind und für die keine Anstrengung erforderlich ist) wenig interessieren. Vor allem die von uninformierten Deppen (und Deppinnen, muss ich wohl hinzufügen) nicht.

Haben Sie schon mal von Harry G. Frankfurt gehört? Ein Amerikaner, klar, das merkt man am G. in der Mitte. Sein Buch Bullshit (dies der Titel der deutschen Ausgabe) enthält den treffenden Satz: „Bullshit ist immer dann unvermeidbar, wenn die Umstände Menschen dazu bringen, über Dinge zu reden, von denen sie nichts verstehen.“ Covid-19 hat gezeigt, dass es wesentlich mehr Bullshitter gibt als ich gedacht habe. Illusionen zu verlieren ist heilsam und die Wissenschaften helfen uns dabei.

Die Autoren unterscheiden zwischen selbst ernannten und echten Experten. Und dann gibt es natürlich auch noch die Medien-tauglichen. Es gibt viele Gründe, weshalb jemand medial gut rüberkommt, Kompetenz ist nicht der wichtigste. Und auch hier gilt: Selber Denken hilft.

Die Wissenschaft beschäftigt sich mit dem, was ist. Dabei bedient sie sich der Beobachtung und des Experiments, mittels derer sie schrittweise Erkenntnisse gewinnt. „Vor einer Woche haben Sie das gesagt, jetzt sagen Sie etwas ganz anderes“, empörte sich ein Politiker über den Virologen Drosten, der darauf mit „Vor einer Woche wusste ich noch nicht, was ich heute weiss.“ antwortete. (ich zitiere aus der Erinnerung).

„Wir irren uns empor“, so der Philosoph und Physiker Gerhard Vollmer. Das beschreibt Wissenschaft (und das Leben) bestens. Dazu kommt, gemäss dem Physiker Richard Feinman: „The first principle is not to fool yourself. And you are the easiest person to fool.“ Noch einmal anders gesagt: Wenn die Realität nicht unseren Wunschvorstellungen entspricht, liegt das an unseren Wunschvorstellungen und nicht (wie Politiker und verwöhnte Kinder meinen) an der Realität.

Dass Jeder das Recht auf eine eigene Meinung hat, dass alle gehört werden müssen, gehört zum Mantra der öffentlich geäusserten Überzeugungen. Mir selber sind überprüfbare Fakten entschieden wichtiger. Und dann gibt es auch noch die, welche behaupten, die Wirklichkeit existiere nur im Kopf. Man wünscht ihnen heftiges Zahnweh und möchte sie zum Sprung aus dem fünfzehnten Stock anregen. Der schöne Satz auf Seite 43 drückt es so aus: „Nehmen Sie einen radikalen Konstruktivisten und setzen Sie ihn vor eine Herde wildgewordener Büffel. Und dann soll er sich entscheiden: Gibt es die Büffel jetzt oder gibt es die nicht?“

DENKT MIT! ist nicht nur ein Buch darüber, „Wie uns Wissenschaft in Krisenzeiten helfen kann“, sondern regt zu Grundsatzüberlegungen an. Und so kommt denn auch das Primat der Ökonomie und vor allem der Klimawandel ausführlich zur Sprache, denn an der Debatte darüber stellt sich die Frage nach unserem Weltbild: Verstehen wir uns als Teil der Natur oder als Herrscher über sie?

Fazit: Ein nützlicher Augenöffner.

Harald Lesch / Klaus Kamphausen
DENKT MIT!
Wie uns Wissenschaft in Krisenzeiten helfen kann
Penguin Verlag, München 2021

Jakob Bodan: Das Schöne, Wahre und Böse

Im Grand Hotel Montagne liegt ein toter Gast in der Badewanne, das Zimmermädchen erschrickt sich (fast) zu Tode. „In Kürze betreten hastigen Schritts Senior Floor Supervisor Gitta Lobinger und ihr Chef, Executive Housekeeper Friedrich Lüthi, gemeinsam die Superior Junior Suite zum Preis von 1420 Franken pro Nacht.“ Ganz wunderbar, dieser Einstieg in einen Thriller, in dem eine Fotojournalistin vorgibt, über Dekadenz zu recherchieren – „Senior Floor Supervisor“ finde ich unbezahlbar. Weniger toll fand ich hingegen die eingestreuten Schweizerdeutsch-Ausdrücke etwa des Polizisten Siebenreich, der eher wie ein Vorarlberger oder ein Süddeutscher klingt. Wenn schon Schweizerdeutsch, dann richtig, finde ich. Die „Sankt Gallener Kalbsbratwurst“ heisst übrigens „Sankt Galler Kalbsbratwurst“. Gut getroffen ist hingegen, was die Schweiz ausmacht: Diskretion.

Im Zentrum der Geschichte steht die Fotoreporterin Constanze Behrenberg (40, ein Sohn, alleinerziehend), die sich auch Gedanken zu Bildern macht. Das ist selten, auch bei Fotografen. „Brögs Geste bedeutete etwas ganz anderes als das, was Klein sichtlich entzückte.“ Die Aufnahmen von Peter Mathis beurteile ich allerdings anders als die Zürcher Galeristin, auf die sie verstörend und zugleich verzaubernd wirken.

Constanzes Freundin, die junge Hotelangestellte Freia, hat sich in Innenminister Brög verliebt, einen verheirateten Mann mit Kanzlerambitionen. Keine gute Idee, findet Constanze, doch Freia hat ihre eigenen Ideen. Bei einer Presse-Einladung äussert sich Brög unter anderem so über die Kanzlerin: „Verwechseln’s doch bitte nicht Rechthaberei mit Standfestigkeit. Die Dame verteidigt nicht den Humanismus, sondern nur das Desaster, das sie selber angerichtet hat.“ Treffender geht kaum.

Überhaupt ist die Schilderung der Politik als eitles Theater, in dem alle allen alles neiden, überaus gelungen. Man trifft sich bei Einladungen derjenigen, die ihr Leben dem Besitz (sei es von Geld, sei es von Kultur) gewidmet haben sowie bei Beerdigungen („Die Trauerfeier war ein Prominentenauflauf sondergleichen.“), wo auch die Kanzlerin (der Autor ist offensichtlich kein Freund von ihr) redet: „Das hölzerne Gestammel würden ihre Bewunderer wie immer mit Gelassenheit verwechseln.“

Auch das mediale Storytelling wird nicht verschont. „Die Wahrheit war komplex. Eine wirksame Story musste die Komplexität der Wahrheit reduzieren. Es war einer der Hauptgründe, weshalb die Wahrheit und eine schöne Geschichte nur selten auf dasselbe Blatt Papier passten.“ Überdies zeigt Das Schöne, Wahre und Böse auf, dass sowohl Politik als auch die Medien in einem eng abgesteckten Rahmen mit wenig Spielraum funktionieren. Und nicht zuletzt lernt man Einiges über Stradivaris.

Sehr schön auch, wie der Autor Zürich beschreibt. „Strassenbahnen schlängelten sich in rascher Folge über den Paradeplatz in die Bahnhofstrasse.“ Oder: „Männer durften nicht in die Frauenbad am Stadthausquai. Über Männer wurde dort nur geredet.“ Diejenigen, die mit der Stadt nicht ganz unvertraut sind, werden auch unschwer erahnen, welche Vorbilder dem Grand Hotel Montagne und dessen Besitzer Beat Banz Pate gestanden haben.

Doch es geht nicht nur um die Auflösung eines Zürcher-Rätsels, es geht auch um vielfältige Macht- und Geld-Verstrickungen, eine politische Bewegung auf dem Vormarsch, Schweizer Finanzierungen, so was wie einen Charlie-Hebdo-Angriff in Berlin – kaum etwas Polit-Aktuelles, das in den Jahren vor Covid-19 Schlagzeilen gemacht hat, hat der Autor ausgelassen (und verwendet). Eine willkommene Erinnerungsauffrischung.

Jakob Bodan, lese ich im Klappentext, ist Schriftsteller und Filmemacher. Letzteres zeigt sich unter anderem in den (zumeist) kurzen Kapiteln, die es erlauben, die Geschichte rasant voranschreiten zu lassen, allerdings auf Kosten der Charaktere und ihrer Beziehungen untereinander. Konkret: Wie Constanze und Freia zu Freundinnen bzw. wie Brög und Freia ein Liebespaar werden, wird nicht wirklich hergeleitet bzw. einigermassen differenziert entwickelt, sondern geht Zack Boom, genau wie in einem (wenig subtilen) Film. Auch das Verhältnis von Constanze und Rudi schildert er nicht übertrieben einfühlsam. Dafür ist Das Schöne, Wahre und Böse ein sehr gelungener Page-Turner, denn spannend zu erzählen, darauf versteht sich dieser Autor hervorragend.

Jakob Bodan
Das Schöne, Wahre und Böse
Droemer Verlag, München 2021

Ayaan Hirsi Ali: Beute

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich diesen Band zum ersten Mal in Händen hielt – dass man über 350 Seiten über ein Thema schreiben kann, das doch so recht eigentlich, obwohl es der Untertitel suggeriert, keine Frage ist (Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht), sondern für jeden, der einigermassen eine Vorstellung von der Welt hat, eine simple Tatsache beschreibt, die offensichtlicher nicht sein könnte. Doch nichts, so scheint es, kann für die Intellektuellen dieser Welt einfach sein, sie wären sonst arbeitslos.

Sicher, es gehört zu den akademischen Gepflogenheiten, einleitend das Untersuchungsthema einzugrenzen, doch finde ich trotzdem befremdlich, dass Ayaan Hirsi Ali sich zu begründen genötigt sieht, weshalb sie sich auf die Gewalt muslimischer Einwanderer konzentriert, wo doch (man denke an die Massenvergewaltigungen der Roten Armee nach dem Zweiten Weltkrieg oder diejenigen der Serben in Bosnien) Frauenverachtung beileibe keine muslimische Spezialität ist. Denn: So überraschend etwa die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht von 2016 auch gewesen sind, dass Männer aus arabischen Ländern eine Frauensicht vertreten, die nicht mit der in Mitteleuropa kompatibel ist, war vielen durchaus klar. Dass man sich für die eigenen Werte einsetzt, ist jedoch eher die muslimische als die mitteleuropäische Art.

Ayaan Hirsi Ali plädiert für „die effektive Integration von Einwanderern“. Diese ist nur möglich, wenn sie auf einer nüchternen Sicht der Realität gründet. Und dabei nicht ausblendet, dass die mediale und die tatsächliche Realität oft auseinanderklaffen. Dass die mediale Realität auch immer mal wieder manipuliert wird, sei es von den Russen (die eine Gruppenvergewaltigung in Spanien Arabern angelastet hatten, obwohl es Kubaner, Argentinier und Spanier gewesen waren), sei es von rechtsextremen Gruppen, macht die Sache nicht einfacher. Die Autorin zitiert vornehmlich offizielle Quellen und zitiert Repräsentanten grosser Organisationen. Für jemanden wie mich, für den Verlautbarungen des UN-Generalsekretärs zur Weltlage irrelevanter nicht sein könnten (die Sicht aus einem Glaspalast erlaubt nichts anderes als die Sicht aus dem Glaspalast), war das einigermassen enttäuschend.

Natürlich weiss auch die Autorin, dass offizielle Quellen mit Vorsicht zu geniessen sind. „Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass die amtlichen Verbrechensstatistiken nur einen Bruchteil der tatsächlichen sexuellen Gewalttaten erfassen. Dennoch können wir aus ihnen Informationen gewinnen, auch wenn das nicht einfach ist.“ Wer kein ausgeprägtes Interesse an sozialwissenschaftlicher Forschung hat, sollte das Kapitel „Sexuelle Gewalt in Zahlen“ überspringen, auch weil „die Statistiken zur Einwanderung, zu Verbrechen – vor allem zu Sexualverbrechen – und zur Rolle von Einwanderern in der Verbrechensbilanz mit zu vielen Schwierigkeiten behaftet (sind), um sich bei irgendeiner politischen Auseinandersetzung ausschliesslich auf sie zu stützen.“ Festhalten lässt sich dennoch, dass eine erhebliche Zunahme der sexuellen Gewalt in den Ländern. wo die meisten Migranten Aufnahme fanden, stattgefunden hat.

Die Fälle von sexueller Belästigung bis zu Vergewaltigung und Mord, die dieses Buch aufführt, sind sogar lesend nur schwer zu ertragen; die Wut, die sich bei mir einstellt, fast nicht auszuhalten. Die Pein (auch der Angehörigen der Opfer) ist schwer vorstellbar. Dass es sich um Einzelfälle handelt, wie allgemein behauptet wird (so jedenfalls mein Eindruck), ist auch deswegen unwahrscheinlich, weil dies ja nur die Fälle sind, die bekannt geworden sind. Die Lebenserfahrung lehrt, dass, was offiziell bekannt ist, höchstens ein Teil der Wahrheit ist.

Dass unter den Tätern auch abgewiesene Asylbewerber sind, ist überdies ein Hinweis darauf, dass Das-Augen-Verschliessen nicht nur sexuelle Gewalt, sondern auch abgewiesene Asylbewerber betrifft, die oft Wertvorstellungen mitbringen (man denke etwa an den verbreiteten Judenhass oder das Primat der Religion), die mit den gängigen mitteleuropäischen Auffassungen schlicht nicht vereinbar sind. Die jeweiligen Regierungen wehren sich, diese Abgewiesenen zurückzunehmen? Mit solchen Regierungen Geschäfte machen zu können, liegt den westlichen Demokratien näher.

Gibt es ein Muster, das sexuelle Gewalt provoziert? Eine Frau zu sein genügt, alt oder jung. Ein Befund, der mich überraschte – und mir bewusst machte, wie die üblichen Denkweisen und Narrative (allein unterwegs zu später Stunde, aufreizend gekleidet) in die Irre führen. Beute macht nicht nur klar, dass und wie die muslimische Einwanderung Europa verändert, es macht auch deutlich, dass Macho-Kulturen und Gleichberechtigung sich nicht vertragen.

„No-go-Zonen“ nehmen zu; die Dunkelziffern über Gewalt gegen Frauen kennen wir nicht. Wir kennen die Lage nicht wirklich, können nur Vermutungen anstellen, doch das Fehlen jeglicher Zivilcourage und das Kuschen der Politisch Korrekten, ist mehr als nur ein Problem, es ist feige und eine Schande. „Es gibt in Europa genug Leute, die gerne die Augen vor der gesellschaftlichen Wirklichkeit verschliessen“, so die Autorin. Es ist geradezu das Wesensmerkmal des Menschen, dass er die Wirklichkeit nicht wahrhaben will.

Immer mal wieder glaubte ich mich im falschen Film. Etwa als ich las: „Die Europäische Union stellte 3,8 Milliarden Euro bereit, um die Rückführung afrikanischer Migranten in Europa und Libyen zu unterstützen.“ Weshalb afrikanische Staaten dafür bezahlt werden müssen, die eigenen Staatsbürger aufzunehmen, ist mir ein Rätsel.

Europa hat sich verändert und wird sich verändern. Häufig in Richtungen, die wir wenig beeinflussen können, doch es gibt Auffassungen, die meines Erachtens in Europa keinen Platz haben dürfen. „Dass Frauen sich in der Öffentlichkeit frei bewegen, wird verabscheut. Und sie sehen keinen Grund, ihre Ansichten zu ändern, nur weil sie jetzt in Westeuropa leben.“ Integrationsbereitschaft sieht anders aus.

„Was steht der Integration von Muslimen im Weg“ lautet einer der Zwischentitel. Und natürlich wird sofort eine Studie zitiert, die herausgefunden hat, „dass die Geschwindigkeit, mit der Zuwanderer sich integrieren, davon abhängt, ‚ob sie die umgebende Kultur als wünschenswert oder als nicht wünschenswert wahrnehmen‘.“ Banaler geht es kaum, doch dahinter liegen kulturell geprägte Wertvorstellungen. Anders gesagt: Der Kampf der Kulturen ist eine Realität und es gehört zu den Vorzügen dieses Buches, dass es sich intensiv damit auseinandersetzt.

Ayaan Hirsi Ali fordert nicht nur eine grundsätzlich neue Integrationsstrategie – Asyl sollte nur Menschen gewährt werden, die bereit sind, „sich an die Gesetze der Aufnahmegesellschaft zu halten und ihre Werte anzunehmen.“ – , sondern auch eine neue Frauenbewegung, die bereit ist, für die Rechte aller Frauen zu kämpfen.

Beute ist notwendige Aufklärung.

Ayaan Hirsi Ali
Beute
Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht
C. Bertelsmann, München 2021

Bob Dylan: Ich bin nur ich selbst, wer immer das ist

Für mich ist Bob Dylan ein hervorragender Songwriter, seine Stimme ist hingegen nicht so mein Ding. Versionen seiner Songs von anderen Interpreten ziehe ich (meistens, nicht immer) vor. Als Dichter habe ich ihn nie wirklich wahrgenommen, obwohl ich einige seiner Liedzeilen auswendig kann, was natürlich auch daran liegt, dass Dylan-Songs zum Repertoire des Gitarrenduos gehörte, von dem ich einstmals ein Teil war.

Ich habe Sänger und Songwriter nie als Denker begriffen. Möglicherweise deswegen nicht, weil die Songs, die ich früher selbst geschrieben habe, intuitiv entstanden und ich Intuition und Verstand lange Zeit als Gegensatzpaare begriffen habe. Diese Interviews haben mich eines Besseren belehrt.

Eingeleitet werden die Gespräche von Heinrich Detering, der Dylans Satz: „The people in the songs are all me“ so kommentiert: „So erstaunlich diese Behauptung angesichts von Songfiguren klingt, die im spanisch-amerikanischen Krieg mitgekämpft haben, zum Schlägertrupp eines Bandenchefs gehören oder während ihres Monologs allmählich im Wahnsinn nächtlicher Halluzinationen versinken, so kennzeichnend ist sie für Dylans Songpoetik.“ Eine Sichtweise, die mich schmunzeln machte, da ich Dylans Satz ganz anders lese, nämlich so: Alle Aussagen, die wir über uns und die Welt machen, sind Aussagen über uns selber, denn etwas anderes kennen wir nicht, und können wir auch gar nicht kennen. Übrigens: Bei allen Wandlungen, die Dylan durchgemacht hat, so Deterich, ist sein „politisch-moralischer Wertekanon“ stabil geblieben. Wer auch immer wir sind, was auch immer wir tun, ein Kern in uns bleibt sich anscheinend immer gleich.

Die Gespräche sind chronologisch angeordnet. Da ich mit Bob Dylan-Songs gross geworden bin, erlaubt mir das eine ganz wunderbare Zeitreise in meine eigene Vergangenheit. Was mir bei den ersten zwei Interviews aus den 60er Jahren auffällt: Dass ich immer mal wieder lachen muss, was mich überrascht, denn ich habe Dylan bisher nicht mit Humor in Verbindung gebracht. Auf mich wirkte er meist abweisend und mürrisch, dabei ist er sehr witzig und schlagfertig.

Ich bin ganz erstaunt wie clever dieser Mann ist. Das liegt natürlich auch daran, dass ich mich nie wirklich mit ihm befasst habe. Jedenfalls verblüfft mich ungemein, wie eigenständig und hellsichtig sich der damals 24Jährige zu Museen und Galerien, ja zum Kunstbetrieb insgesamt äussert. Mit Labels wie „Protestsänger“, „Rock’n’Roll“ oder „Folkmusic“ kann er nichts anfangen. Er tut einfach, was er tut. „Ich schreibe, seit ich acht war. Ich spiele Gitarre, seit ich zehn war. Ich bin damit aufgewachsen, zu spielen und zu schreiben, was ich spielen und schreiben musste.“

Was denkt er über Politik, Hochschulen, Protestbewegungen und und und? Kaum ein Feld wird ausgelassen. Umso erfreulicher ist, dass es Dylan offenbar nicht drängt zu Allem eine Meinung zu haben. Doch die, die er hat, sind Ausdruck eigenständigen Denkens. Er selber hat das Studium abgebrochen, würde er anderen auch dazu raten? Nein, würde er nicht, doch „Ich würde ihm einfach das Studium nicht finanzieren.“ Hat er als Junge Präsident werden wollen? „Nein. Als ich ein Junge war, war Harry Truman Präsident. Und wer möchte schon Harry Truman sein?“

Berührend fand ich insbesondere, was er über sein Aufwachsen im nördlichen Minnesota sagte. „Im Winter war dort alles vollkommen still, nichts bewegte sich. Acht Monate lang.(…) Der ganze Mittlere Westen hat etwas stark Spirituelles, sehr subtil, sehr stark.“ Ich fühlte mich an Kathleen Norris‘ Dakota. A spiritual Geography sowie an Robert M. Pirsigs (in Zen und Die Kunst, ein Motorrad zu warten) Schilderung der Dakotas erinnert, die ihm deswegen speziell waren, weil sie nichts Besonderes versprachen und deshalb auch nichts einzulösen brauchten.

Selbstverständlich habe er ein Ziel und eine Mission, sagt Dylan und zitiert Henry Miller: „Die Rolle des Künstlers ist es, die Welt mit Desillusionierung zu impfen.“ Nicht alle Songs haben die Zeit gut überstanden, wie er auch selber meint.

Die einzigen wahren Spiegel seien Wasserpfützen, sagt er einmal. Und führt dann aus: „Ein Bild, das Sie in einer Wasserpfütze sehen, führt in die Tiefe. Ein Bild, das man beim Blick in ein Stück Glas sieht, hat keine Tiefe und keine lebendig gewellte Bewegung.“ Ich bin nur ich selbst, wer immer das ist enthält ganz viele solch smarter Aussagen. “Es geht nicht um die Songtexte. Die Leute denken das immer, und vielleicht geht es auf den Platten um die Texte, aber auf der Bühne sind nicht de Texte das Entscheidende, sondern alles läuft über die Phrasierung, die Dynamik und den Rhythmus.“ Wahre Worte!

Die Palette, über die sich Dylan in diesen Gesprächen auslässt, ist ungeheuer breit. Von Shakespeare zu Elvis, vom Lesen der Bibel zum Malen, von Hitler bis zu meiner Lieblingsantwort (auf die Frage, ob er glaube, was einige behaupteten, dass Jim Morrison in den Anden lebe): „Ich habe bisher nicht das Bedürfnis gehabt, mir dazu eine Meinung zu bilden …“.

Das Ich-Jahrzehnt hat Tom Wolfe die 1970er Jahre genannt. Diese Ich-Zeit dauert nach wie vor an, alles wird in der heutigen Zeit personalisiert, auf sich selber bezogen. Welt- und lebensfremder geht kaum. Umso erfreulicher ist, dass Dylan davon wenig infiziert scheint. „Als ‚Hound Dog‘ im Radio lief, war meine Reaktion nicht: ‚Wow, was für ein toller Song, wer den wohl geschrieben hat?‘ Mir war im Grunde gleichgültig, wer ihn geschrieben hat. Es war egal. Er war einfach … er war einfach da.“

Fazit: Grossartig! Eine überaus erhellende, anregende und sympathische Zeitreise!

Bob Dylan
Ich bin nur ich selbst, wer immer das ist
Gespräche aus sechzig Jahren
Kampa Verlag, Zürich 2021

Markus Torgeby: Unter freiem Himmel

„Eine Anleitung für ein Leben in der Natur“, so der Untertitel dieses sehr schön gestalteten Buches von Markus Torgeby, mit mich sehr ansprechenden Fotografien von Frida Torgeby. Doch wieso interessiert mich so ein Werk, da es mich selber überhaupt nicht danach verlangt, in der Natur zu leben? Neugier auf des Autors Motivation und auch darauf, was ihn dieses Leben lehrt.  „So lasst uns also unser Leben begreifend verbringen“, habe ich als Jugendlicher in Henry David Thoreaus „Walden“ gelesen. Es gilt für mich nach wie vor.

Draussen scheint Markus Torgeby alles einfach. „Mich plagten keine Zweifel, ich fühlte mich nicht komisch. Wenn ich im Meer schwamm und im Wind segelte, wurde mir klar, dass es etwas gab, das ich nie kontrollieren konnte: Ich konnte mich nur unterordnen, Die Natur war eine Schule, die ich mochte, mit anderen Fächern als Schwedisch, Mathematik und Religion.“

Es sind solche Sätze, die mich innehalten lassen. Der Zweck der Schule ist es, uns zu nützlichen Gliedern der Gesellschaft werden zu lassen. Wir werden nicht gefragt, ob uns das passt oder entspricht oder ob wir uns wohlfühlen; von uns wird erwartet, dass wir uns ins System einfügen, dass wir gehorchen. 

Markus Torgeby liegt das nicht. Er verlässt die Insel, wo er aufgewachsen ist, geht weg von der Krankheit seiner Mutter, seinen spirituellen Zweifeln und dem ständigen Genörgel seiner Oma. Neunhundert Kilometer im Norden von Göteborg beginnt er eine Ausbildung zum Pfleger und entschliesst sich unter einem Baumwolltuch im Wald zu wohnen.

„Mir gefiel die Idee, vollständig auf mich allein gestellt zu sein, wenn viel auf dem Spiel stand und alles schief gehen konnte.“ Er lebt ohne Radio und Fernsehen, versucht, sich zuzulassen und merkt, dass es okay ist, wenn er nicht alles kontrollieren kann und dass es in seinem Kopf immer „einen Raum voller Angst, Furcht und Kleingeistigkeit“ geben würde. „Das Nichtstun sorgte dafür, dass mein Kopf endlich auf meinem Körper landete.“

Unter freiem Himmel  ist ein Lehrstück in Sachen Akzeptanz. Seine Angst vor der Dunkelheit lässt sich nicht vertreiben, doch sich nicht gegen sie zu wehren, macht sie erträglich. Er lebt sehr körperlich: Läuft durch die Sümpfe, schwimmt, klettert auf Bäume; im Winter ist er auf breiten Tourenskiern unterwegs, spaltet Holz, holt Wasser. „Ich machte alles in gemächlichem Tempo, hatte viel Zeit zum Nachdenken.“ Ich fühlte mich an das buddhistische Slow down time erinnert. 

Wir streben nach Glück, anstatt nach Sinn und das sei das Problem, so Markus Torgeby. Doch was hindert  uns, dieses anzugehen? Und überhaupt: Was genau ist es? Für ihn sei es ein Zuviel von allem gewesen, schreibt er. Zu viel Unruhe, zu viele Eindrücke. „Die Lösung bestand darin, nahezu sämtliches Input aktiv zu beseitigen. Das war nicht einfach, und es hat einige Zeit gedauert, aber für manche Probleme gibt es einfach keine schnellen Lösungen.“

Unter freiem Himmel  ist auch praktische Anleitung und informiert über die richtige Fussbekleidung, Schlafsack, Messer, Wolle, Axt, essbare Pflanzen und anderes mehr. Markus und Frida Torgeby leben heute mit ihren drei Töchtern in zwei Welten, auf einer umgebauten Alm in Jämtland, wo sie Strom haben, aber mit Holz heizen, und einem kleinen Haus in Öckerö. „Das Leben ist keine gerade Autobahn, es ist ein Waldpfad mit Wurzeln und Steinen, bergauf, bergab, durch Sumpfgebiete und über Bäche.“

Fazit: Berührend und inspirierend, mit höchst gelungenen Fotos.

Markus Torgeby
Unter freiem Himmel
Eine Anleitung für ein Leben in der Natur
Heyne Hardcore, München 2021

Joel F. Harrington: Meister Eckhart

Joel F. Harrington ist Historiker und so erstaunt es wenig, dass er meint, „bei unserem Eifer, diesen ‚vergessenen Ketzer‘ zu begrüssen, in seiner Lehre die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu finden und ihn damit für unsere eigenen Zwecke zu vereinnahmen, besteht die Gefahr, den historischen Menschen und sein Denken erheblich zu verzerren.“ Nur eben: Wir tun das alle. Ausser natürlich wir sind Historiker. Auch Eckhart hat sich, wie der Auto schreibt, „bei seiner eigenen Suche nach Gott ein Leben lang an der Nützlichkeit und der Subjektivität ausgerichtet“. Und er bevorzugte bei den Büchern diejenigen, die den grössten Interpretationsspielraum boten (Genesis, Exodus, das Buch der Weisheit und das Evangelium des Johannes). „Er zeigte kein Interesse an der Handlung oder der Geschichte oder einem breiteren Kontext allgemein.“

Dass Eckhart heute eine Art spirituelle Berühmtheit ist, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass er gleichsam „Ewiges“ gepredigt hat. Mir selber ist er zum ersten Mal vor 40 Jahren begegnet, in Zen Buddhismus und Psychoanalyse von Fromm, Suzuki und de Martino. Bei Joel F. Harrington lese ich nun: „Sogar viele eingeschworene Atheisten wie Martin Heidegger und Jean-Paul Sartre haben die spekulative Philosophie des Meisters bewundert und dazu beigetragen, seine Erkenntnisse unter ihrer eigenen Schülergeneration zu verbreiten.“

Ich selber habe Meister Eckhart immer als jemanden verstanden, für den die Gotteserfahrung zentral war, mit spekulativer Philosophie (Ist Philosophie nicht immer spekulativ?) habe ich ihn bisher nicht in Verbindung gebracht. Joel F. Harrington macht als das Wesentliche von Eckharts Lehre die Gelassenheit aus, für die er im Englischen wunderbar treffend „letting-go-ness“ gewählt hat. Das meint Dreifaches: Das Loslassen der äusseren Welt, seiner Vorstellungen von Gott sowie des eigenen Selbst.

Es gibt wenige Bücher von Historikern, die mich, als nicht wirklich an Geschichte Interessiertem, ansprechen. Dass Joel F. Harringtons Meister Eckhart dazugehört, weiss ich bereits nach den ersten paar Seiten. Das liegt weniger an seinen historischen Ausführungen (die ich eh nicht beurteilen kann), sondern an Aussagen wie dass alle Menschen sich in jeder Epoche für modern gehalten haben; dass es zu den historischen Binsenweisheiten gehört, „dass sich jede Gesellschaft in jedem Zeitalter (unsere eigene mitgerechnet) selbst als im Verfall begriffen wahrnimmt“; dass im 13. Jahrhundert, das „von den alljährlich wiederkehrenden Rhythmen des Ackerbaus und dem liturgischen Kalender der Festtage geregelt war“, das Konzept des Fortschritts ein völlig fremdes war.

Eckehard von Hochheim entstammt dem Adel. „Auch nach Jahren in selbstgewählter Armut als Mönch sollte Eckhart in seinen Predigten und Schriften die Sprache seiner adeligen Herkunft verwenden.“ Mit 15 tritt er ins Dominikanerkloster von Erfurt ein (Dominikaner wie auch Franziskaner waren Bettelorden und verkörperten das apostolische Ideal, „in der Welt, aber nicht von der Welt zu sein.“); zwanzig Jahre später wird er zum Prior ernannt. Nach vier Jahren als Prior amtete er während drei Jahren als ordentlicher Professor der Theologie an der Universität von Paris.

Auch wenn ich der weitverbreiteten (und so ziemlich alles dominierenden) Auffassung, man müsse Menschen und Ideen aus und in der Zeit verstehen, in der sie gelebt haben bzw. entstanden sind, skeptisch gegenüber stehe (so heisst etwa einer der Zwischentitel „Spiritualität in einer materialistischen Zeit“ und könnte somit genau so gut die Gegenwart charakterisieren; zudem weist der Autor darauf hin, Eckhart sei „von der Weisheit, die er durch das Leben im Kloster erlangt hatte, zu einer alle Zeitalter überspannenden Weisheit übergegangen.“), lohnt die in diesem Werk dargelegte historische Sichtweise sehr. Das liegt daran, dass Joel F. Harrington ein guter Schreiber ist, der viel Aufschlussreiches vermittelt und einem gleichsam ein Fenster ins Mittelalter (Ende des Hoch- und Anfang des Spätmittelalters) öffnet. So war mir etwa vollkommen neu, dass damals das theologische Graduiertenstudium das anspruchsvollste war und in der Regel 15 Studienjahre erforderte (Jura und Medizin zehn bzw. sechs) oder dass es Mönchen untersagt war, ein Pferd zu benutzen (die 800 Kilometer von Erfurt nach Paris reiste Eckhart zu Fuss).

Meister Eckhart. Der Mönch, der die Kirche herausforderte und seinen eigenen Weg zu Gott fand klärt auch über das theologische Denken der Zeit auf sowie über die Auseinandersetzungen, die damals geführt wurden. „Das geistige Niveau ihrer Debatten und die kritische Prüfung, der sie sämtliche Argumente unterzogen, können sich ohne Weiteres mit dem heutigen intellektuellen Austausch auf einer Konferenz im MIT oder während eines Symposiums des Max-Planck-Instituts messen.“

Dass jemand sich im traditionellen (theologischen) Denken seiner Zeit auszeichnet, eine steile kirchliche Karriere hinlegt und dann andere Lebensakzente setzt, ist selten genug, doch besonders faszinierend finde ich, wie Professor Harrington Eckharts Zwiespalt erläutert, dass, um Gott zu erkennen, alle vorgefassten Vorstellungen verworfen werden müssen. „Der Meister gab sein philosophisches Werk nie ganz auf, aber er wurde sich zunehmend seiner Unzulänglichkeiten bewusst, insbesondere, was das Erreichen seines ultimativen Ziels anging, die direkte Erfahrung des Göttlichen zu erlangen.“

Das Bemühen des angesehenen Theologen und einflussreichen Ordensverwalters seinen eigenen Weg zu gehen, es sich jedoch nicht mit der Kirche zu verderben, stiess bei Teilen der kirchlichen Hierarchie auf Widerstand. Bis heute widersetzt sich Rom der Aufhebung der päpstlichen Bulle; der Rang eines Kirchenlehrers ist Eckhart nach wie vor verwehrt,

Damals wie heute hat es Menschen gegeben, denen anderes vorschwebte als den meisten und die sich das Staunen ein Leben lang erhalten haben. Meister Eckhart: „Es kam mir der Gedanke, (…) ob ich wohl einmal gefragt werden würde, woher jeder Grashalm dem andern so ungleich sei; und es geschah (tatsächlich), dass ich danach gefragt wurde, woher sie einander so ungleich seien. Da sprach ich: Woher alle Grashalme einander so gleichen, das ist noch verwunderlicher.“ Dass er davon ableitete, „jeder, der geistig bereit sei, könne die Geburt Gottes direkt in seiner eigenen Seele erleben“, sah die auf Macht und Einfluss bedachte Kirche allerdings nicht gerade mit Wohlwollen.

Anhand unseres Verständnisses der Zeit, macht der Autor nachvollziehbar, was mit der göttlichen Perspektive gemeint ist. „Der Ausbruch aus der sinnlichen Welt von Ursache und Wirkung, Veränderung und anderen zeitlichen Konstrukten, mochte den meisten Menschen unmöglich sein, doch das Bestreben, dies zu tun, könne zumindest jenen eine Richtschnur geben, die danach trachteten, die göttliche Perspektive zu begreifen.“

Meister Eckhardt ist ein überaus erhellendes Werk, das nebst einer vorzüglichen Einführung in die Welt um 1300, eine gescheite und praktische Einladung ist, das Leben anders als mit unseren Konditionierungen zu begreifen, indem wir uns auf Eckharts „weglosen Weg“ einlassen, dessen Anfang und Ende im Jetzt liegt.

Joel F. Harrington
Meister Eckhart
Der Mönch, der die Kirche herausforderte und seinen eigenen Weg zu Gott fand
Siedler, München 2021

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Erste Schritte