Alexander Bogner: Die Epistemisierung des Politischen

Wäre der Untertitel nicht gewesen, den ich verstanden habe, hätte ich mir dieses Buch niemals vorgenommen, denn ich verstehe seinen Titel nicht. Im Gegensatz zu meinen Jugendjahren fühle ich mich deswegen zwar nicht blöd, doch mein Respekt für Leute, die sich so ausdrücken, hält sich in Grenzen. Und so befürchtete ich einen dieser akademisch unlesbaren …

Young-Ha Kim: Aufzeichnungen eines Serienmörders

Byongsu Kim, 70 Jahre alt, Tierarzt und Serienmörder, besucht einen Lyrikkurs, wo er dazu angeleitet wird, Gedichte zu schreiben. Gleichzeitig wird er mit Alzheimer diagnostiziert. Dies der ziemlich aussergewöhnliche Auftakt zu diesem ziemlich aussergewöhnlichen, philosophischen und witzigen Buch. Er lebt mit seiner Adoptiv-Tochter Unhi, einer Agrarwissenschaftlerin, die an einem örtlichen Forschungsinstitut Planzenkreuzung und Auslesezüchtung („Pflanzen …

Rebecca Solnit: Wanderlust. Eine Geschichte des Gehens

Die 1961 in den USA geborene Rebecca Solnit ist mir vor allem als geistreiche Essayistin ein Begriff. Auf dem Umschlag von Wanderlust wird sie als Kulturtheoretikerin bezeichnet. Vermutlich ist sie beides und noch einiges mehr. Die Erstveröffentlichung erschien vor zwanzig Jahren. Den Rundweg auf einer Landzunge bei San Francisco, den sie „vor einem Jahrzehnt zu …

Nicholas Carr: Surfen im Seichten

„Das Medium ist die Botschaft“, sagte bekanntlich McLuhan und das meint, dass der Inhalt eines Mediums (und darum drehen sich Debatten um neue Technologien ständig) letztlich weniger wichtig ist als das Medium selbst. Der deutsche Medien-Theoretiker Friedrich Kittler hat es auf den Punk gebracht, als er meinte, dass wir uns letztlich an die Maschinen anpassen …

Eric Kandel: Das Zeitalter der Erkenntnis

Eric Kandel, geboren 1929 in Wien, emigrierte 1939 mit seiner jüdischen Familie in die USA und ist seit 1974 Professor an der Columbia University in New York. Im Jahre 2000 erhielt er den Nobelpreis für Medizin. Das Geistesleben vom Wien der Jahrhundertwende liege ihm im Blut, schreibt er, wo „die angesehensten Köpfe der Wissenschaft, Medizin und …

Otto A. Böhmer: Lichte Momente

“Wear the world as a loose garment, which touches us in a few places and there lightly.“  Dieser Satz – er wird Franz von Assisi zugeschrieben – begleitet mich seit einigen Wochen recht intensiv und er geht mir auch während der Lektüre von Otto A. Böhmers schönem Buch Lichte Momente  immer wieder durch den Kopf, denn …

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