Zwischen Sargans und Trübbach, 15. April 2020
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Christina Eibl: Nicht alle Russen haben Goldzähne, sind immer betrunken und auch nicht jeder russische Beamte ist korrupt
Wunderbar erzählt, glänzend geschrieben, dazu informativ und … lebensnah, wollte ich gerade schreiben, und das stimmt ja auch, nur dass man, was Christina Eibl in Moskau erlebt hat, eben lieber geschildert kriegt als selber erlebt. Zugegeben, ich rede von mir. „Nicht alle Russen …“ ist die Art von Einführung in ein Land, die man sich …
Der Rhein
Der Rhein zwischen Sargans und Trübbach, 15. April 2020
Antti Tuomainen: Klein Sibirien
Ralleyfahrer Tarvainen rast über die schneebedeckten finnischen Strassen, als plötzlich eine Detonation ertönt – Wagendach und Beifahrersitz sind durchlöchert. „Wie gut, dass er eine Flasche Schnaps genossen hatte. Hätte er das nicht getan, würde ihn der Anblick vermutlich verstören.“ Der für den Schaden verantwortliche Meteorit wird im Militärmuseum des Dorfes von Freiwilligen bewacht (das Dorf …
Sarganser Rheinau
Sarganser Rheinau, am 12. April 2020
Frank Urbaniok: Darwin schlägt Kant
Was können wir eigentlich erkennen?, fragt Frank Urbaniok im ersten Teil von Darwin schlägt Kant. Unsere Fähigkeit zur Selbsteinschätzung ist limitiert, unsere Tendenz, uns selber reinzulegen, ausgeprägt. So unterliegen wir etwa dem Rückschaufehler, der eine Zwangsläufigkeit suggeriert, die illusorisch ist. Oder dem Halo-Effekt, der besagt: „Wenn eine Person in einem bestimmten Bereich eine gute Leistung …
Sargans
Sargans, Bahnweg, am 9. April 2020
William Trevor: Letzte Erzählungen
Da erschafft einer schreibend eine Welt, eine literarische Welt, geht mir bereits bei der ersten Erzählung durch den Kopf, in der eine Klavierlehrerin spürt, dass einer ihrer Schüler, ein scheuer junger Mann, Genialisches in sich hat. Allerdings bestiehlt er sie auch, doch angesichts des Wunders, dessen sie teilhaftig wird, tritt das in den Hintergrund. Am …
Sargans
Sargans, Bahnweg, am 4. April 2020
Keigo Higashino: Unschuldige Täter
Seit ich vor einem Jahr drei Wochen durch Japan gereist bin, lese ich japanische Bücher neu – ständig tauchen Bilder in meinem Kopf auf, wähne ich mich vor Ort und mit dabei. Im Zug, im Hotel, bei den Begegnungen der Menschen. Den Umgang der Japaner mit Fremden erlebte ich als höflich und zuvorkommend, die gegenseitige …