Joël Dicker: Ein ungezähmtes Tier

Ein ungezähmtes Tier spielt hauptsächlich in Genf und in Cologny, wo Leute mit Geld zuhause sind, und diejenigen, die nicht ebenso begütert sind, nicht gerne gesehen werden. Soviel zur angeblich klassenlosen Schweiz, in der Bundesräte mit Zug, Tram und Bus unterwegs sind, weswegen denn nicht wenige Patrioten glauben, die sozialen Unterschiede im Land seien nicht …

Prof. Dr. Isabella Eckerle: Von Viren, Fledermäusen und Menschen

Die Autorin dieses sehr gut geschriebenen Buches arbeitet als Virologin an den Universitätskliniken Genf, wo sie sich hauptsächlich mit neuartigen und pandemischen Viren beschäftigt. Gleich zu Beginn schildert sie, wie die Erforschung von neuartigen Krankheitserregern in Fledermäusen vonstatten geht. Hier nur soviel: Sie gestaltet sich um einiges schwieriger als der Laie sich das vorstellt. „Die …

Jörg Römer und Christoph Seidler (Hg.): Von oben

Wir leben in ego-zentrischen Zeiten. Ehrfurcht ist dem modernen Mensch abhanden gekommen, nicht nur ist ihm alles selbstverständlich, er glaubt auch, auf so ziemlich alles ein Anrecht zuhaben. Und so trampelt er denn auch auf diesem Planeten herum, wie es ihm so passt. Nach mir die Sintflut, traut man sich zwar nicht zu sagen, doch …

Joël Dicker: Das Geheimnis von Zimmer 622

Das ist für einmal ein Dicker, der nicht in den USA, sondern in der Schweiz spielt. Man liest anders, wenn einem die Handlungsorte vertraut sind – Genf, Verbier, Sitten, meine ich, nicht die Fünfsternhotels. Ich habe das Buch im südbrasilianischen Sommer gelesen und wähnte mich in der winterlichen Westschweiz. Die Bilder, die dieser Roman in …

Rebecca Solnit: Wanderlust. Eine Geschichte des Gehens

Die 1961 in den USA geborene Rebecca Solnit ist mir vor allem als geistreiche Essayistin ein Begriff. Auf dem Umschlag von Wanderlust wird sie als Kulturtheoretikerin bezeichnet. Vermutlich ist sie beides und noch einiges mehr. Die Erstveröffentlichung erschien vor zwanzig Jahren. Den Rundweg auf einer Landzunge bei San Francisco, den sie „vor einem Jahrzehnt zu …

Andreas Guski: Dostojewskij. Eine Biographie

Von den Schriftstellern, von denen ich viel gelernt habe, ist mir Dostojewskij (den ich für den grössten Psychologen überhaupt halte) einer der wichtigsten, auch wenn meine Lektüre schon einige Zeit zurückliegt. Nun hat Andreas Guski, emeritierter Professor für Slavische Philologie an der Universität Basel, eine neue Biographie vorgelegt.  Seine Art des Schreibens packt mich sofort …

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