Boris Cyrulnik: Die mit den Wölfen heulen

„In der Kindheit stellen wir die grundsätzlichen Fragen, mit denen wir durchs Leben gehen. Und mit zunehmendem Alter erkennen wir, dass zwei oder drei Worte genügen, um ein Leben zu prägen.“ Das sind die ersten Sätze, die ich mir in diesem Werk angestrichen habe; viele weitere sind im Lauf meiner Lektüre von Die mit den Wölfen …

Joel F. Harrington: Meister Eckhart

Joel F. Harrington ist Historiker und so erstaunt es wenig, dass er meint, „bei unserem Eifer, diesen ‚vergessenen Ketzer‘ zu begrüssen, in seiner Lehre die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu finden und ihn damit für unsere eigenen Zwecke zu vereinnahmen, besteht die Gefahr, den historischen Menschen und sein Denken erheblich zu verzerren.“ Nur eben: Wir …

Fleur Sakura Wöss: Innehalten

So recht eigentlich sagt der Titel „Innehalten“ schon alles, denkt es so in mir, bevor ich das Buch überhaupt aufgeschlagen habe, und bin dann positiv überrascht, wie viel man dazu noch sagen kann. Von Martin Heidegger habe ich einmal gelesen, dass er darüber gestaunt habe, dass es tatsächlich etwas gibt und nicht vielmehr nichts. Daran fühlte ich …

Deborah Levy: Was das Leben kostet

Ein radikaler Wetterumschwung steht am Anfang dieser Geschichte. Und damit die Frage: Kommt er uns in die Quere oder gelegen? „Chaos sei das, was wir am meisten fürchten, heisst es oft, aber ich glaube heute, insgeheim ist das Chaos unsere grösste Sehnsucht. Wenn wir nicht mehr überzeugt sind von der Zukunft, die wir planen, nicht …

Nicholas Carr: Surfen im Seichten

„Das Medium ist die Botschaft“, sagte bekanntlich McLuhan und das meint, dass der Inhalt eines Mediums (und darum drehen sich Debatten um neue Technologien ständig) letztlich weniger wichtig ist als das Medium selbst. Der deutsche Medien-Theoretiker Friedrich Kittler hat es auf den Punk gebracht, als er meinte, dass wir uns letztlich an die Maschinen anpassen …

Ariadne von Schirach: Die psychotische Gesellschaft

„Diese Welt verschlägt mir den Atem. Man kommt gar nicht mehr hinterher mit dem Mitdenken und Mitfühlen, und doch beginnt jede Veränderung mit dem Annehmen und Beschreiben dessen, was ist“, hält Ariadne von Schirach treffend fest. Nur hält sie sich selber nicht dran und beginnt stattdessen mit einer Zuschreibung. Konkret: Sie behauptet, die gegenwärtige „Auflösung …

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