Ein Zitat von Stephen Hawking ist diesem Thriller vorangestellt: „Wir riskieren, uns durch Gier und Dummheit selbst zu zerstören.“ Mehr gibt es über unsere Zeit kaum zu sagen, ausser vielleicht, dass das Risiko bereits zu einer Realität geworden ist. Todsünde spielt in Südafrika, ein Land, das mir sowohl als Tourist wie auch als Delegierter des …
Tag Archives: Thriller
James Douglas: Der Fall Amos
James Douglas zu lesen bedeutet nicht nur, sich nicht zu langweilen, es bedeutet, sich bestens zu unterhalten. Dies jedenfalls meine bisherige Erfahrung mit seinen Büchern. Diesmal hat er sich wiederum einiges vorgenommen (wobei: das ist bei ihm so recht eigentlich immer so): „Ein Heilmittel gegen Covid-19, genetisch veränderte Mikroben, verschiedene Mafia-Organisationen. die CIA – und …
Sadie Jones: Die Skrupellosen
Die englischsprachige Presse (jedenfalls ein Teil davon) ist voll des Lobes für diesen Roman, der im Original etwas anders heisst (The Snakes) und glücklicherweise nicht wörtlich übersetzt wurde. Der Auftakt ist grandios: „In der Nacht, als sie beschlossen, London zu verlassen, hatte Bea einen Traum. Träume sind wie Stummfilme – da werden Waffen abgefeuert, ohne …
Jakob Bodan: Das Schöne, Wahre und Böse
Im Grand Hotel Montagne liegt ein toter Gast in der Badewanne, das Zimmermädchen erschrickt sich (fast) zu Tode. „In Kürze betreten hastigen Schritts Senior Floor Supervisor Gitta Lobinger und ihr Chef, Executive Housekeeper Friedrich Lüthi, gemeinsam die Superior Junior Suite zum Preis von 1420 Franken pro Nacht.“ Ganz wunderbar, dieser Einstieg in einen Thriller, in …
Véronique Ovaldé: Niemand hat Angst vor Leuten, die lächeln
Dieser Roman beginnt mit Reisevorbereitungen. Nicht nur Ausweise und Plüschtiere, sondern auch eine Beretta muss mit. Gloria, die mit ihren beiden Töchtern, sechs und fünfzehn, an der Côte d’Azur lebt, will mit ihnen in den Norden, nach Kayserheim im Elsass, nahe der deutschen Grenze, in ein anderes Licht. Ich wähne mich in einem Thriller. Von …
Weiterlesen Véronique Ovaldé: Niemand hat Angst vor Leuten, die lächeln
Ted Lewis: Schwere Körperverletzung
Ted Lewis wurde 1942 in Manchester geboren, studierte an der Hull Art School, arbeitete in der Werbung und wird zur britischen Noir-Schule gezählt. Er „starb überraschend im Jahr 1982“, lese ich in der Kurzbiografie des Verlages. Als ich dann jedoch aus dem Vorwort von Derek Raymond erfahre, dass Lewis offenbar ein schwerer Alkoholiker („Und keiner …
Un-Su Kim: Heisses Blut
Südkorea, 1993. In Guam, dem heruntergekommenen Stadtteil der Hafenstadt Busan, herrscht Vater Son, der Chef der Unterwelt. Seine rechte Hand Huisu, ein ehemaliger Boxer, der für ihn die Drecksarbeit erledigt, hat Spielschulden. Treffend beschreibt Autor Un-Su Kim die Spielsüchtigen. „Bei ihren Versuchen, tiefer in die Geheimnisse des Baccara einzudringen. übersahen sie, dass sie nicht verloren, …
Bo Svernström: Spiele
Robert Lindström tötete als Elfjähriger seinen besten Freund. Ausser dem oberflächlichen Kontakt mit seinen Mitarbeiterinnen bei der Arbeit als Buchhalter bei einer Illustrierten mit unseriösem Inhalt und regelmässigen Besuchen bei seiner Therapeutin, über deren Warum-Fragen er sich nervt („Was soll ich darauf antworten? Ich gehe doch zu ihr, um Antworten zu bekommen, keine Fragen.“), lebt …
Paul McNeive: Resistent
Es geht um Rache in diesem rasanten Thriller, Rache an den Amerikanern, die den Japanern mit den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki unermessliches Unheil zugefügt haben. Zur Erinnerung: In Hiroshima wurden einhunderttausend Menschenleben ausgelöscht, in Nagasaki fünfzigtausend. Innert drei Tagen. Dazu kamen tausende an den Folgen der Strahlung ums Leben. Reiche japanische Geschäftsleute tun sich …
Mark Johnson: Die schlichte Wahrheit
Mark Johnson, geboren 1979, hat jahrelang als politischer Berater gearbeitet, lese ich und denke so bei mir, die politischen Berater werden auch immer jünger. Vielleicht schaut die Welt unter anderem auch deswegen so desolat aus. „Die schlichte Wahrheit“ ist der erste Thriller des Schweden und der Prolog packt einen, auch wenn er nicht wirklich stimmig und …