Lew Tolstoi: Für alle Tage

Es gibt Bücher, von denen weiss man, bevor man überhaupt zu lesen begonnen hat, dass man sie mögen, ja schätzen wird.  Das kann daran liegen, dass einem der Buchumschlag gefällt oder daran, dass man mit dem Namen des Autors Positives verbindet oder an Umständen, die einem selber nicht bewusst sind. Zugegeben, ich spreche von mir. …

Julia Blackburn: Daisy Bates in der Wüste

Die Autorin Julia Blackburn, 1948 in London geboren, informiert mich der Verlag, „sucht in Tagebüchern, Briefen und vergilbten Fotografien nach dem wahren Leben der Daisy Bates“, einer Irin, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter Aborigines im australischen Outback lebte und bekannt für ihre Lügen war. „Vielleicht hatte Daisy Bates schon als kleines …

Peter Spork: Die Vermessung des Lebens

Obwohl mir der ganzheitliche Ansatz, also das Geschehen im Körper als komplexes Netzwerk zu verstehen, sehr zusagt, bin ich bereits nach den ersten Seiten versucht, dieses Buch in die Ecke zu schmeissen. Das liegt an dem unsäglichen Ton und den vollkommen realitätsfremden Behauptungen wie etwa: „Wir alle können plötzlich Exponentialfunktionen lesen.“ Oder: „Wir haben verstanden, …

Max Dax: Dissonanz

Warum ich dieses Buch ganz anders als gewohnt angehe, weiss ich nicht wirklich. Ich lese die ersten Seiten, blättere dann vor und wieder zurück, bleibe hängen, fahre fort, beginne wieder von vorn – es ist ein ständiges Hin und Her. Und es stimmt für mich so. Der Umschlag gefällt mir, Klappentext hat es keinen. Der …

Jia Tolentino: Trick Mirror

Eigenen Angaben zufolge ist die 1988 geborene Jia Tolentino seit ihrem zehnten Lebensjahr internetsüchtig. Die anfängliche Begeisterung hat sich allerdings gewandelt. So um 2012 geschah das, vermutet sie. „Während wir früher die Freiheit hatten, online wir selbst zu sein, waren wir nun online an uns selbst gekettet, und das machte uns unsicher.“ Vor allem aber …

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