Ismail Kadare: Die Verbannte

Es liegt einige Jahre zurück, dass ich Ismail Kadares „Konzert am Ende des Winters“ gelesen habe. Geblieben ist mir nur, dass mich die differenzierte Geschichte begeisterte. Ich nehme sie aus dem Regal, blättere darin und stosse unter anderem auf diese Stelle, die ich mir angestrichen habe. „Früh hatte er begriffen, dass es für einen Staatsführer am …

Andreas Guski: Dostojewskij. Eine Biographie

Von den Schriftstellern, von denen ich viel gelernt habe, ist mir Dostojewskij (den ich für den grössten Psychologen überhaupt halte) einer der wichtigsten, auch wenn meine Lektüre schon einige Zeit zurückliegt. Nun hat Andreas Guski, emeritierter Professor für Slavische Philologie an der Universität Basel, eine neue Biographie vorgelegt.  Seine Art des Schreibens packt mich sofort …

Otto A. Böhmer: Lichte Momente

“Wear the world as a loose garment, which touches us in a few places and there lightly.“  Dieser Satz – er wird Franz von Assisi zugeschrieben – begleitet mich seit einigen Wochen recht intensiv und er geht mir auch während der Lektüre von Otto A. Böhmers schönem Buch Lichte Momente  immer wieder durch den Kopf, …

Michael Jürgs: Post Mortem

„Ich starb im November“, so lautet der erste Satz in diesem Buch. Und so hat sich das der an Krebs erkrankte Michael Jürgs wohl auch vorgestellt. Gestorben ist er dann jedoch am 4. Juli dieses Jahres. Zuvor hat er noch „Post mortem“ geschrieben, denn Schreiben war das, was zu ihm gehörte und ihm half. „Noch …

Johannes Krause / Thomas Trappe: Die Reise unserer Gene

„So etwas hatte Europa noch nie erlebt. Der Strom an  Migranten, der über den Balkan ins Zentrum des Kontinents vordrang, markierte eine echte – hier passt das Wort tatsächlich – Zeitenwende. Nichts war danach mehr wie zuvor. Unzählige bäuerlich geprägte Grossfamilien kamen, sie wollten vor allem eins: neues Land in Besitz nehmen. Die alteingesessenen Europäer …

Stig Sæterbakken: Durch die Nacht

Stig Sæterbakken (1966-2012) gehöre zu den wichtigsten norwegischen Autoren der letzten Jahrzehnte, entnehme ich der Verlagsinformation und rege mich bereits auf, weil das eine dieser absolut idiotischen Aussagen ist (dass sie von Karl Ove Knausgård ist, macht sie nicht besser), die allerdings wunderbar in unsere Zeit der Superlative passt. Wichtig für wen? Nach welchen Kriterien? …

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