Zwischen Rhäzüns und Bonaduz, am 26. Mai 2021
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Daniel Kahneman / Olivier Sibony / Cass R. Sunstein: Noise
Das Irritierende zuerst: Wieso bloss ein englischer Titel für eine deutsche Publikation? Und dazu noch einer, der ungenauer und verwirrender nicht sein könnte, denn unter Lärm, Störgeräuschen, Krach und Geräusch, wie sich Noise übersetzen liesse, versteht man gemeinhin etwas anderes als die Autoren mit diesem Begriff meinen. Akademiker sind schon auch ziemlich lebensfremd, sogar wenn …
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Bad Ragaz
Bad Ragaz, am 18. Mai 2021
Heike Behrend: Menschwerdung eines Affen
„Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung“ heisst der Untertitel dieser Memoiren, von denen sich die Autorin fragt: „Ist ein Text noch eine Autobiografie, wenn er sich bemüht, Elemente einer autobiografischen Fremdbeschreibung zu liefern?“ Klingt etwas arg akademisch, finde ich, doch die nachfolgenden Zeilen machen deutlich, was es mit diesem Buch auf sich hat: „Tatsächlich ist mein …
Sargans
Sargans, Schlossweg, am 23. Mai 2021
Klaus Püschel: Die Toten können uns retten
Ohne die Angst könnten wir nicht leben. Sie warnt uns, schützt uns vor Bedrohungen. Nimmt sie allerdings überhand, reagiert sie etwa auf Bedrohungen, die nur in unserem Kopf existieren, braucht sie einen Gegenspieler: das Wissen. Dass dieses nicht immer hilft, das wissen wir, doch meistens schon. Weshalb denn auch das Credo der Rechtsmedizin lautet: „Wir …
Bad Ragaz
Bad Ragaz, Giessenpark, 18. Mai 2021
Harald Lesch / Klaus Kamphausen: DENKT MIT!
Gleich vorneweg: Mich braucht man nicht zu überzeugen, dass Wissenschaft eine nützliche Sache sein kann, doch ich bin gespannt, was für Argumente die beiden Autoren vorbringen. Deshalb lese ich dieses Buch, das mich immer mal wieder überrascht – die Lektüre lohnt also! Auf die erste Überraschung treffe ich bereits im Vorwort. Von ethischen Leitlinien und …
Sargans
Sargans, Bahnweg, am 20. Mai 2021
Jakob Bodan: Das Schöne, Wahre und Böse
Im Grand Hotel Montagne liegt ein toter Gast in der Badewanne, das Zimmermädchen erschrickt sich (fast) zu Tode. „In Kürze betreten hastigen Schritts Senior Floor Supervisor Gitta Lobinger und ihr Chef, Executive Housekeeper Friedrich Lüthi, gemeinsam die Superior Junior Suite zum Preis von 1420 Franken pro Nacht.“ Ganz wunderbar, dieser Einstieg in einen Thriller, in …