„Wie Faschismus funktioniert – das klingt nach einer Gebrauchsanweisung und soll wohl auch so klingen“, bemerkt Rahel Jaeggi im Vorwort treffend. Und genau das, eine Gebrauchsanweisung hatte ich mir auch erhofft, doch das ist dieses Buch nicht. Stattdessen klärt es Begriffe, wie das Akademiker eben so tun. Und es thematisiert für den Faschismus Typisches wie …
Tag Archives: Richard Feinman
Christian Busch: Erfolgsfaktor Zufall
Unser Hirn ist auf Nützlichkeit programmiert. Es ist also anzunehmen, dass die Titelkombination Erfolgsfaktor Zufall und Wie wir Ungewissheit und unerwartete Ereignisse für uns nutzen können zum Erfolg dieses Buches beitragen wird, das auch immer mal wieder auf die – zugegeben, bemerkenswerte – Karriere des Autors Bezug nimmt. Erfolgreich sein wollen wir doch alle, oder …
Hannah Fry & Adam Rutherford: Der ultimative Guide zu absolut Allem*
Wenige Bücher machen mich bereits mit der Einführung jubeln, doch Der ultimative Guide zu absolut Allem* gehört eindeutig dazu. Das liegt an den Beispielen, anhand derer aufgezeigt wird, „wie schlecht der Mensch dafür ausgerüstet ist, das Universum zu begreifen“, und es liegt an Sätzen wie etwa diesem: „Wie man es auch dreht und wendet: Die …
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Frank Wilczek: Fundamentals
Physik gehört zu den Disziplinen, die mir unverständlich sind. Nichtsdestotrotz habe ich immer mal wieder einen neuen Anlauf gemacht, in diese Art zu denken reinzukommen – bislang verblüffend ergebnislos. Wär’s da nicht besser aufzugeben und zu akzeptieren, dass sich mir gewisse Wissensgebiete einfach nicht erschliessen? Gut möglich, doch da sich mein Handeln nur selten von …
Silvia Ferrara: Die grosse Erfindung
Ob man ein Buch mag, entscheidet sich oft auf den ersten Seiten. Nein, nicht immer. In diesem Falle jedoch, Silvia Ferraras Die grosse Erfindung, ist es so – ich bin sofort höchst angetan. Das liegt an der Art der Erzählens, dem Ton, so stelle ich mir vor. Und daran, dass die Autorin gleichsam bei Adam …
Harald Lesch / Klaus Kamphausen: DENKT MIT!
Gleich vorneweg: Mich braucht man nicht zu überzeugen, dass Wissenschaft eine nützliche Sache sein kann, doch ich bin gespannt, was für Argumente die beiden Autoren vorbringen. Deshalb lese ich dieses Buch, das mich immer mal wieder überrascht – die Lektüre lohnt also! Auf die erste Überraschung treffe ich bereits im Vorwort. Von ethischen Leitlinien und …
Daniel Schreiber: Nüchtern
Der erste Satz, das behaupten viele, die schreiben (und auch viele, die lesen), sei der wichtigste, jedenfalls zentral. Der erste Satz in Daniel Schreibers „Nüchtern“ geht so: „Es ist immer einfacher, sich an den Anfang einer Liebe zu erinnern als an ihr Ende.“ Klingt gut, stimmt aber eben nicht. Jedenfalls für mich nicht. Für mich …