Dr. med. Carola Holzner: Keine Halben Sachen

Eine attraktive Frau mit verschränkten Armen, die Unterarme tätowiert, blickt auf dem Cover in die Kamera. Wie kommt eine Ärztin dazu, sich tätowieren zu lassen?, fragt es so in mir. Um sich wie alle, die sich tätowieren lassen, ihrer selbst zu vergewissern, vermute ich. Mehr dazu hier. Selbstverständlich ist auch eine weniger bedeutungsschwere Antwort möglich: …

Erica Fischer: Spät Lieben Gelernt

Erica Fischer, 1943 in St Albans bei London geboren, wuchs in Wien auf und studierte am Dolmetschinstitut der Universität Wien; ihr Buch Aimée & Jaguar wurde zum Weltbesteller. Das vorliegende Buch gibt eine Version ihres Lebens. Genauer: Was sie aufgeschrieben hat, ist das, was sie erinnert und sich entschieden hat, öffentlich zu machen. Spät Lieben …

W. E. B. Du Bois: „Along the color line“

Immer mal wieder bin ich im Laufe der Jahre auf den Namen W.E.B. Du Bois gestolpert, doch das vorliegende Buch, das einerseits Kolumnen aus dem „Pittsburgh Courier“, und andererseits mit einem  erhellenden Nachwort von Oliver Lubrich, Professor für Komparatistik an der Universität Bern, versehen ist, das ich so recht eigentlich spannender fand als Du Bois‘ …

Klaus Scherer: Kugel ins Hirn

Klaus Scherer arbeitet als Sonderreporter beim NDR. Ein Jahr lang hat er Menschen begleitet, die gegen die Kriminalität im Internet vorgehen. Fahnder der Landeskriminalämter, verdeckte Ermittler des Verfassungsschutzes sowie Staatsanwältinnen. Anlass dazu war das neue Gesetz über Hetze im Netz, das wegen seines Antragsvorbehalts allerdings keine juristische Sternstunde gewesen ist. Hat sich durch das Internet …

Philipp Felsch: Wie Nietzsche aus der Kälte kam

Philipp Felsch, Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin, legt mit Wie Nietzsche aus der Kälte kam ein sehr akademisches Werk vor, was in diesem Falle meint: sehr differenziert, für Nietzscheologen – und zu diesen gehöre ich definitiv nicht. Die Lektüre lohnt sich trotzdem. Einmal, weil die Geschichte, die hier erzählt wird, höchst …

Jane Harper: Der Sturm

Von Jane Harper habe ich gelesen, sie erkunde intensiv die Orte, wo ihre Thriller spielen. Und das merkt man. „Der Sturm“ spielt in Tasmanien, wo vor 12 Jahren ein Mädchen namens Gabby spurlos im Meer verschwand; auch Finn, der seinen Bruder Kieran retten wollte, kam ums Leben. Die Menschen in Evelyn Bay machen Kieran für …

Ed Yong: Die erstaunlichen Sinne der Tiere

Wir Menschen nehmen nur einen sehr, sehr kleinen Ausschnitt der Welt wahr.Tieren geht es ebenso; auch ihre Welt ist begrenzt. Wir halten die Welt, die wir wahrnehmen können „fälschlicherweise leicht für alles, was man kennen kann. Das ist eine Illusion, und diese Illusion hat auch jedes Tier.“ Was der Mensch übers Tier weiss bzw. wissen …

Kolja Reichert: Kann ich das auch?

Autor Kolja Reichert, geboren 1982, ist seit 2021 Programmkurator für Diskurs (nirgendwo ist der Mensch kreativer als in der Erfindung von Berufen) an der Bundeskunsthalle Bonn. Mit diesem Buch hat er sich einiges vorgenommen, denn er will, so der Verlag, „die Kunst von den Prätentionen und Missverständnissen befreien, die uns den Zugang zu ihr verbauen.“ …

Geert Lovink: In der Plattformfalle

„Wir wollten die Pandemie nutzen, um uns auszuruhen und weiterzukommen. Das ist nicht gelungen. Die Bequemlichkeit des ewig Gleichen erwies sich als zu stark“, lese ich in der Einleitung. Und: „Wir gaben unsere Machtlosigkeit zu – dass unser Leben unbeherrschbar geworden war.“ Dass jemand den ersten der zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker zitiert, um damit …

Norris von Schirach: Beutezeit

Rohstoffhändler Anton, nach zehn Jahren in Moskau seit über zwölf Monaten beruflich inaktiv, wird von einem Headhunter in New York („Wenige Orte werden so überschätzt wie New York … Das traf auf alle sogenannten Weltstädte zu.“) als Wunschkandidat an ein Unternehmen vermittelt, für das er in Kasachstan einen Stahlkonzern gründen soll. Um dabei erfolgreich zu …

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