Gesine Dornblüth / Thomas Franke: Jenseits von Putin

Es gehört zu den Merkmalen der westlichen Medien, dass jeder Vorfall, über den berichtet wird, personalisiert wird. Ganz so als ob Joe Biden oder Wolodymyr Selenskyj für alles, was in ihrem jeweiligen Land geschieht, zuständig seien, was ja voraussetzen würde, dass sie wissen, was in ihrem Land los ist. Nun ja, nichts könnte von der …

Adriana Altaras: Besser allein als in schlechter Gesellschaft

Es geschieht selten, dass mich die ersten Seiten eines Buches lachen machen. Bei Besser allein als in schlechter Gesellschaft (Was für eine hilfreiche Lebensanweisung!) telefoniert Adriana in Berlin mit ihrer Tante Jele im Pflegeheim am Gardasee. Die dortige Pflegerin versucht, sich Gehör zu verschaffen. „Man muss sehr gute Nerven haben, möchte man es in der …

Garry Disher: Barrier Highway

Constable Paul Hirschhausen (Hirsch) ist für eine verschlafene Ortschaft auf dem Land zuständig, wo die Menschen genauso leben und sterben wie in der Stadt, und wo es auch zu den zahlreichen unerfreulichen Ereignissen kommt, ohne die der Mensch offenbar weder sein kann noch will. Und auch auf dem Land gilt, was in den Städten gilt: …

Silvia Ferrara: Der Sprung

Mich hat Silvia Ferraras Die grosse Erfindung, in dem sie Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften vorlegte, regelrecht begeistert, weshalb ich denn auch dieses Werk ausgesprochen positiv angegangen – und nicht enttäuscht worden bin, denn diese Professorin verfügt über eine Qualität, die ich mir bei Professoren generell wünschte, jedoch nur selten erlebt habe: …

Boris Cyrulnik: Die mit den Wölfen heulen

„In der Kindheit stellen wir die grundsätzlichen Fragen, mit denen wir durchs Leben gehen. Und mit zunehmendem Alter erkennen wir, dass zwei oder drei Worte genügen, um ein Leben zu prägen.“ Das sind die ersten Sätze, die ich mir in diesem Werk angestrichen habe; viele weitere sind im Lauf meiner Lektüre von Die mit den Wölfen …

Anna-Lisa Dieter: Susan Sontag. 100 Seiten

Ich bin mit Susan Sontag nicht besonders vertraut, habe mich hauptsächlich mit ihren Arbeiten zur Fotografie auseinandergesetzt, eher ablehnend als zustimmend. Darüber hinaus halte ich sie für eine überaus eitle Egomanin. Mit anderen Worten: Ich gehe Anna-Lisa Dieters Text negativ gestimmt an – und bin umso überraschter, dass ich davon so angetan bin. Ein tolles …

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