Megan Abbott: Aus der Balance

Die Geschichte packt einen sofort, das liegt am dem sehr eigenen, fesselnden Rhythmus. Worum geht’s? Eine Ballettschule in einer amerikanischen Kleinstadt, die die Schwestern Dara und Marie Durant von ihrer Mutter geerbt haben. Ein Ort der Sehnsucht. Wer darf wen spielen? Stress. Neid und Eifersucht. Charlie, der ehemalige Lieblingsschüler der verstorbenen Madame Durant, stösst dazu. …

Peter Stamm: In einer dunkelblauen Stunde

Im Schweizer Fernsehen, ein Dokumentarfilm über den Schweizer Schriftsteller Peter Stamm. Wie porträtiert man einen Mann, der schreibt? Die beiden Filmemacher, eine junge Frau namens Andrea und ein junger Mann mit Namen Tom, zeigen ihn beim Gehen, beim Reden, beim Besuch von Becketts Grab in Paris. Besonders aufregend ist das nicht, doch die Dokumentation gefällt …

Elisabeth Pähtz: Wer den vorletzten Fehler macht, gewinnt

Wie kommt jemand wie ich, der selber weder Schach spielt, noch die Regeln des Spiels kennt, dazu, eine Schachbiografie zu lesen? Weil ich nach den ersten paar Seiten wusste, dass es darin genau wie der Untertitel versprach, um „Strategien für das Spiel des Lebens“ geht, und ich Menschen, die über das Leben nachdenken, sehr zugetan …

Amanda Cross: Tödliches Erbe

Amanda Cross ist ein Pseudonym, hinter dem sich eine feministische Literaturwissenschaftlerin verbirgt, die von 1926 bis 2003 lebte und an der Columbia University in New York unterrichtete. Übersetzt wurde der vorliegende Kriminalroman von der diplomierten Übersetzerin Monika Blaich (geboren 1942) und dem gelernten Zeitungsredakteur Klaus Kamberger (geboren 1940), wie der Verlag wissen lässt. Dies ist …

Rainer Fabian: Das Rauschen der Welt

Bei einem Attentat im fiktiven südamerikanischen Land Matatudo (unschwer als Brasilien auszumachen) hat Kohner, Reporter bei einem Hamburger Magazin (der Autor Rainer Fabian war Stern-Reporter und während 15 Jahren Korrespondent für Lateinamerika) seine Frau Anna verloren. Jahre später wird Kohner eine Kassette mit mysteriösen Alltagsgeräuschen (aus der Grossstadt, aber auch aus dem Urwald) zugespielt. Ist …

Cormac McCarthy: Stella Maris

In einem Interview sagte Cormac McCarthy einmal, er könne mit Schriftstellern, die sich nicht mit grundsätzlichen Fragen über Leben und Tod auseinandersetzten, wenig anfangen. Bekannt ist auch, dass er sich lieber mit Wissenschaftlern als mit Literaten austauscht. Das nimmt mich für ihn ein. „Nennen Sie mir eine Sache, die unsere Welt besser macht als die …

Malachy Tallack: 60° Nord

60° Nord handelt auch davon, dass die Richtung, die unser Leben nehmen wird, sich bereits in jugendlichen Jahren zeigt: Es sind unbewusste Entscheide, die uns leiten. So scheint, gemäss dem 1980 geborenen Malachy Tallack, es mehr zu bedeuten, dass Shetland, das ihm seit seiner Kindheit vertraut ist, auf gleicher Höhe wie St. Petersburg, Grönland und …

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