Jenny Offill: Wetter

Der Titel Wetter ruft bei mir ganz unterschiedliche Assoziationen hervor, von der Unberechenbarkeit bis zum I just love weather einer jungen Kanadierin, als es während eines Schulausflugs in Costa Rica zu regnen begann. Nein, sie stand nicht unter Drogen. Auch Jenny Offills Wetter ruft bei mir ganz unterschiedliche Assoziationen hervor, was jedoch weniger dem Rahmen …

Haruki Murakami: Erste Person Singular

Bereits die erste dieser Erzählungen zeigt schon die für mich typischen Murakami-Merkmale: phantasievoll, irgendwie surreal und gleichzeitig eigenartig realistisch. Nicht die Details, sondern das Gefühl, das sich bei der Lektüre einstellt. Zugegeben, ich spreche von mir. Ein One-Night-Stand, bei dem die junge Frau, die Gedichte schreibt, den Partner fragt, ob es ihn störe, wenn sie …

Jörg Hacker: Pandemien

Den einzelnen Kapiteln dieses schmalen und informativen Bandes ist jeweils ein Zitat vorangestellt, das häufig auf den Punkt bringt, was tunlichst nicht vergessen werden sollte. Die mir liebsten seien hier genannt. „Die Mikroben haben immer das letzte Wort.“ (Louis Pasteur). „When you’re dealing with new and emerging diseases, you have no ideas and you can’t …

Stefano Mancuso: Die Pflanzen und ihre Rechte

Schön gestaltet ist dieses Buch, gut in der Hand liegt es auch, doch der Titel erregt mein Missfallen. Können wir eigentlich nur in Rechten und Pflichten denken? Und überhaupt: Rechte zeichnet aus, dass man sie einklagen kann. Wer  also soll für Pflanzen sprechen? Nach den ersten paar Seiten bin ich jedoch bereits versöhnt und als …

Hannes Råstam: Quick

In den Jahren zwischen 1992 und 2001 gesteht Thomas Quick 30 Morde und wird von acht davon verurteilt. Die schwedische Presse erklärt ihn zum Monster, doch es gibt keinen handfesten Beweis für seine Schuld. Vor einigen Jahren habe ich Dan Josefssons Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen (btb, München 2017) …

Prof. Dr. Thomas Bein: Ins Mark getroffen

Nichts ist für unsere Zeit charakteristischer als der Zwang, sich zu verkaufen. Weshalb denn auch der Verlag nicht nur mit den akademischen Titeln des Autors auf dem Umschlag wirbt, sondern ihn überdies noch als Intensivmediziner anpreist. Der eine oder die andere mag sich bei dieser geballten Verkaufsanstrengung fragen, was denn eigentlich so speziell daran sein …

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