Ismail Kadare: Der Anruf

Drei Minuten sprachen Stalin und Pasternak miteinander am Telefon. Kurz zuvor war Ossip Mandelstam verhaftet worden. Worüber bei diesem Telefonat gesprochen wurde, ist viel gerätselt worden. Pasternak hat keine einschlägigen Aufzeichnungen hinterlassen Diese Untersuchungen (so der Untertitel) beginnen mit einem Traum: Anruf Enver Hoxhas in der Redaktion, in der Kadare arbeitet. Der Diktator will wissen, …

Karin Simon: Von Bleiben war nie die Rede

„Ich bin fest davon überzeugt, dass man dem Tod eine gute Landebahn bereiten kann. Damit es weniger holpert, weil die Angst nicht an Bord ist. Zum Beispiel mit einer Fluglotsin. Einer wie mir.“ Als ich diese Zeilen lese, weiss ich, dass ich nicht zum Zielpublikum dieses Buches gehöre. Für mich stimmt da weder der Ton, …

Sarah Hall: Die Töchter des Nordens

„Eines der 100 besten Bücher des Jahrzehnts“, lese ich auf dem Buchumschlag. Der Satz wird The Times zugeschrieben, die offenbar Journalisten beschäftigt, die besser in der Werbung tätig wären, die dafür bekannt ist, absolut Substanz-frei formulieren zu können und damit Konsumenten zu gewinnen. Überlegt man sich kurz – kurz genügt – was uns mit so …

Silvia Aeschbach: Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld

Silvia Aeschbach, geboren 1960, von Beruf Journalistin, berichtet in Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld  von ihren Panikattacken und wie sie gelernt hat, mit ihnen umzugehen. Die erste dieser Attacken hatte sie mit siebzehn, während eines Aufenthalts in Korsika. Sie beschreibt sie so: „Die Farben des Himmels und der Bäume erschienen mir unerträglich grell, die Grillen zirpten …

Kathrin Wessling: Drüberleben

Wer schon einmal mit Menschen zu tun hatte, die unter Depressionen leiden, weiss, dass man letztlich nicht wirklich verstehen kann (es sei denn, man kennt solche Seelenzustände aus eigenem Erleben), was in einem solchen Menschen tatsächlich vorgeht. Deshalb ist man froh drum, dass es Drüberleben gibt, denn dieses exzellente Buch vermittelt auch dem Nicht-Direkt-Betroffenen eine gute Vorstellung …

Fritz Riemann: Grundformen der Angst

Der zwanghafte Mensch, heisst es in Grundformen der Angst, könne schwer annehmen, „dass Lebendiges nicht völlig vorausberechenbar festgelegt werden kann. Er glaubt, alles in ein System einfangen zu können, um es lückenlos übersehen und beherrschen zu können, und vergewaltigt so das Natürliche – Nietzsche hat einmal gesagt, dass der Wille zum System immer schon ein Stück …

Paul T. Mason / Randi Kreger: Schluss mit dem Eiertanz

Was Borderliner und ihre Angehörigen lernen müssen, so Larry J. Siever im Vorwort, sei, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. „Für beide Parteien gilt: Einzig die Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten als Erwachsener eröffnet die Chance zu authentischer Veränderung, unabhängig von der Lebensgeschichte.“ Das klingt einfacher als es ist (man lese M. …

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