Christoffer Carlsson: Wenn die Nacht endet

Schweden im Winter 1999. Im halländischen Skavböke wird der 18jährige Mikael Söderström erschlagen aufgefunden. Die Polizistin Siri Bengtsson geht der Sache nach, befragt die beiden 18jährigen Sander Eriksson und Killian Persson. „Die Neunzigerjahre neigten sich dem Ende zu. Vieles habe sich verändert, sagten die Eltern, an manchen Tagen kenne man sich kaum noch aus. Es …

Hjorth & Rosenfeldt: Die Schuld, die man trägt

Michael Hjorth ist Produzent, Regisseur und Drehbuchautor, Hans Rosenfeldt Drehbuchautor, ihr Protagonist der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman, spezialisiert auf Serienmörder. „Niemand war zum Mörder geboren“, gehört zu seinen Grundüberzeugungen; er glaubt „dass die Erfahrungen und Handlungen eines Menschen, seine Beziehungen und Erlebnisse, ihn mehr formten als seine Gene.“ Klassischer Psychologen-Glaube also. Bei der Reichsmordkommission wird ein …

Tony Hillerman: Zeugen der Nacht

Ich habe Tony Hillerman in meiner Jugend gelesen, und mir vor Jahren in einer Istanbuler Buchhandlung seine Biografie erstanden – an beides habe ich keine wirkliche Erinnerung, doch mit den nordamerikanischen Indianern verbinden mich seit meiner Kindheit positive Gefühle. Ich bin also gespannt, wie dieser „Indianer-Krimi“ heute auf mich wirken wird. Zeugen der Nacht nimmt …

Tove Alsterdal: Blinde Tunnel

Das schwedische Ehepaar Sonja und Daniel, das seine Ehe retten will, kauft ein Weingut in Böhmen, das seit dem Zweiten Weltkrieg brach liegt. Die Natur würde ihnen gut tun, glauben sie. Und die Arbeit am Haus ebenso. Im Kellergewölbe stossen sie nicht nur auf Weinflaschen aus den Kriegsjahren, sondern auch auf die mumifizierte Leiche eines …

Tove Alsterdal: Nebelblau

Nebelblau beginnt mit einem Tauchgang, mit dessen Beschreibung die Autorin auf Wesentliches hinweist: Wir sind aufeinander angewiesen, wenn wir einander nicht vertrauen können, sind wir verloren. „Ylva schnallte sich die Tarierweste mit der Tauchflasche um. Zog die Maske an und nahm das Mundstück des Atemreglers in den Mund, kontrollierte den Druck. Dann begann das wortlose …

Jenny Lund Madsen: 30 Tage Dunkelheit

Ich bin sofort drin in diesem Text, in dem eine kommerziell wenig erfolgreiche Schriftstellerin anlässlich einer Buchmesse in Kopenhagen mit einem auf dem Markt sehr erfolgreichen Krimiautor aneinander gerät. Bei den wirtschaftlich Erfolgreichen, argumentiert die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix, „gibt es Antworten, gute Menschen und böse Menschen, Probleme, die alle gelöst werden. In Hannahs Romanen gibt …

Stephen Amidon: Das Ende von Eden

Ein ungemein packender Einstieg, ein rasanter Erzählstil voller Witz, der sich auch so toller Ausdrücke bedient wie „Armleuchter“, und Schilderungen enthält, die mich laut heraus lachen lassen. „Sein Blick war fest auf die Cops gerichtet, seine Stirn so stark gerunzelt, dass es aussah, als befände er sich im Anfangsstadiums eines Schlaganfalls. Er sagte kein Wort, …

Garry Disher: Barrier Highway

Constable Paul Hirschhausen (Hirsch) ist für eine verschlafene Ortschaft auf dem Land zuständig, wo die Menschen genauso leben und sterben wie in der Stadt, und wo es auch zu den zahlreichen unerfreulichen Ereignissen kommt, ohne die der Mensch offenbar weder sein kann noch will. Und auch auf dem Land gilt, was in den Städten gilt: …

Amanda Cross: Tödliches Erbe

Amanda Cross ist ein Pseudonym, hinter dem sich eine feministische Literaturwissenschaftlerin verbirgt, die von 1926 bis 2003 lebte und an der Columbia University in New York unterrichtete. Übersetzt wurde der vorliegende Kriminalroman von der diplomierten Übersetzerin Monika Blaich (geboren 1942) und dem gelernten Zeitungsredakteur Klaus Kamberger (geboren 1940), wie der Verlag wissen lässt. Dies ist …

Alexander McCall Smith: Der talentierte Herr Varg

Dass Alexander McCall Smith, emeritierter Professor für Medizinrecht an der Universität Edinburg, Träger von dreizehn Ehrendoktorwürden sowie Verfasser von über achtzig Romanen, einen Kriminalroman über einen talentierten Kriminalpolizisten namens Ulf Varg schreibt, der in Schweden lebt, ist irgendwie naheliegend, weil der Autor selber ein überaus talentierter Mann ist, der lange in Botswana gelebt hat, und …

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