James Lee Burke: Clete

Es gibt wenige Autoren, von denen ich um die zehn Bücher gelesen habe. Raymond Chandler, Eric Ambler, Elmore Leonard, Ross Macdonald. Von James Lee Burke waren es weit mehr als zehn, die meisten auf Englisch, die deutschsprachigen, immer gut übersetzt und verlegt von Pendragon in Bielefeld. Mit anderen Worten: Wenn der Klappentext zu Clete behauptet: …

René Aguigah: James Baldwin

Der Kulturjournalist René Aguigah, Leiter des Ressorts Literatur bei Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, schrieb Teile dieses Buches in Los Angeles, „in Thomas Manns Exilvilla in Pacific Palisades, wo die Bundesrepublik heute eine Residenz für Forschende und Schreibende unterhält“ – vom Amerika, das James Baldwin erlebte, hat er nur gelesen. Eigentlich sonderbar, dass man jemanden porträtieren …

Eric Klinenberg: 2020

Verschiedene Länder haben ganz unterschiedlich auf Covid-19 reagiert. Der Soziologe Eric Klinenberg ist der Frage nachgegangen, weshalb sich in den USA, trotz ähnlicher Massnahmen (Büros wurden geschlossen, Grenzen abgeriegelt, das gesellschaftliche Miteinander eingeschränkt) ganz andere Phänomene zeigten als in anderen Ländern. „… verzeichnete kein anderes Land als die USA einen Rekordanstieg bei Tötungsdelikten. Nirgendwo sonst …

Jasmin Darznik: Was wir sahen, was wir träumten

Als ich vor mehr als zwanzig Jahren eine Magisterarbeit über Dokumentarfotografie schrieb, gehörte Dorothea Lange zu den Fotografinnen, die mich beeindruckten. Vor allem geblieben ist mir ihr Satz, dass die Kamera sie das Sehen gelehrt habe, eine Aussage, die ihre Biografin Jasmin Darznik im vorliegenden Buch sehr schön ergänzt. „Will man ein wahrhaft gutes Bild …

Bernardine Evaristo: Manifesto

Bernardine Evaristos Mädchen, Frau, etc. hat mich begeistert, kein Wunder also, gehe ich ihr Manifesto positivst gestimmt an, auch wenn mir der Untertitel „Warum ich niemals aufgebe“ nicht viel mehr als ein müdes Schulterzucken entlockt, denn der Mensch, so meine Sicht aufs Leben, hat schlicht keine Ahnung, weshalb er tut, was er tut. Geboren wurde …

Karine Tuil: Die Zeit der Ruhelosen

François Vély ist geschäftlich aussergewöhnlich erfolgreich und hat von seinem Vater mit auf den Weg bekommen: „Wenn du von deinen Freunden nicht enttäuscht werden willst, achte bei ihrer Auswahl auf den Bestand ihrer Bibliothek.“ Es gib noch einige solcher fürs berufliche Fortkommen hilfreicher Lebensweisheiten in Karine Tuils neuestem Buch. „Als Topmanager in einem grossen Wirtschaftsunternehmen …

Paul Beatty: Der Verräter

Auf Paul Beatty aufmerksam geworden bin ich eines Interviews wegen, das er dem Londoner Guardian gegeben hat. Das war im Januar 2017 und der amerikanische Autor sagte dabei unter anderem, dass Trumps Aufstieg für ihn kein Schock gewesen sei und dass die Rassenbeziehungen auch unter Obama sich nur marginal verbessert hätten. Zudem meinte er: Eines der Phänomene, …

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