Maud Ventura: Mein Mann

Die Ich-Erzählerin empfindet nach 15 Jahren Ehe die Beziehung zu ihrem Mann als symbiotisch und auch ihre beiden Kinder leben in Symbiose. Zudem bewohnen sie ein wunderschönes Haus. Und auch der Job als Englischlehrerin passt perfekt zu ihr. Besser geht eigentlich gar nicht. Nur eben: So mögen Normalsterbliche denken, sie selber ist ein Kontrollfreak erster …

Aiki Mira: Proxi

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch ein Zitat von Andreas Eschbach, dessen Die Abschaffung des Todes ich letzthin richtiggehend verschlungen habe. Zu spät habe ich dann bemerkt, dass sich seine Empfehlung auf ein anderes Buch und da vor allem auf die Sprache bezogen hat. Kurz und gut: Nach gut fünfzig Seiten habe ich …

Percival Everett: Die Bäume

Es liegt mittlerweile gut 14 Jahre zurück, dass ich auf Percival Everett gestossen bin – und ich war begeistert. Mit anderen Worten: Positiver eingestimmt könnte ich Die Bäume kaum angehen – und werde nicht enttäuscht, im Gegenteil, denn dieser Roman ist sowas von abgedreht und komisch, dass ich abwechselnd schmunzle und laut herauslache. Ein Beispiel: …

Tracy Chevalier: Das Geheimnis der Glasmacherin

Was zuerst auffällt, ist der überaus gelungene Umschlag sowie der farbige Buchschnitt, der schön illustriert, dass sich Glas in ganz unterschiedlichen Farben zeigen kann. Bücher sind bekanntlich auch sinnlich erfahrbar und die Farbgestaltung von Das Geheimnis der Glasmacherin demonstriert dies ganz wunderbar. Diesem Roman ist “ Eine kurze Erläuterung der Zeit alla Veneziana“ vorangestellt, aus …

Morgan Audic: Das kalte Schweigen der See

Longyearbyen auf Spitzbergen. Der Ort ist dem Autor, einem Gymnasiallehrer aus Rennes, Anlass über die örtlichen Verhältnisse, die einigermassen speziell sind, aufzuklären. Die nördlichste Siedlung der Welt. Von November bis Ende Januar kein Tageslicht. Dreihundert Eisbären bei dreitausend Einwohnern. Wer die Stadt verlässt, muss eine Waffe tragen. Polizistin Lottie, aus Oslo stammend, unter Angstattacken leidend, …

Alexej Nawalny: Patriot

Der Auftakt zu diesen Erinnerungen liest sich wie ein Thriller: Aufgrund einer Giftattacke versagen Alexej Nawalnys Sinne den Dienst, er legt sich auf den Flugzeugboden, halluziniert, und erlebt in der Folge eine langwierige Genesung, Das ist derart packend und eindringlich geschildert, man glaubt man sei vor Ort mit dabei. Rückblende. Zu Alexej Nawalnys ersten Kindheitserinnerungen …

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