Michael Connelly: Wüstenstern

Detective Renée Ballard kehrt als Leiterin der neuen Einheit Offen-Ungelöst zum LAPD zurück. Und sie überzeugt ihren ehemaligen Kollegen Harry Bosch, ebenfalls mit an Bord zu kommen. Womit sich wieder einmal zu bestätigen ankündigt, dass nur wer den regulären Dienst quittiert hat, die Chance hat, bislang ungeklärte Fall zu lösen. Und so ist es denn …

Cormac McCarthy: Der Passagier

Bobby Western ist Bergungstaucher, mit einem Kollegen zusammen taucht er nach einem Flugzeug. Sie finden neun Leichen, jedoch keinen Flugschreiber. Dann erhält Bobby Besuch von zwei Männern mit Dienstausweisen, die sich nach Passagier Nummer zehn erkundigen. Als Bobby, während er nicht zu Hause war, offenbar noch einmal unerwünschten Besuch bekommen hat, zieht er aus. Auch …

Stephen Amidon: Das Ende von Eden

Ein ungemein packender Einstieg, ein rasanter Erzählstil voller Witz, der sich auch so toller Ausdrücke bedient wie „Armleuchter“, und Schilderungen enthält, die mich laut heraus lachen lassen. „Sein Blick war fest auf die Cops gerichtet, seine Stirn so stark gerunzelt, dass es aussah, als befände er sich im Anfangsstadiums eines Schlaganfalls. Er sagte kein Wort, …

Scott Hershovitz: Der Sinn von Allem oder zumindest fast

Autor Scott Hershovitz lehrt Rechtswissenschaften und Philosophie an der University of Michigan, und möchte dass man dieses Buch anders liesst als andere. „Sachbuchautorinnen und -autoren wollen meist, dass man glaubt, was sie in ihren Büchern schreiben. Sie hoffen, dass die Leserschaft ihre Autorität akzeptiert und ihre Sichtweise der Welt übernimmt.“ Und was schwebt ihm vor? …

Lee Child: Die Hyänen

„Die Freundlichkeit von Fremden bewirkt, dass die Welt sich dreht.“ Der Satz stammt aus Tennessee Williams‘ Endstation Sehnsucht, und wird von Jack Reacher, einem ehemaligen Militärpolizisten einem alten Mann gegenüber zitiert, dem er gerade geholfen hat. Die amerikanische Stadt, in der Reacher gerade angekommen ist, wird von zwei Gangs verwaltet, einer ukrainischen und einer albanischen, …

Karl Ove Knausgård: Lieben

„Lieben“ ist mein erstes Knausgård-Buch. Vermutlich ist es ja keine besonders gute Idee mit dem zweiten Roman (sein Vorläufer heisst „Sterben“) eines auf sechs Bände angelegten Projekts zu beginnen, doch ich bin sofort drin in der Geschichte, denn da beschreibt einer das Leben, so wie es ist, in allen Details. Das Buch handelt vom Leben …

Thomas Fischer: Sex and Crime

Wer dieses Buch mit Gewinn lesen wolle, müsse eine gewisse Schwelle überwinden, schreibt der Autor in seiner Einleitung. Und das meint: Ohne die Bereitschaft, sich auf juristisches Denken (zu dem auch das Juristendeutsch gehört) einzulassen, lohnt die Lektüre nicht wirklich. Allzu schwer macht es Thomas Fischer, geb. 1953, bis April 2017 Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof …

Maia Szalavitz: CLEAN: Sucht verstehen und überwinden

„Ein revolutionärer Erklärungsansatz und neue Chancen für die Therapie“, verspricht der Untertitel von CLEAN: Sucht verstehen und überwinden und natürlich bin ich skeptisch, wenn der behauptete revolutionäre Erklärungsansatz dann auch noch auf der New York Times-Bestsellerliste landet, denn die New York Times und ihre Leser sind eher dem Bewahren (dem Establishment) und weniger der Revolution zuzurechnen. Neugierig machte …

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