Per Molander: Eine Welt aus Wellen

„Das Leben ist, nüchtern & genau besehen, die sonderbarste Angelegenheit; enthält die Essenz von Wirklichkeit“, notiert Virginia Woolf am 30. September 1926 in ihr Tagebuch. Zu fassen ist sie nicht. Was bin ich?, fragt sie sich, und konstatiert: „Aber durchs Schreiben komme ich an nichts heran. Ich habe nur die Absicht, einen merkwürdigen Geisteszustand festzuhalten.“ …

Ulf Danielsson: Die Welt an sich

Es ist ausgesprochen selten, dass mich Bücher bereits bevor ich den ersten Satz gelesen habe, für sich einnehmen. Im Falle von Die Welt an sich liegt das am Edmund Husserl-Zitat, das der Einführung vorangestellt ist: „… Naturobjekte müssen vor aller Theorie erfahren sein.“ Für mich meint das: Sich freimachen von unseren Vorstellungen über uns und die Welt – …

Werner Bartens: Körperzeiten

Werner Bartens, geboren 1966, hat Medizin, Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. In seinem neuesten Buch Körperzeiten  verspricht der Untertitel Wie wir im richtigen Moment das Richtige tun und besser lernen, lieben und leben  eine Verbesserung der Lebensqualität. Sein Ansatz dabei: Entscheidend ist nicht so sehr, wie wir die Dinge …

Frederic Hanusch, Claus Leggewie, Erik Meyer: Planetar denken

Der erste Eindruck. Ein clever gestalteter Umschlag, höchst ansprechende und gut platzierte Illustrationen. „Kann es sein, dass wir immer  noch nicht weit genug denken?“, lese ich im Vorwort – und bin gespannt, denn dass man Probleme nicht mir der Art Denken lösen kann, die diese Probleme hervorgebracht haben, wie Einstein bekanntlich meinte, liegt meines Erachtens …

Markolf H. Niemz: Die Welt mit anderen Augen sehen

„Ein Physiker ermutigt zu mehr Spiritualität“, so der Untertitel. Muss man denn zu Spiritualität wirklich „ermutigen“? Und falls ja, würde Spiritualität nicht genügen? Warum muss es „mehr“ sein? Meines Erachtens leben wir in Zeiten, denen die Spiritualität abhanden gekommen ist und es schon reichen würde, sie wieder zu entdecken. Markolf H. Niemz stellt in diesem …

Claudia Hammond: Tick Tack

Die Zeit ist relativ, das weiss jeder. Die gute soll so lange wie möglich dauern, die schlechte möglichst schnell vorbei gehen. Dazu kommt, dass wir sie ganz unterschiedlich wahrnehmen – die Stunde, die einem Kind wie eine Ewigkeit vorkommen mag, geht im Alter rasend schnell vorüber. Claudia Hammonds Prämisse in Tick Tack ist die folgende: …

Michael Jürgs: Post Mortem

„Ich starb im November“, so lautet der erste Satz in diesem Buch. Und so hat sich das der an Krebs erkrankte Michael Jürgs wohl auch vorgestellt. Gestorben ist er dann jedoch am 4. Juli dieses Jahres. Zuvor hat er noch „Post mortem“ geschrieben, denn Schreiben war das, was zu ihm gehörte und ihm half. „Noch …

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